Verwaltungsbehörden 15.12.1983 83.482
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Motion Meier-Zürich
1841
Texte de la motion du 16 juin 1983
Vu l'issue des votations populaires du 5 avril 1981 sur l'initiative «Etre solidaires en faveur d'une nouvelle politique à l'égard des étrangers» et du 6 juin 1982 concernant la loi sur les étrangers, le Conseil fédéral est chargé d'ordonner la dissolution, à la fin de 1983, de la commission fédérale pour les problèmes des étrangers (CFE), qui avait été créée durant les débats sur les deux objets susmentionnés.
Meler-Zürich: Die Mehrheit der Stimmberechtigten hat durch die Ablehnung der «Mitenand-Initiative» und des Bun- desbeschlusses über die Erleichterung gewisser Einbürge- rungen die Vorschläge dieser Kommission - genauer gesagt: dieser von Ausländern durchsetzten Kommission - abgelehnt.
Ich beantrage Ihnen daher, meiner Motion zur Auflösung dieser Kommission zuzustimmen.
Bundesrat Friedrich: Diese Kommission hat mit dem Auslän- dergesetz, das abgelehnt wurde, überhaupt nichts zu tun. Sie hat der Eingliederung der Ausländer zu dienen. Das ist eine Aufgabe, die in unser aller Interesse liegt. Es wäre Unsinn, diese Kommission aufzulösen.
Abstimmung - Vote Für Überweisung der Motion Dagegen
4 Stimmen 72 Stimmen
83.482 Motion Meier-Zürich Auswanderungsabkommen mit Italien. Revision Motion Meier-Zurich Accord d'émigration avec l'Italie. Révision
Wortlaut der Motion vom 21. Juni 1983
Als Resultat der Verhandlungen über die Revision des Aus- wanderungsabkommens ist für italienische. Staatsangehö- rige die Frist zum Erhalt der Niederlassungsbewilligung von zehn auf fünf Jahre herabgesetzt und die Frist für den Familiennachzug von 15 auf 12 Monate reduziert worden. Als kündbarer Staatsvertrag ist dieses Auswanderungsab- kommen mit Italien seinerzeit nicht dem Referendum unter- stellt worden. Nach dem revidierten Artikel 89 BV Absatz 4 (Volksabstimmung vom 13. März 1977) können durch Beschluss beider Rate weitere völkerrechtliche Verträge dem Volke zur Annahme oder Verwerfung vorgelegt werden. Der Bundesrat wird daher ersucht, den revidierten Staats- vertrag mit Italien beiden Räten zur Genehmigung vorzu- legen.
Texte de la motion du 21 juin 1983
Les négociations menées avec l'Italie sur la révision de la convention d'émigration qui nous lie à ce pays ont eu pour résultat de réduire à cinq ans le délai nécessaire aux Italiens pour obtenir le permis d'établissement, délai qui était de dix ans jusqu'à présent, et à douze mois au lieu de quinze celui qu'il faut observer pour avoir le droit de faire venir la famille d'un travailleur.
La convention susmentionnée n'avait pas été soumise au référendum parce qu'elle est dénonçable. Selon l'article 89, 4ª alinéa, de la constitution, révisé lors de la votation popu- laire du 13 mars 1977, les traités internationaux qui ne sont pas soumis nécessairement à l'adoption ou au rejet du peuple, peuvent l'être par une décision des deux conseils. En conséquence, le Conseil fédéral est invité à soumettre la convention révisée passée avec l'Italie à l'approbation des deux Chambres.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Die schweizerische Delegation hat am 29. April 1983 in der Gemischten schweizerisch-italienischen Kommission eine Erklärung hinsichtlich der Herabsetzung der Fristen für die Niederlassungsbewilligung und den Familiennachzug der italienischen Arbeitnehmer in der Schweiz zu Protokoll gegeben. Der Motionär verlangt, dass die dadurch erfolgte Revision des Auswanderungsabkommens mit Italien aus dem Jahr 1964 den eidgenössischen Räten nach Artikel 89 Absatz 4 BV zur Genehmigung unterbreitet wird.
Das Abkommen aus dem Jahr 1964 wurde bereits vom Parlament genehmigt. Dieser Entscheid ist endgültig und wird vom Motionär nicht zur Diskussion gestellt.
Soweit es sich um die am 29. April 1983 protokollierten Erklärungen handelt, weist der Bundesrat darauf hin, dass er die Absicht hatte, die erwähnten Fristen im Rahmen der Gemischten Kommission herabzusetzen, und dass er nach bestehender Praxis zuständig ist, solche Erklärungen abzu- geben. Es geht dabei um Massnahmen, die teilweise die innerstaatlichen Vorschriften über die Zulassung von aus- ländischen Arbeitnehmern berühren. Solche Fragen werden laufend in einer Gemischten Kommission behandelt. Der Bundesrat hat von dieser Möglichkeit denn auch wiederholt Gebrauch gemacht, insbesondere im Rahmen von Gemisch- ten Kommissionen wie beispielsweise mit der Bundesrepu- blik Deutschland, Österreich, Spanien, Frankreich und Ita- lien.
Artikel 89 Absatz 4 BV kann deshalb im vorliegenden Fall nicht angewendet werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat empfiehlt, die Motion abzulehnen.
Meier-Zürich: Mit meiner Motion verlange ich, dass die von der schweizerischen Delegation in Rom akzeptierte Verkür- zung der Fristen zum Erhalt der Niederlassung von zehn auf fünf Jahre und des Familiennachzuges von 15 auf 12 Monate beiden Räten zur Genehmigung vorgelegt wird.
Der Bundesrat weist in seiner ablehnenden Stellungnahme darauf hin, dass er Antrag stellte, die Fristen im Rahmen der Gemischten Kommission herabzusetzen, und dass er allein ermächtigt sei, solche Erklärungen abzugeben. Ich muss in diesem Zusammenhang ein weiteres Mal feststellen, dass der Bundesrat in eigener Kompetenz Fakten schafft, deren Folgeerscheinungen bzw. Folgekosten das ganze Volk zu tragen hat. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die Hereinnahme von 1000 Polen aus Österreich und bald 10 000 Südostasiaten aus dem mit über 16 Millionen Tonnen amerikanischer Bomben zerstörten Vietnam und Kambod- scha. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass der Bundesrat die Auswirkungen dieses verhängnisvollen Abkommens mit Italien stets verniedlicht. So hat zum Beispiel der Bundesrat in seiner Beantwortung einer NA-Petition (37 000 Unter- schriften) am 28. Dezember 1965 festgestellt, dass 80 Pro- zent der zugereisten Arbeitskräfte im Zeitraum von vier Jahren die Schweiz freiwillig wieder verlassen und dass auch die restlichen 20 Prozent zum grössten Teil vor Ablauf der Zehnjahresfrist wieder ausreisen werden. «Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte, die in den vergangenen Jahren in den Genuss der Niederlassungsbewilligung gelangten, hielt sich sehr in vernünftigen Grenzen.» Das war die Pro- gnose des Bundesrates vor 18 Jahren.
Dass die Realität jedoch ganz anders aussieht, haben Sie, Herr Bundesrat Friedrich, während dieser Session selbst bestätigt, indem Sie feststellten, dass über 90 Prozent der italienischen Staatsangehörigen in der Schweiz im Besitz der Niederlassungsbewilligung sind. Es handelt sich um eine Grössenordnung von über 500 000 Personen. Bezug- nehmend auf diese Tatsachen beantrage ich, dass die am 29. April 1982 in Rom zu Protokoll gegebenen Revisionen des Staatsvertrages mit Italien beiden Räten zur Genehmi- gung unterbreitet werden.
232 - N
15 décembre 1983 N
1842
Motion Aubry
Bundesrat Friedrich: Auch Herr Meier-Zürich hat nicht bestritten, dass der Bundesrat für die abgegebene Erklärung grundsätzlich kompetent war. Kompetent heisst nach schweizerischem Staatsrecht: Recht und Pflicht. Wir haben also nicht nur das Recht, das zu tun, sondern auch die Pflicht. Das schliesst aus, dass wir diese Kompetenz einer anderen Behörde übertragen. Wir können also nicht die Bundesversammlung dafür einsetzen. Daher bitte ich Sie, die Motion Meier abzulehnen.
Abstimmung - Vote Für Überweisung der Motion Dagegen
5 Stimmen 57 Stimmen
83.451 Motion Aubry Berner Jura. Schutzmassnahmen Jura bernois. Mesures de protection
Wortlaut der Motion vom 8. Juni 1983 Der Bundesrat wird eingeladen,
dem Parlament zum Schutz des Staates schärfere Straf- bestimmungen zu unterbreiten;
zu prüfen, ob es nicht angezeigt wäre, die Bundesrechts- pflege so zu ändern, dass das Bundesgericht direkt angeru- fen werden kann;
zu prüfen, wie der Kanton Jura für die Schäden verant- wortlich gemacht werden könnte, die aufgrund seiner Auf- rufe zur Einheit und zur Wiedervereinigung von unbekann- ten oder nicht zahlungsfähigen Tätern verursacht werden.
Texte de la motion du 8 juin 1983 Le Conseil fédéral est invité à
soumettre aux Chambres fédérales des dispositions pénales renforcées sur la protection de l'Etat;
examiner l'opportunité de modifier la procédure fédérale afin de permettre un recours immédiat au Tribunal fédéral;
examiner de quelle manière l'Etat jurassien pourrait être rendu responsable des dommages résultant des appels à l'unité et à la réunification qu'il lance et dont les auteurs sont inconnus ou insolvables.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Bacciarini, Bas- ler, Cevey, Fischer-Hägglingen, Frey-Neuchâtel, Graf, Jean- neret, Kohler Raoul, Loetscher, Loretan, Massy, Müller- Scharnachtal, Ogi, Roth, Schüle, Soldini, Teuscher (18)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Le 10 juin 1982, le Conseil fédéral a répondu à une motion que nous avions déposée le 19 juin 1980 et qui demandait une garantie fédérale du territoire des cantons. Nous avons pu nous rallier à la transformation de notre motion en postulat, proposée par le Conseil fédéral, car il nous sem- blait que le Jura bernois entrait alors dans une période d'accalmie.
Or, depuis les élections municipales de décembre 1982, qui ont vu apparaître une légère majorité séparatiste au Conseil de Ville de Moutier, le Jura bernois est à nouveau l'objet d'agressions verbales appuyées par les déclarations des membres de l'Exécutif du canton du Jura. La situation de la population des trois districts bernois semble actuellement sans issue, en dépit de la détermination affichée par toute la population restée bernoise après les plébiscites. L'on s'ima- gine mal dans le reste de la Suisse quelles sont les pressions morales subies par la population de nos trois districts. La perpétuation d'un tel climat constitue un danger pour la paix confédérale.
Les déclarations du Conseil fédéral, en réponse à notre motion, et du Gouvernement bernois ne suffisent plus à normaliser la situation cinq ans après la création du canton du Jura.
Les trois propositions qui font l'objet de la motion s'expli- quent comme suit:
Le procureur de la Confédération devrait pouvoir interve- nir lorsque des déclarations menaçant l'intégrité territoriale d'un canton sont prononcées. Nous pensons aux discours et aux déclarations qui sont faits par des membres de l'Exécutif cantonal par lesquels ils revendiquent les terri- toires d'un autre canton ou lancent des appels à la réunifica- tion.
Sans modifier la clause de police qui suppose une menace directe et imminente (ATF 103 la 310), il convien- drait d'examiner l'opportunité de modifier la procédure fédérale afin de permettre de former un recours immédiat au Tribunal fédéral.
Il serait nécessaire d'étudier une solution qui permette de rendre responsable l'Etat jurassien des dommages consécu- tifs aux événements et conflits qui découlent des appels à l'unité et à la réunification des autorités jurassiennes et d'autres appels tendant au même but. Cette responsabilité serait engagée lorsque des auteurs de déprédations com- mises sur le territoire bernois demeurent inconnus ou sont insolvables (exemples: colorant dans les piscines de Berne ou brûlures au gazon du stade de Wankdorf).
Nous faisons ces propositions impératives eu égard à la Fête des mouvements de lutte qui doit avoir lieu les 23, 24 et 25 juin à Moutier. Cette nouvelle provocation ne contribue pas à la détente souhaitée par la population de notre région. Après trente années de lutte, la population du Jura bernois est en droit d'attendre du Conseil fédéral autre chose que des promesses sans cesse renouvelées qui n'ont pas apporté jusqu'ici l'apaisement auquel légitimement elle as- pire.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Le chiffre 1 de la motion demande le renforcement des dispositions pénales sur la protection de l'Etat. De l'avis du Conseil fédéral, un tel renforcement ne s'impose pas. Ce sont essentiellement les articles 265 CP (haute trahison), 275 CP (atteintes à l'ordre constitutionnel) et 275ter CP (groupements illicites) qui sont concernés. La réglemen- tation actuelle est d'autant plus suffisante que, depuis le 1er octobre 1982, elle est complétée et renforcée par un article 259 qui punit la provocation publique au crime et à la violence. Il est notoire que cette disposition était très contro- versée; nombreux étaient les opposants qui craignaient que le nouvel article ne conduise à un contrôle policier des opinions. On ne comprendrait dès lors pas que, maintenant, pour aller dans le sens de la motion, on veuille même pénaliser des déclarations de nature politique et faire du procureur général de la Confédération le censeur de cer- tains membres d'exécutifs cantonaux.
Les chiffres 2 et 3 de la motion invitent le Conseil fédéral à examiner des questions déterminées. Le simple examen d'une question ne peut cependant constituer l'objet d'une motion. L'article 29, 1er alinéa du Règlement du Conseil national ne laisse planer aucun doute à cet égard. Ces deux termes de la motion peuvent-ils alors être à la rigueur acceptés comme postulat au sens de l'article 29, 2º alinéa du règlement?
a. A lire le chiffre 3, il semble que la motionnaire envisage une procédure destinée à permettre, lorsqu'il s'agit de ques- tions d'ordre public, d'adresser un recours de droit public au Tribunal fédéral directement, donc sans avoir épuisé au préalable les instances cantonales de recours. Outre le fait qu'une telle nouveauté est contraire à l'exigence impérieuse qu'il y a de diminuer la surcharge du Tribunal fédéral, sa nécessité n'est au surplus nullement démontrée. Ensuite et surtout, il ne convient pas que, par le biais de mesures prises
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Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
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Datum 15.12.1983 - 08:00
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