Verwaltungsbehörden 07.10.1983 83.446
20011832Vpb07.10.1983Originalquelle öffnen →
1501
Motion Robbiani
Die lineare Verlustbeteiligung über einen Einheitsabzug von 2 Rappen/Kilo Milch führt dazu, dass mittlere und kleinere Produzenten zu stark belastet und Grossproduzenten zu wenig belastet sind. Dieser Ausgleich wurde bis heute ledig- lich durch die rückbehaltfreie Menge von 8000 Kilo im Talgebiet und 20 000 Kilo im Berggebiet auf völlig ungenü- gende und kaum ins Gewicht fallende Art und Weise berück- sichtigt.
Eine produktionskostengerechtere Skala könnte wie folgt aussehen:
Produktionskostengerechter Rückbehalt
Rückbehalt pro Kilo
Ablieferungsmenge Ackerbau- gebiet
Graswirtschafts- gebiet
80 bis 100 000
2 Rappen
2 Rappen
100 bis 120 000
3 Rappen
2 Rappen
120 bis 140 000
4 Rappen
2 Rappen
140 bis 160 000
5 Rappen
3 Rappen
160 bis 170 000
6 Rappen
4 Rappen
170 bis 180 000
7 Rappen
5 Rappen
180 bis 190 000
8 Rappen
6 Rappen
190 bis 200 000
9 Rappen
7 Rappen
200 bis 205 000
10 Rappen
8 Rappen
205 bis 210 000
11 Rappen
9 Rappen
210 bis 215 000
12 Rappen
10 Rappen
215 bis 220 000
12 Rappen
11 Rappen
über 220 000
12 Rappen
12 Rappen
Die durch diese Neubelastung freiwerdenden Mittel sind voll für die Verbesserung des Milchpreises für Produzenten mit weniger als 80 000 Kilo Ablieferungsmenge einzusetzen. Für den Konsumenten oder für den Bund soll aus dieser pro- gressiven Belastung kein finanzieller Vor- oder Nachteil entstehen.
Falls die Verwerterverluste eine stärkere Produzentenbeteili- gung notwendig machen, wäre diese gleichmässig auf allen Stufen hinzuzuaddieren.
Mit dieser Mehrbelastung besteht die Möglichkeit, dass sich Grossproduzenten durch freiwillige Selbstbeschränkung auf die bestehende Milch-Produktionsmenge an der uner- hörten Jagd nach Pachtland nicht mehr beteiligen. Dadurch könnte erreicht werden, dass Wettbewerbsverzerrungen nicht mehr mit öffentlichen Mitteln gefördert werden.
Grossbetriebe, die während der letzten zehn Jahre verbes- sert wurden und eine sehr hohe hypothekarische Belastung aufweisen, die bei der neuen Verlustbeteiligung nicht mehr tragbar wäre, können mit Hilfe des bestehenden Bundesge- setzes über Investitionskredite und Betriebshilfe durch Gewährung zinsfreier Betriebshilfedarlehen bis zum Budgetausgleich unterstützt werden.
Die Einführung eines gestaffelten Rückbehaltes wurde anlässlich der letzten grösseren Revision des Michwirt- schaftsbeschlusses vom Bundesamt für Landwirtschaft als Variante vorgeschlagen. Die Schweizerische Arbeitsgemein- schaft für die Bergbevölkerung setzte sich schon damals für eine progressive Staffelung nach Ablieferungsmenge ein. Inzwischen hat die starre Milchkontingentierung dazu geführt, dass Produzenten mit hohen Kontingenten viel mehr Bundesmittel erhalten als Betriebe mit mittleren und kleineren Kontingenten. Eine zeitgemässere und produk- tionskostengerechtere Belastung ist unbedingt notwendig, damit der mittlere und kleinere Familienbetrieb weiter exi- stieren kann.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Die Motion befasst sich mit einer nach Ablieferungsmengen zusätzlich gestaffelten Produzentenbeteiligung an den Ver- wertungsverlusten der Milchrechnung. Es handelt sich somit um eine Sonderform einer allgemeinen Milchpreisdif- ferenzierung. Die diesbezüglichen Probleme wurden bereits verschiedentlich behandelt. Wir erwähnen die vom National- rat abgelehnte Motion 80.403 «Milchpreis» sowie die in Postulate umgewandelten Motionen 80.316 «Milchüberliefe-
rungen», 80.517 «Agrarprodukte. Preisdifferenzierung» und 80.938 «Agrarpolitik. Abgestufte Preise».
In der Antwort auf die Interpellation 81.371 «Differenzierte Agrarpreise» wurde auch auf die komplexen Zusammen- hänge hingewiesen und grundsätzlich der Meinung Aus- druck gegeben, die Erhaltung einer gesunden und lei- stungsfähigen Landwirtschaft sollte wenn immer möglich durch gezielte Massnahmen (Grundlagenverbesserung, Ausgleichszahlungen zugunsten benachteiligter Gebiete), nicht aber durch differenzierte Preise erreicht werden.
Im besonderen sei auch festgehalten, dass ohne Mehrauf- wand des Bundes eine Entlastung der mittleren Betriebe kaum möglich ist und durch die geltende Freimengenrege- lung Betriebe mit Ablieferungen bis 8000 Kilo (Talgebiet) bzw. bis 20 000 Kilo (voralpine Hügelzone und Berggebiet) keinen Kostenanteil zu tragen haben.
Angesichts der vielen offenen Fragen kann der Vorstoss nicht in der vorliegenden Form angenommen werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
83.446
Mozione Robbiani Krise der Stahlindustrie Crise de la sidérurgie Crisi del settore siderurgico
Testo della mozione dell'8 giugno 1983
Il settore siderurgico svizzero è in crisi. La Monteforno di Bodio intende sopprimere 170 posti di lavoro. Il piano di risanamento aziendale prevede di ridurre le maestranze da 800 a 500. La Valmoesa di San Vittore (Grigioni) è in via di smantellamento. La casa-madre, la Von Roll di Gerlafingen, è in difficoltà per il rallentamento dell'attività dell'edilizia e del genio civile e per la concorrenza sul mercato europeo della siderurgia.
Il Consiglio federale è invitato a presentare un rapporto sullo stato dell'industria siderurgica svizzera e sulle possibi- lità d'intervento pubblico per garantire la produzione, le esportazioni e l'impiego.
Quale misura urgente, il Consiglio federale emana delle disposizioni affinché i «tondini» per le opere di cemento armato delle aziende pubbliche (FFS, PTT e dipartimento militare) vengano ordinati presso la Monteforno.
Questa misura dovrebbe evitare il licenziamento in massa, e permettere all'azienda di ristrutturarsi, differen- ziare la produzione, ed eliminare la dipendenza deficitaria dalla filiale americana Njsco.
Un'ordinazione speciale potrebbe essere giustificata nel quadro delle opere di protezione civile. Stando al rapporto intermedio sullo stato della protezione civile, in Ticino manca il 52 per cento dei posti protetti nei rifugi antiatomici, notoriamente costruiti in cemento armato (la media svizzera è del 26 per cento, e 12 cantoni sono sotto la media). I «tondini» potrebbero benissimo venire «stockati» in attesa della costruzione dei rifugi pubblici di protezione civile.
Per Bodio, la regione della Leventina e delle Tre Valli, nell'attesa di nuovi insediamenti industriali, la Confedera- zione, in collaborazione con il cantone e i partners sociali, dispone un piano di intervento per garantire il pieno
189 - N
Motion Robbiani
1502
N
7 octobre 1983
impiego, con misure di reciclaggio professionale se neces- sario.
Wortlaut der Motion vom 8. Juni 1983
Die schweizerische Stahlindustrie befindet sich in der Krise. Die Monteforno in Bodio will 170 Arbeitsplätze abbauen. Nach dem Sanierungsplan der Firma soll die Belegschaft von 800 auf 500 Personen reduziert werden. Die Valmoesa in San Vittore (GR) wird abgerissen. Das Mutterunternehmen, die Von Roll in Gerlafingen, befindet sich wegen der rück- läufigen Tätigkeit im Hoch- und Tiefbau und wegen der Konkurrenz auf dem europäischen Stahlmarkt in Schwierig- keiten.
Der Bundesrat wird ersucht, über die Situation in der schweizerischen Stahlindustrie und über die Interventions- möglichkeiten der öffentlichen Hand zur Sicherung von Produktion, Ausfuhr und Beschäftigung einen Bericht vor- zulegen.
Als Sofortmassnahme erlässt der Bundesrat Vorschriften, damit der Betonstahl für die Bauten der öffentlichen Betriebe (SBB, PTT, Militärdepartement) bei der Monteforno bestellt wird.
Diese Massnahme soll Massenentlassungen verhindern und dem Unternehmen ermöglichen, sich zu restrukturie- ren, die Produktion zu differenzieren und die defizitäre Abhängigkeit von der amerikanischen Tochterfirma Njsco zu beseitigen.
Ein Sonderauftrag liesse sich im Zusammenhang mit den Zivilschutzbauten rechtfertigen. Nach dem Zwischenbericht zum Stand des Zivilschutzes fehlen im Tessin 52 Prozent der Schutzplätze (das schweizerische Mittel beträgt 26 Prozent, zwölf Kantone liegen unter diesem Mittel). Die Schutzräume werden bekanntlich aus Eisenbeton gebaut. Es wäre ein leichtes, den Armierungsstahl bis zum Bau der öffentlichen Zivilschutzräume zu lagern.
Der Bund erstellt zusammen mit dem Kanton und den Sozialpartnern für Bodio und die Region der Leventina und der Tre Valli einen Interventionsplan, um, wenn nötig, mit Massnahmen zur beruflichen Umschulung die Vollbeschäf- tigung zu sichern, bis sich neue Industrie ansiedelt.
Texte de la motion du 8 juin 1983
Le secteur de la sidérurgie est en crise dans notre pays. La société Monteforno, à Bodio, a l'intention de supprimer 170 postes de travail. Le plan d'assainissement de l'entreprise prévoit une réduction du personnel de 800 à 500 unités. La Valmoesa à San Vittore (Grisons) est en voie de démantèle- ment. La maison mère, Von Roll à Gerlafingen, éprouve des difficultés à cause du ralentissement de l'activité dans la construction et le génie civil, et en raison de la concurrence sur le marché européen de la sidérurgie.
Le Conseil fédéral est invité à présenter un rapport sur l'état de l'industrie sidérurgique suisse et sur les possibilités d'une intervention publique visant à garantir la production, les exportations et l'emploi.
Le Conseil fédéral édicte, en tant que mesure urgente, des dispositions permettant de commander à la Monteforno les ronds à béton destinés aux ouvrages en ciment armé des entreprises publiques (CFF, PTT et DMF).
Cette mesure devrait empêcher des licenciements en masse et permettre à l'entreprise de se réorganiser, de différencier la production et de ne plus dépendre de la situation déficitaire de sa succursale américaine, la Njsco.
Une commande spéciale pourrait se justifier dans le domaine de la protection civile. Selon le rapport intermé- diaire sur l'état de celle-ci, il manque au Tessin 52 pour cent des places protégées dans les abris antiatomiques, cons- truits comme on sait en ciment armé (la moyenne suisse est de 26 pour cent et douze cantons sont au-dessous de ce chiffre). On pourrait fort bien stocker les ronds à béton en attendant la construction des abris publics.
Pour Bodio, la Léventine et les trois vallées, dans l'attente · de nouvelles implantations industrielles, la Confédération
crée, avec la collaboration du canton et des partenaires sociaux, un plan d'intervention visant à garantir le plein emploi, assorti au besoin de mesures de recyclage profes- sionnel.
Mitunterzeichner - Cosignataires - Cofirmatori: Affolter, Ammann-San-Gallo, Baechtold, Bircher, Borel, Bratschi, Braunschweig, Bundi, Carobbio, Christinat, Crevoisier, Deneys, Eggli, Euler, Jaggi, Leuenberger, Meizoz, Morel, Morf, Muheim, Nauer, Neukomm, Ott, Pini, Rubi, Ruffy, Schmid, Stappung, Stich, Uchtenhagen, Vannay, Weber- Arbon, Zehnder, Ziegler-Genève (34)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Motivazioni scritta
La Monteforno di Bodio occupa, attualmente, 800 operai, tecnici e impiegati. Si tratta della più grossa azienda indu- striale ticinese. Errori di gestione, tra l'altro, la creazione negli Stati Uniti di una filiale (la Njsco) deficitaria, hanno determinato una situazione di instabilità permanente per la produzione, le vendite e i livelli occupazionali della Monte- forno.
Ritirata dalla Von Roll di Gerlafingen, si è proceduto a una razionalizzazione della gestione e a un rimodernamento degli impianti, puntando sulla produzione e sulla vendita di metalli speciali. La crisi che ha colpito il settore siderurgico europeo, che lavora al 50 per cento delle capacità produttive e non riesce a piazzare gli stock di prodotti finiti o semilavo- rati, ha aggiunto nuove difficoltà. La casa-madre Von Roll ha incaricato l'istituto specializzato Hayek di compiere una perizia. La stessa consiglia di sopprimere il settore acciai speciali, che occupa per l'appunto 170 persone. Si tratta di cittadini svizzeri e di immigrati domiciliati, taluni da 20 a 25 anni alle dipendenze della Monteforno. Per essi esistono insormontabili difficoltà di trovare un nuovo impiego in una regione (le Tre Valli) a struttura economica debole e minac- ciata.
Il piano di risanamento della Monteforno prevede addirittura l'eliminazione di 300 posti di lavoro. La crisi occupazionale dell'azienda e della regione è pertanto del tutto simile a quella che ha colpito la Saurer di Arbon, la Schindler di Schlieren e l'orologeria. Da fatto aziendale diventa pertanto politico. Da qui l'esigenza di un'analisi globale del settore siderurgico e di interventi urgenti, quali l'ordinazione di «tondini» per le opere di cemento armato delle aziende pubbliche e della confederazione (protezione civile). Una decisione politica del Consiglio federale e delle Camere potrebbe sostenere l'UFIAML e l'autorità cantonale nella ricerca a breve e a medio termine di soluzioni per garantire l'occupazione alla Monteforno e nella regione di Bodio.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Risposta scritta del Consiglio federale
Il Consiglio federale è cosciente della situazione critica nella quale si trova attualmente, in Svizzera, come in molti altri paesi, il settore siderurgico. Esso non ignora né le difficoltà contro le quali deve lottare al momento la Monteforno di Bodio, nè problemi che poserebbe la soppressione di nume- rosi posti di lavoro in questa acciaieria, viste le esigue possibilità d'occupazione nella regione.
Negli ultimi anni il Consiglio federale ha regolarmente riferito in merito alla situazione sul mercato siderurgico nei suoi rapporti concernenti la politica economica esterna. Esso è disposto ad estendere, se necessario, questo genere d'informazione, ma non ritiene opportuno elaborare uno studio particolare il quale rischierebbe d'essere rapida- mente superato, vista la costante evoluzione della situazione in tale settore. Inoltre occorre rammentare che la Commis- sione dei cartelli ha effettuato recentemente un'indagine sul mercato degli acciai d'armatura e ne ha pubblicato i risultati nel suo ultimo rapporto annuale.
e 3. In merito alle ordinazioni passate dall'amministra- zione federale e dalle sue aziende di regia alla Monteforno, il
Motion Humbel
1503
Consiglio federale sottolinea che in materia d'acquisti pub- blici e d'assegnazione di lavori di costruzione, l'Ufficio fede- rale delle costruzioni federali, la divisione dell'edilizia delle " PTT e la divisione dei lavori delle FFS devono attenersi alle disposizioni dell'ordinanza sugli acquisti dell'8 dicembre 1975 ed ai principi relativi alle aggiudicazioni contenuti nell'ordinanza sugli appalti del 31 marzo 1971. In ossequio a queste prescrizioni e segnatamente al principio della libera concorrenza, i servizi preposti all'esame degli appalti hanno già attualmente la facoltà di agire secondo dei criteri di politica regionale. Una direttiva dell'Ufficio delle costruzioni federali invita a ricorrere a tali considerazioni quando da un primo esame risulta che diverse offerte sono equivalenti.
Il Dipartimento federale delle finanze e il Dipartimento fede- rale dell'economia pubblica hanno parimenti emanato delle raccomandazioni in tal senso per l'attuazione dei provvedi- menti presi nel 1983 al fine di rafforzare l'economia svizzera. Il Consiglio federale è tuttavia del parere che non si dovreb- bero sopravvalutare gli effetti che la politica degli acquisti dei poteri pubblici può avere sulla situazione dell'impiego presso la Monteforno. All'uopo si deve pure tener conto della situazione dei produttori d'acciaio residenti in altre regioni del paese.
È vero che per quanto concerne la costruzioni della protezione civile il Ticino deve colmare un certo ritardo. Comunque, pur forzando il ritmo dei lavori di costruzione in questo settore, le ordinazioni supplementari di acciai d'ar- matura, di cui potrebbe beneficiare la Monteforno, non sarebbero sufficienti per influenzare in modo determinante la produzione e l'occupazione dell'acciaieria ticinese.
Il Consiglio federale ritiene che la politica regionale, fondata principalmente sulla legge federale del 28 giugno 1974 sull'aiuto agli investimenti nelle regioni montane (LIM) e sul decreto federale del 6 ottobre 1978 sugli aiuti finanziari completivi in favore delle regioni economicamente minac- ciate, offra alle autorità gli strumenti adatti - che le modifica- zioni recentemente proposte, nel quadro del secondo pac- chetto delle misure di rilancio economico 1983, dovrebbero migliorare ulteriormente - per condurre un'azione efficace in un'ottica a lungo termine.
La Confederazione si sforza in particolare, in collaborazione con le autorità cantonali, a favorire nel Ticino gli investi- menti di infrastrutture delle collettività pubbliche. A tale proposito essa ha già concesso un appoggio finanziario a 31 progetti infrastrutturali nella regione «Tre Valli».
Tale aiuto, accordato nell'ambito della LIM, corrisponde globalmente ad un importo di 6,3 milioni di franchi. Altri progetti sono attualmente in esame presso le autorità fede- rali.
Infine la Confederazione dispone, con il decreto federale sugli aiuti finanziari completivi in favore delle regioni econo- micamente minacciate, d'uno strumento che gli permette di promuovere la realizzazione di progetti dell'economia pri- vata nelle regioni economicamente più deboli del nostro paese. Biasca ed i comuni circostanti beneficiano diretta- mente di queste disposizioni. In detta regione tre progetti per un importo d'investimento globale di 45 milioni di fran- chi hanno già potuto usufruire d'un aiuto federale. Va inoltre rilevato che, sul piano privato, si sono recentemente intra- prese nuove attività, nel quadro dell'economia ticinese, le quali permettono di sperare che a medio termine sarà possi- bile rafforzare la situazione dell'industria in questo Cantone.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral
Dichiarazione scritta del Consiglio federale
Il Consiglio federale propone di trasformare la mozione Robbiani in postulato.
Überwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
83.501 Motion Humbel Exportrisikogarantie Garantie contre les risques à l'exportation
Wortlaut der Motion vom 22. Juni 1983
Der Bundesrat wird beauftragt, das Instrument der Exportri- sikogarantie (ERG) in folgendem Sinne neu auszugestalten - sei es unter Änderung der geltenden Verordnung oder nötigenfalls unter Vorlage einer Gesetzesänderung:
a. Die ERG versichert - zu international vergleichbaren Konditionen - das Wechselkursrisiko bei Kreditgeschäften in den Ländern, die einen Vertragsabschluss in US-Dollars oder in einer anderen international gängigen Handelswäh- rung verlangen.
b. Die Kursgewinne bei ERG-abgesicherten Fremdwäh- rungsgeschäften sind abzuschöpfen.
Texte de la motion du 22 juin 1983
Le Conseil fédéral est chargé de modifier la garantie contre les risques à l'exportation (GRE) - que ce soit en révisant l'ordonnance y relative ou en soumettant aux Chambres un projet de révision de la loi - pour ouvrir les possibilités suivantes:
a. La GRE couvre - à des conditions comparables à celles qui prévalent sur le plan international - les risques liés aux fluctuations de cours de change lors d'opérations à crédit effectuées dans les pays qui exigent qu'un contrat soit passé en dollars américains ou dans une autre monnaie d'usage courant dans les échanges commerciaux internationaux.
b. Les bénéfices réalisés sur le cours de change lors d'opé- rations en monnaie étrangère couvertes par la GRE doivent être absorbés.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bacciarini, Bürer-Walen- stadt, Cotti, Darbellay, Dirren, Dürr, Feigenwinter, Frei- Romanshorn, Hari, Huggenberger, Hunziker, Iten, Jung, Kel- ler, Koller Arnold, Kühne, Landolt, Müller-Luzern, Nussbau- mer, Oehler, Ogi, Pedrazzini, Risi-Schwyz, Rüttimann, Schärli, Schnider-Luzern, Segmüller, Spiess, Ziegler-Solo- thurn (29)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Zu Litera a. Die Schweizer Exporteure von Investitionsgü- tern sind auf dem internationalen Markt in vielen Fällen mit dem Problem konfrontiert, dass Kunden wichtiger Abneh- merländer den Schweizer Franken als Vertragswährung nicht akzeptieren. Verlangt werden vor allem Geschäftsab- schlüsse in Dollars. Die meisten staatlichen Exportkreditver- sicherungen in unseren Konkurrenzländern haben längst für ihre Exportindustrie die Möglichkeit geschaffen, die Währungsrisiken auch bei Kreditgeschäften zu günstigen Konditionen abzudecken (z.B. Hermes, Bundesrepublik Deutschland).
In der Schweiz ist im Kreditgeschäft eine Währungsabsiche- rung nur - und zum Teil beschränkt - über den Markt möglich. Zurzeit betragen diese Kosten beim Dollar etwa 5 bis 6 Prozent jährlich, was im umkämpften Weltmarkt ein kaum überwindbares Hindernis darstellt. Dadurch ist der Schweizer Exporteur erheblich im Nachteil.
Zu Litera b. Das Gesetz sieht langfristig eine ausgeglichene ERG-Rechnung vor. Unter diesem Aspekt ist, entgegen der bisherigen Regelung, die ERG so anzuwenden, dass diese nicht nur den Währungsverlust deckt, sondern bei den von ihr versicherten Geschäften auch die Währungsgewinne abschöpft.
Schlussbemerkung. Ein wichtiger Teil der Schweizer Wirt- schaft ist im langfristigen Investitionsgütersektor (öffentli- che Verkehrssysteme, Industrieanlagen, Kraftwerke usw.) tätig. Die damit verbundenen Auftrags- und Finanzierungsri-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Mozione Robbiani Krise der Stahlindustrie Mozione Robbiani Crise de la sidérurgie Mozione Robbiani Crisi del settore siderurgico
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
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Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1983
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
83.446
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1983 - 08:00
Date
Data
Seite
1501-1503
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