Verwaltungsbehörden 24.06.1983 83.316
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Postulat Zehnder
1006
83.316 Postulat Müller-Bern Treibstoffeinfuhr. Beschränkung Limitation du carburant à l'entrée
Wortlaut des Postulates vom 1. Februar 1983
Seit Jahren besteht ein EG-Gesetz, wonach bei der Einfahrt von Nutzfahrzeugen die Treibstoffmenge (Benzin oder Die- seltreibstoff) limitiert wird. Österreich kennt eine ähnliche Regelung.
In der Schweiz besteht eine Vorschrift für 400 Liter Höchst- menge. Diese Vorschrift wird praktisch nie kontrolliert und bringt de facto nichts ein.
Deshalb wird der Bundesrat ersucht, einen Bericht über die Möglichkeiten einer Verstärkung der in der Schweiz in Kraft stehenden Vorschrift zu überprüfen. Diese Verstärkung soll dazu führen, dass die Nutzfahrzeuge nicht weniger Treib- stoff aus der Schweiz ausführen können als sie einführen.
Texte du postulat du 1er février 1983
Il existe depuis des années une loi de la Communauté euro- péenne limitant la quantité de carburant (essence ou diesel) que peuvent transporter les véhicules utilitaires dans leurs réservoirs lors de leur entrée dans un pays membre. L'Autriche possède une réglementation semblable.
En Suisse, la règle autorise 400 litres au maximum. L'appli- cation de cette règle n'est cependant jamais contrôlée. Elle reste donc lettre morte.
C'est pourquoi le Conseil fédéral est prié d'étudier les moyens de renforcer l'application de la règle susdite. Il s'agirait en particulier de s'assurer que les véhicules utili- taires ne transportent pas moins de carburant à la sortie de Suisse qu'ils ne le font à l'entrée.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Deneys, Eggli, Merz, Morel, Neukomm, Reimann, Rubi, Stich (9)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit In der EG ist bei der Einfahrt von Nutzfahrzeugen die Treib- stoffmenge, gleichgültig ob es sich um Benzin oder Diesel- treibstoff handelt, wie folgt limitiert:
Cars = 50 Liter
Lastwagen, Lastenzüge, Sattelschlepper = 100 Liter Neuerdings hat Frankreich die Limite auf 200 Liter angeho- ben. Dagegen beschränkt Österreich die Freimenge auf 30 Liter. Erkundigungen ergaben, dass die Kontrolle dieser Begrenzungen keine wesentlichen Probleme beim Grenz- übertritt verursachen.
Demgegenüber schreibt die Schweiz eine Höchstmenge von 400 Litern vor. Diese Vorschrift wird aber selten kon- trolliert. Viele Cars und Lastwagen kommen mit Tanks in unser Land, die 800 Liter und mehr fassen. Aber auch mit 400 Liter, also der bei uns zulässigen Höchstmenge, kann unser Land in jeder Richtung ohne aufzutanken durchquert werden. Ausländische Lastwagen, Lastenzüge und Cars können unsere Hauptstrassen, Autobahnen und Tunnels benützen, ohne etwas für die von ihnen verursachten Schä- den zu bezahlen. Zudem umgehen sie den Zollzuschlag und die Grundzölle auf Treibstoffen vollständig.
Dazu kommt, dass viele schweizerische Lastwagen- und Carbesitzer Dieseltreibstoff im benachbarten Ausland tan- ken, wo dieser Treibstoff erheblich billiger ist als in der Schweiz und - auch im Gegensatz zu den Verhältnissen bei uns - eine erhebliche Differenz zwischen Benzin und Diesel besteht.
Die heute zulässigė Treibstoffmenge führt dazu, dass dem Bund erhebliche Einnahmen entgehen. Es ist unverständ- lich, dass man, angesichts der schlechten Finanzlage der Bundeskasse, nicht längst für Abhilfe gesorgt hat. Es
besteht kein Grund, dass wir uns zum Beispiel nicht den Vorschriften der EG hinsichtlich der zulässigen Treibstoff- menge bei Nutzfahrzeugen anschliessen. Das Argument, solche Limitierungen würden einen zu grossen Aufwand verursachen, der in keinem Verhältnis zum Ertrag stünde, ist in Anbetracht der zunehmenden Lawine von Nutzfahr- zeugen, die vor allem seit der Eröffnung des Gotthardstras- sentunnels unser Land durchquerren, kaum stichhaltig.
Schriftliche Erkärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis
83.374 Postulat Zehnder Bundeshaushalt. Kontenplan Budget de la Confédération. Plan comptable
Wortlaut des Postulates vom 16. März 1983
Der Bundesrat wird eingeladen, bei der bevorstehenden Modernisierung des Kontenplanes des Bundeshaushaltes darauf zu achten, dass inskünftig die Beiträge des Bundes an die Soziale Krankenversicherung der gleichen Rubrik zugewiesen werden wie die Bundesbeiträge an die AHV und die Invalidenversicherung. Das bisherige Konto «Bun- deseigene Sozialwerke» ist abzuändern in eine Rubrik «Sozialwerke».
Texte du postulat du 16 mars 1983
Le Conseil fédéral est prié de veiller, lors de la mise à jour prochaine du plan comptable de la Confédération, à attri- buer à l'avenir les montants versés par la Confédération aux caisses-maladie à la même rubrique que les prestations fédérales à l'AVS et à l'assurance-invalidité. Le compte inti- tulé jusqu'ici «Œuvres sociales de la Confédération» doit être appelé simplement «Œuvres sociales».
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Ammann- St. Gallen, Baechtold, Bircher, Bratschi, Braunschweig, Chopard, Eggenberg-Thun, Eggli, Euler, Gerwig, Gloor, Hubacher, Jaggi, Lang, Leuenberger, Longet, Mauch, Meier Werner, Morf, Muheim, Müller-Bern, Nauer, Neukomm, Ott, Reiniger, Rubi, Schmid, Uchtenhagen, Wagner (30)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Beiträge des Bundes zur Erleichterung der Solidarität in der AHV und IV, die Ausgaben für die Militärversicherung und die Beiträge des Bundes an die Kantone zur Erleichte- rung der Ergänzungsleistungen zu AHV und IV werden in einem Konto «Bundeseigene Sozialwerke» verbucht. Die Beiträge des Bundes zur Erleichterung der Solidarität in der Krankenversicherung hingegen werden dem Konto «Bun- desbeiträge» zugewiesen. Dies entbehrt jeder Logik.
Als «Subventionen» können bei der Sozialen Krankenversi- cherung höchstens die Bundesbeiträge an Wartgelder für Ärzte und der sogenannte Bergzuschlag bezeichnet wer- den. Sie machen zusammen etwa 2,5 Prozent des gesam- ten Beitrages des Bundes an die Krankenversicherung aus. Alle übrigen Beiträge des Bundes an die Krankenkassen sind mit gesetzlichen Auflagen verbunden, deren Kosten nicht oder nur in sehr beschränktem Umfang über die Prä- mien der Versicherten finanziert werden können. Auch bei den Beiträgen zur Ermässigung der Prämien bei Kindern wird man nicht behaupten können, der Bund subventioniere das Vorhandensein von Kindern.
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Postulat Müller-Bern Treibstoffeinfuhr. Beschränkung Postulat Müller-Bern Limitation du carburant à l'entrée
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Jahr
1983
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Band
III
Volume
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Sommersession
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Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
83.316
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 24.06.1983 - 08:00
Date
Data
Seite
1006-1006
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Ref. No
20 011 551
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