Verwaltungsbehörden 07.10.1983 83.324
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Postulat Darbellay
1511
Oktober 1983 N
Que l'interdiction de principe du parcage sur les trottoirs figure expressément dans l'OCR;
Que les exceptions à ce principe ne soient admises que dans les cas explicitement prévus et moyennant une signali- sation spéciale (de la même façon qu'à l'art. 41, 1er al., let. a OCR);
Que l'article 41, 1er alinéa, lettre b, OCR soit purement et simplement biffé.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aregger, Auer, Bircher, Darbellay, Meier Kaspar, Petitpierre, Ribi, Spreng, Steineg- ger
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Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Verordnung über Strassenverkehrsregeln (VRV) gestat- tet das Trottoirparkieren unter der Voraussetzung, dass dem Fussgänger ein Raum von 1,5 Meter Breite zur Verfügung bleibt. Mehrspurigen Fahrzeugen von mehr als 1 Meter Breite ist das Parkieren auf Trottoirs ausserdem nur erlaubt in Strassen von maximal 6 Metern Fahrbahnbreite (Art. 41 Abs. 1 Lit. b).
Im Gefolge der Motorisierungswelle ist das Trottoirparkieren eine so weit verbreitete Gewohnheit geworden, dass ihre nachteiligen Auswirkungen nicht mehr zu übersehen sind. Sie äussern sich auf verschiedenen Ebenen:
Oft wird der gesetzlich vorgeschriebene Abstand von 1,5 Meter zugunsten der Fussgänger nicht eingehalten; ein Verstoss, welcher der mangelnden Kontrollen wegen zum Kavaliersdelikt geworden ist. Die Regelung, dass das Parkie- ren auf Trottoirs nur in Strassen von weniger als 6 Metern Fahrbreite zugelassen wird, ist weitgehend unbekannt - selbst bei der Polizei. Man kann sich aber auch auf den Standpunkt stellen, dass dieser Abstand von 1,5 Meter zu eng ist und die Bewegungsfreiheit des Fussgängers, die in den letzten Jahren ohnehin immer geringer geworden ist, zu stark einschränkt. Man denke etwa an Mütter mit Kinderwa- gen und einem weiteren Kind neben sich, an die zu Gänse- marsch angehaltenen Spaziergängergruppen, an Behin- derte (Sehbehinderte mit weissem Stock, Rollstuhlbe- nützer).
Das Trottoirparkieren läuft dem Anliegen der Verkehrssi- cherheit zuwider, macht es doch das Verkehrsgeschehen sowohl für Strassen- als auch für Trottoirbenutzer unübersichtlich (Kinder, Velofahrer).
Die Duldung des Parkierens auf Trottoirs widerspricht im übrigen den Bemühungen, die Ortskerne durch Reduktion der Parkfläche möglichst autofrei zu halten und eine Verla- gerung des Verkehrs auf die öffentlichen Transportmittel zu erzielen.
Der einfachste und wirksamste Weg ist die Statuierung eines ausdrücklichen, generellen Verbotes, auf Trottoirs zu parkieren, wobei Ausnahmen nur zulässig wären, wenn sie ausdrücklich in der Verordnung vorgesehen und entspre- chend signalisiert sind. Ausnahmen könnten gemacht wer- den für Behindertenfahrzeuge, Behinderten-Transportinsti- tutionen, Güterumschläge, Velos.
Unabdingbar ist die Streichung von Artikel 41 Absatz 1 Lit. b VRV, der die Ausnahme zur Regel macht und damit die Bewegungsfreiheit des Fussgängers unannehmbar ein- schränkt. Die Streichung wird auch befürwortet vom Schweizerischen Städteverband und von der Konferenz der städtischen Polizeidirektoren, die in einer gemeinsamen Eingabe an das EJPD ein allgemeines Verbot, auf Trottoirs zu parkieren, verlangt haben.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
83.324 Postulat Darbellay Arbeitskonflikte. Verfahren Conflits du travail. Procédure
Wortlaut des Postulates vom 2. Februar 1983
Der Bundesrat wird eingeladen, eine Änderung von Artikel 343 Absatz 2 des Obligationenrechtes zu unterbreiten, wo- nach:
der Streitwert bei Streitigkeiten, für die die Kantone ein einfaches und rasches Verfahren vorzusehen haben, wesentlich erhöht wird;
der Bundesrat die Kompetenz erhält, diesen Betrag regel- mässig der Lohnentwicklung anzupassen.
Texte du postulat du 2 février 1983
Le Conseil fédéral est invité à proposer une modification de l'article 343, 2ª alinéa, du code des obligations tendant:
A relever d'une manière substantielle le montant des litiges que les cantons sont tenus de soumettre à une procédure simple et rapide;
A donner au Conseil fédéral la compétence d'adapter régulièrement ce montant à l'évolution des salaires.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Barras, Blunschy, de Chastonay, Deneys, Dirren, Dürr, Feigenwinter, Girard, Hug- genberger, Iten, Jaggi, Jelmini, Kaufmann, Koller Arnold, Meier Josi, Müller-Lucerne, Oehler, Petitpierre, Scherer, Segmüller, Vannay, Weber Leo (22)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Un bon nombre de conflits du travail interviennent au moment de la rupture du contrat. Sont alors souvent objets de litige le salaire dû durant le délai de congé, les vacances non encore prises et la part proportionnelle du treizième salaire.
En 1971, au moment de l'adoption de l'article 343, les 5000 francs prévus couvraient la plupart des litiges. Aujourd'hui, compte tenu de l'évolution générale des salaires nominaux, de l'augmentation des vacances et de la réalisation du treizième salaire dans de nombreuses branches économi- ques, les litiges d'un montant supérieur à 5000 francs deviennent de plus en plus nombreux.
Ils échappent alors au tribunaux de prud'hommes et la procédure n'est plus ni simple ni rapide ni bon marché. Il convient donc de réadapter le montant de 5000 francs à l'évolution indiquée ci-dessus en le portant, par exemple, à 12 000 francs; le Conseil fédéral devrait en outre recevoir la compétence d'adapter régulièrement ce montant à l'évolu- tion des conditions sociales, des salaires en particulier.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
Überwiesen - Transmis
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Postulat Darbellay Arbeitskonflikte. Verfahren Postulat Darbellay Conflits du travail. Procédure
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Jahr
1983
Année
Anno
Band
IV
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 83.324
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1983 - 08:00
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Data
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1511-1511
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