Verwaltungsbehörden 24.06.1983 83.412
20011544Vpb24.06.1983Originalquelle öffnen →
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Postulat Loretan
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Dichiarazione scritta del Consiglio federale Il Consiglio federale è disposto ad accettare il postulato. Überwiesen - Transmis
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce à un développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral Le Conseil fédéral est disposé à accepter le postulat.
Überwiesen - Transmis
83.362 Postulat Crevoisier Audiovisuelle Dokumente und Tondokumente. Ausleihdienst Documents sonores et audiovisuels. Service de prêts
Wortlaut des Postulates vom 10. März 1983
Dank dem Netz von Bibliotheken und Dokumentationszen- tren, das sich nach und nach gebildet hat, sind heute archi- vierte schriftliche Dokumente (Bücher, Zeitschriften, Zeitun- gen usw.) relativ leicht zugänglich.
Tondokumente und audiovisuelle Dokumentationsmittel hin- gegen - sie werden in der Schweiz vor allem vom Radio und vom Fernsehen produziert - stehen der Bevölkerung und Institutionen wie Schulen, Berufsverbänden, auf sozialem Gebiet tätigen Organisationen und politischen Vereinigun- gen, die solche Dokumente brauchen könnten, immer noch nicht zur Verfügung. Dies ist bedauerlich, denn Ton und Bild können in unserer Gesellschaft eine bedeutende und unentbehrliche erzieherische Rolle spielen.
Wir fordern deshalb, dass geprüft wird, ob nicht - insbeson- dere für Dokumente, die sich in den SRG-Archiven befinden - ein Ausleihdienst eingerichtet werden könnte. Es wird vor allem folgendes zu regeln sein: Autorenrechte, institutio- nelle und betriebliche Organisation, Kosten und Finanzie- rung.
Texte du postulat du 10 mars 1983
L'accès aux documents d'archives écrits (livres, revues, journaux, etc.) est aujourd'hui relativement aisé grâce au réseau de bibliothèques et de centres de documentation qui s'est progressivement mis en place.
En revanche, les documents sonores et audiovisuels, dont la radio et la télévision sont en Suisse les plus grands pro- ducteurs, restent inaccessibles au public et aux orga- nismes comme les écoles et les associations profession- nelles, sociales ou politiques qui pourraient en avoir besoin. C'est regrettable dans la mesure où le son et l'image peu- vent jouer, dans notre société, un rôle éducatif important et irremplaçable.
Nous demandons en conséquence que soit étudiée a créa- tion d'un service de prêts à partir notamment des archives de la SSR. Les points suivants devront en particulier être réglés: droits d'auteurs, organisations institutionnelle et fonctionnelle, coût et financement.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Auer, Bacciarini, Baech- told, Barchi, Bäumlin, Bonnard, Borel, Braunschweig, Bundi, Butty, Carobbio, Cavadini, de Chastonay, Cotti, Cou- chepin, Darbellay, Delamuraz, Deneys, Dirren, Eggenberg- Thoune, Euler, Forel, Frey-Neuchâtel, Gehler, Gerwig, Girard, Gloor, Günter, Herczog, Humbel, Jaeger, Jaggi, Jeanneret, Jelmini, Kohler Raoul, Lang, Leuenberger, Loet- scher, Longet, Magnin, Martin, Mascarin, Massy, Mauch, Meizoz, Morel, Morf, Muheim, Müller-Lucerne, Müller-Argo- vie, Nauer, Neukomm, Oester, Petitpierre, Pini, Reimann, Renschler, Robbiani, Rothen, Roy, Rubi, Ruffy, Teuscher, Vannay, Weber Monika, Weber-Arbon, Widmer, Wilhelm, Zbinden, Zehnder, Ziegler-Genève, Zwygart (72)
83.412 Postulat Loretan Nationales Forschungsprogramm «Die Zukunft der Städte» Programme national de recherche sur «L'avenir des villes»
Wortlaut des Postulates vom 17. März 1983
Der Bundesrat wird eingeladen zu prüfen, ob im Rahmen der nächsten Serie der nationalen Forschungsprogramme ein umfassendes Programm über «Die Zukunft der Städte» verwirklicht werden kann.
Ein solches Programm sollte folgende Problemkreise behandeln:
Wie entwickelt sich das schweizerische Stadtsystem - unter Einschluss der Agglomerationsgemeinden - in Zukunft? Wie entwickelten und entwickeln sich die einzel- nen Agglomerationen unseres Landes? Ist eine weitere Ver- schärfung der Disparitäten zwischen den verschiedenen Agglomerationen sowie zwischen Kernstädten und Agglo- merationsgemeinden zu erwarten?
Welche Wirkungen haben die Rahmenbedingungen auf die Entwicklung des Stadtsystems? Zu diesen Rahmenbe- dingungen gehören neben neuen demographischen, techni- schen und wirtschaftlichen Faktoren auch und vor allem die Massnahmen übergeordneter Gemeinwesen; d. h. Verfas- sungsbestimmungen, Gesetzgebung sowie Verordnungen von Bund und Kantonen.
Welchen Handlungsspielraum haben Städte und Agglo- merationsgemeinden überhaupt noch, um Konflikte zu lösen und eine eigene Politik durchzusetzen?
Welche politischen und verwaltungstechnischen Organi- sationsformen benötigen Kernstädte und Agglomerations- gemeinden, um die künftige Entwicklung zu meistern?
Texte du postulat du 17 mars 1983
Le Conseil fédéral est invité à examiner s'il est possible de réaliser à l'occasion de la prochaine série de programmes nationaux de recherche un vaste programme consacré à «L'avenir des villes».
Il devrait porter sur les problèmes suivants:
Comment les différentes agglomérations de notre pays se sont-elles développées? Et qu'en est-il aujourd'hui? Faut-il s'attendre à une aggravation des disparités entre les différentes agglomérations, ainsi qu'entre les villes-centres et les communes périphériques?
N 24 juin 1983
1001
Postulat Ott
dispositions constitutionnelles, législatives et réglemen- taires de la Confédération et des cantons.
Si tant est qu'elles en aient encore une, de quelle marge de manœuvre les villes et les communes périphériques dis- posent-elles pour résoudre les problèmes et mettre en œuvre une politique qui leur soit propre?
De quel type d'organisations politique et administrative les villes-centres et les communes périphériques ont-elles besoin pour contrôler leur développement futur?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Akeret, Ammann- Bern, Aregger, Basler, Bratschi, Braunschweig, Bremi, Can- tieni, Cevey, de Chastonay, Chopard, Darbellay, Delamuraz, Dupont, Eggenberg-Thun, Eggli, Flubacher, Frei-Romans- horn, Frey-Neuenburg, Geissbühler, Hofmann, Huggenber- ger, Jeanneret, Jost, Kopp, Landolt, Linder, Lüchinger, Mar- tin, Mauch, Meier Werner, Messmer, Muheim, Nef, Neu- komm, Petitpierre, Reimann, Rothen, Rubi, Schmid, Schwarz, Spiess, Steinegger, Stucky, Weber-Schwyz, Wid- mer, Wyss (48)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Städte und Agglomerationsgemeinden umfassen etwa zwei Drittel der Bevölkerung unseres Landes. Die Entwicklung der Städte und ihrer Agglomerationsgemeinden, d. h. des schweizerischen Stadtsystems, ist entscheidend für die künftige Entwicklung unseres Landes. Die Städte sind Ner- venzentren für die Schweiz, aber auch Mittelpunkte für regionale Einzugsgebiete. Auf die Agglomerationen entfällt ein beträchtlicher Anteil sowohl des öffentlichen wie des privaten Verkehrs.
Die Funktionstüchtigkeit des schweizerischen Stadtsy- stems ist heute bedroht. Die ungelösten Fragen mehren sich. Ungleichgewichte in nahezu allen Sachbereichen wie Finanzen, Bevölkerung, Boden und Bodennutzung, Kultur, Verkehr, Wohnbau, Entsorgung (Umweltschutz),.Wirtschaft, Aktivität des Bürgers, sind sowohl in den grössten wie auch in den kleinsten Kernstädten und Agglomerationsgemein- den feststellbar.
Die Städte sind gezwungen, kurzfristig zu handeln und gegen die Ungleichgewichte anzukämpfen. Für eine länger- fristige erfolgreiche Politik fehlen heute die nationalen und regionalen Grundlagen, die auch wissenschaftlich abge- stützt sind.
Bund, Kantone sowie Städte und Agglomerationsgemein- den sind dringend auf praxisnahe wissenschaftliche Erkenntnisse angewiesen, damit die Zukunft unseres Stadt- systems - und damit der urbanen Entwicklungszentren unseres Landes - erfolgreich gestaltet werden kann.
Bund und Kantone müssen in die Lage versetzt werden, die Auswirkungen ihrer Massnahmen auf die Entwicklung des Stadtsystems zu beurteilen. Städte und Agglomerationsge- meinden ihrerseits brauchen die nötigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Aufgabenerfüllung im Rahmen der Gemeindeautonomie.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis
83.396 Postulat Ott Flüchtlingspolitik. Initiative der Schweiz Politique des réfugiés. Initiative de la Suisse
Wortlaut des Postulats vom 16. März 1983
Heute leben auf der Welt über 20 Millionen Flüchtlinge. Für die Länder Westeuropas hat das Flüchtlingsproblem in jüngster Zeit eine neue Gestalt und neue Dimensionen angenommen: Es wird zusehends zu einem Drittwelt-Pro- blem. Unser Land ist durch diese Entwicklung stark betrof- fen. Wenn wir an unserer traditionellen humanitären und liberalen Asylpolitik festhalten wollen, müssen wir nach internationalen Lösungen des Problems Ausschau halten, denn dieses wird allein aus der nationalstaatlichen Perspek- tive längerfristig kaum mehr zu lösen sein.
Der Bundesrat wird darum eingeladen zu prüfen, ob die Schweiz nicht - entsprechend ihrer Tradition des Eintretens für Völkerrecht und für internationale Zusammenarbeit auf humanitärem Gebiet - eine internationale Initiative für eine kooperative Lösung des neuen Flüchtlingsproblems, insbe- sondere im westeuropäischen Rahmen, ergreifen könnte.
Texte du postulat du 16 mars 1983
On recense actuellement plus de 20 millions de réfugiés de par le monde. Depuis quelque temps, ce problème a pris, pour ce qui est des pays d'Europe occidentale, un tour nou- veau et plus d'ampleur. En effet, il est visiblement en passe de devenir un problème du tiers monde. Notre pays est for- tement touché par cette évolution. Or, si nous voulons conserver notre politique d'asile libérale et humanitaire fon- dée sur la tradition, nous devons rechercher des solutions au niveau international, car le problème des réfugiés ne pourra bientôt plus être résolu par des mesures prises sur le plan national uniquement.
C'est pourquoi le Conseil fédéral est invité à examiner s'il ne serait pas opportun que la Suisse prenne, conformé- ment à sa tradition de défense du droit des gens et de la coopération internationale sur le plan humanitaire, l'initiative de lancer un appel aux pays concernés, et notamment aux pays d'Europe occidentale, afin qu'ils se concertent pour rechercher une solution au problème des réfugiés, tel qu'il se pose aujourd'hui.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Akeret, Ammann- St. Gallen, Baechtold, Bircher, Blunschy, Bratschi, Braun- schweig, Bundi, Chopard, Eggenberg-Thun, Gerwig, Hub- acher, Meier Werner, Morf, Müller-Luzern, Müller-Bern, Nauer, Neukomm, Reiniger, Rubi, Ruffy, Schmid, Spiess, Uchtenhagen, Wagner, Zehnder (27)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die kürzliche Konferenz der kantonalen Polizeidirektoren wie auch die jüngsten öffentlichen Diskussionen zum Asyl- problem haben gezeigt, dass der Andrang von Flüchtlingen, insbesondere auch von solchen aus fremden Kulturberei- chen, beängstigende Ausmasse annimmt - beängstigend darum, weil daraus eine Verschlechterung der Stimmung im Volk gegenüber den Prinzipien unserer Asyltradition resul- tieren könnte. Die Unantastbarkeit dieser Tradition sollte aber ein Markstein sein auch auf unserem zukünftigen Weg. - In diesem Dilemma liegt eine, wenigstens teilweise, Inter- nationalisierung des Problems in unserem eigensten Inter- esse.
Unser Land hat schon wiederholt derartige Initiativen ergriffen und internationale Konferenzen einberufen, so zuletzt die Konferenz über die Zusatzprotokolle zum Genfer Kriegsvölkerrecht 1974 bis 1977. Eine neuerliche Initiative gerade der Schweiz im Dienste der Lösung einer neuartigen
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Loretan Nationales Forschungsprogramm «Die Zukunft der Städte» Postulat Loretan Programme national de recherche sur "L'avenir des villes"
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1983
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III
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Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
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15
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83.412
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Datum 24.06.1983 - 08:00
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