Verwaltungsbehörden 14.06.1983 82.068
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Forschungsanstalt und Veterinäramt Liebefeld
autrement nous pourrions courir au-devant de certaines surprises.
Eisenring: Ich wende mich weder gegen die Motion noch gegen das Postulat. Ich möchte aber der verfassungsrecht- lichen Grundsätzlichkeit halber auf folgendes hinweisen, was ich bereits in der Kommission - allerdings offenbar erfolglos - getan habe: Unter Ziffer 1 des Motionstextes heisst es «im Sinne des Verfassungsauftrages von Artikel 31bis Absatz 2». Um künftigen Missdeutungen vorzubeu- gen, möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich nicht um einen Verfassungsauftrag in Artikel 31bis Absatz 2 handelt, sondern lediglich um eine Kann-Vor- schrift. Ich sage das mit allem Nachdruck, weil ich mir klar darüber bin, dass in absehbarer Zeit wahrscheinlich auch noch andere Wirtschaftsgruppen unter diesem oder jenem Titel vom Bund gewisse Förderungsmassnahmen erwarten dürften. Der Kommissionspräsident ist andererseits zu belobigen, dass er in der Komission ausdrücklich dafür gesorgt hat, dass nicht auch noch Absatz 3, d.h. die Abweichung von der Handels- und Gewerbefreiheit, einbe- zogen wurde. In bezug auf Punkt 2 der Motion ist es meines Erachtens äusserst fraglich, ob das überhaupt motionsfähig ist. Ich überlasse es dem Ständerat, hier für die richtige Form zu sorgen. Die Präzisierung in bezug auf den Verfas- sungsauftrag jedoch wollte ich mit aller Deutlichkeit zum Ausdruck bringen.
Motion Überwiesen - Transmis
Postulat Überwiesen - Transmis
Abschreibung - Classement
Präsident: Es sind noch Motionen und Postulate gemäss Seite 1 der Botschaft abzuschreiben.
Motion 11.422 Strukturwandel im Detailhandel (N 7.3.73, Fischer-Bern; S 7. 12. 72)
Motion 11.424 Strukturwandel im Detailhandel (S 7. 12. 72, Munz; N 7. 3.73)
Postulat 79.429 Lebensmittel-Detailhandel (N 26.9.79, Fraktion der Schweizerischen Volkspartei)
Postulat zu 79.221 Strukturwandel im Lebensmitteldetail- handel (N 1. 6. 81, Kommission des Nationalrates)
Zustimmung - Adhésion
82.068
Forschungsanstalt und Veterinäramt Liebefeld. Zusatzkredite Station de recherche et Office vétérinaire à Liebefeld. Crédits supplémentaires
Botschaft und Beschlussentwurf vom 27. Oktober 1982 (BBI III, 721) Message et projet d'arrêté du 27 octobre 1982 (FF III, 701)
Beschluss des Ständerates vom 17. März 1983 Décision du Conseil des Etats du 17 mars 1983
Antrag der Kommission Eintreten und Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition de la commission Entrer en matière et adhérer à la décision du Conseil des Etats
Rutishauser, Berichterstatter: Unser Parlament hat im Frühjahr 1979 einem Kredit von 39,25 Millionen Franken für Neubauten im Liebefeld zugestimmt. Mit den Bauarbeiten wurde Mitte 1979 begonnen. Sie werden voraussichtlich 1984 abgeschlossen sein. Ende Oktober 1982 hat der Bun- desrat dem Parlament eine Botschaft unterbreitet, mit wel- cher ein teuerungsbedingter Zusatzkredit von 5,5 Millionen Franken verlangt wird. Bei einer Berechnung nach Zürcher Baukostenindex könnte man eine Teuerung bis Bauende von rund 9 Millionen Franken ermitteln. Dank der Tatsache, dass im Kostenvoranschlag ein Beitrag von 1,9 Millionen für Unvorhergesehenes enthalten war, konnten aufgrund neuer Erkenntnisse in bezug auf Energiesparmassnahmen und zusätzliche Brandschutzmassnahmen verschiedene Ver- besserungen gegenüber dem Projekt verwirklicht werden. So können zum Beispiel durch die Wärmerückgewinnung pro Jahr etwa 50 Tonnen Heizöl eingespart werden. Anläss- lich der Besichtigung konnte sich die Kommission überzeu- gen, dass eine zweckmässige und wirtschaftliche Anlage gebaut wurde, die den Bedürfnissen des Bundesamtes für Veterinärwesen und der Forschungsanstalt entspricht. Dank guter Zusammenarbeit konnte preisgünstig gebaut werden. Dank dieser günstigen Umstände muss nicht die gesamte errechnete Teuerung von voraussichtlich 9 Millio- nen beansprucht werden, obwohl gegenüber dem Projekt Verbesserungen im Betrage von rund 450 000 Franken aus- geführt wurden. Die Inbetriebnahme der Neubauten erfolgt gestaffelt zwischen Herbst 1982 und Frühling 1984. Ab die- sem Datum sind folgende Bundesinstitutionen im Liebefeld in zweckmässigen, neuen und renovierten Bauten unterge- bracht: die bisherige Forschungsanstalt für Milchwirtschaft, die ebenfalls bisherige Forschungsanstalt für Agrikulturche- mie und Umwelthygiene sowie neu das Bundesamt für Veterinärwesen.
Die einstimmige Kommission beantragt Ihnen, auf diese Vorlage einzutreten und den Entwurf des Bundesbeschlus- ses, wie er auf Seite 6 der Botschaft aufgeführt ist, anzu- nehmen.
M. Thévoz, rapporteur: Qu'il me soit permis de rappeler qu'un crédit d'ouvrage de 39 250 000 francs a été voté en mars 1979 en vue d'autoriser la construction de nouveaux bâtiments afin d'abriter, dans de meilleures conditions, les stations de recherches agronomiques de Liebefeld et d'y transférer l'Office vétérinaire fédéral dispersé en plusieurs endroits de la ville fédérale. Ce projet a été soumis à l'épo- que à un examen très critique. Ce dernier visait notamment à s'assurer que la place disponible dans d'autres stations similaires n'était pas d'une importance telle qu'elle per- mette de renoncer en tout ou partie à l'agrandissement et à la modernisation de Liebefeld.
Votre commission qui s'est rendue sur les lieux le 19 avril dernier a pu constater, avec satisfaction, que ce crédit est utilisé d'une manière aussi rationnelle que possible et que les stations en voie de modernisation seront à même de répondre pleinement aux buts qui leur ont été assignés. Il importe de souligner, à cet effet, que Liebefeld, bien loin de n'être qu'au seul service de la production agricole propre- ment dite a un rôle très important à jouer dans le contrôle de la qualité des denrées alimentaires, et notamment des produits laitiers et carnés mis sur le marché. La nouvelle station disposera dans ce but d'un ensemble de labora- toires ultra-modernes où l'automatisation et la rationalisa- tion seront poussées au maximum. Nous avons pu consta- ter que le personnel sera ainsi déchargé de nombres d'opé- rations répitives fastidieuses et que le rendement en sera grandement amélioré. Il sera ainsi possible de répondre à une demande fortement accrue en maintenant les effectifs actuels. Il faut dire aussi que la plus forte mise à contribu- tion des laboratoires des stations provient d'exigences sans cesse plus sévères tant du côté de la production que de celui de la consommation.
Si l'on ajoute à cela le fait que les études et les expériences poursuivies pour déterminer dans quelles mesures et à quelles conditions les terrains agricoles peuvent supporter
Investissements de capitaux. Traités
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N 14 juin 1983
sans dommage les boues rejetées par les stations d'épura- tion, on doit souligner que Liebefeld joue un rôle capital non seulement dans la protection du consommateur, mais aussi dans celui de l'environnement. Ce rappel en guise de pré- ambule me paraissait nécessaire avant d'aborder l'objet proprement dit du projet d'arrêté fédéral sur lequel nous allons nous prononcer.
Les travaux de construction ont donc commencé il y a qua- tre ans déjà et seront terminés en 1984. Le renchérisse- ment calculé d'après l'indice des coûts de la construction atteindra un montant de quelque 9 millions de francs. Une partie de ce montant a pu être absorbé grâce à des soumis- sions favorables et à des accomptes importants versés sans délai lors de la passation des commandes. Le crédit additionnel nécessaire pour permettre de parachever l'œuvre en cours de réalisation est ainsi limité à un montant de 5,5 millions de francs.
La commission unanime vous propose en conclusion d'adopter l'arrêté fédéral allouant ce crédit. J'ajoute que c'est également l'avis du groupe libéral.
Präsident: Die SP-, FdP- und SVP-Fraktionen teilen mit, dass sie dieser Vorlage zustimmen.
Bundesrat Furgler: Nach diesen Berichten von Herrn Kom- missionspräsident Rutishauser und Herrn Thévoz kann ich mich kurz fassen. Ich bin für die Aufnahme der Vorlage dankbar, gestatte mir lediglich, auf die Bedeutung der land- wirtschaftlichen Forschung in wenigen Sätzen hinzuweisen. Wir möchten die Grundlagenverbesserung unserer Land- wirtschaft mit diesen Anstalten fördern. Eines der Haupt- ziele ist die Steigerung der Leistungsfähigkeit. Die For- schung dient der landwirtschaftlichen Praxis; ihren hohen technischen und wirtschaftlichen Stand zu halten, ist unser Bestreben. Immer mehr dient die landwirtschaftliche For- schung gleichzeitig der Allgemeinheit. Ich verweise auf die Sicherung der Landesversorgung in der Perspektive einer weltweiten Verknappung von Lebens- und Futtermitteln; sie dient den Verbrauchern. Ich denke an die Verbesserung der Qualität der Produkte. Ich denke auch an den Umwelt- schutz. All das ist von entscheidender Bedeutung und hat das Parlament seinerzeit dazu geführt, den Projektkrediten beizupflichten.
Die zeitliche Verzögerung, die sich ergab, führte zu den soeben geschilderten Mehrkosten. Ich komme darauf nicht zu sprechen. Es wird ein rationelleres, betriebswirtschaftli- ches Verwalten und Tätigsein möglich, und dafür ist dieser Kredit nötig. Ich ersuche Sie um Zustimmung.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen
Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1 und 2 Titre et préambule, art. 1 et 2
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes
101 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
82.076 Kapitalinvestitionen. Abkommen Investissements de capitaux. Traités
Botschaft und Beschlussentwurf vom 17. November 1982 (BBI III, 1025) Message et projet d'arrêté du 17 novembre 1982 (FF III, 973)
Beschluss des Ständerates vom 17. März 1982 Décision du Conseil des Etats du 17 mars 1982
Antrag der Kommission
Eintreten und Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Proposition de la commission
Entrer en matière et adhérer à la décision du Conseil des Etats
Risi-Schwyz, Berichterstatter: Der Bundesrat beantragt die zweite Verlängerung der Geltungsdauer um zehn Jahre des Bundesbeschlusses vom 27. September 1963 betreffend den Abschluss von Abkommen über den Schutz und die Förderung von Kapitalinvestitionen.
Die Schweiz hat seit 1964, dem Jahr des Inkrafttretens des ursprünglichen Bundesbeschlusses, mit 23 afrikanischen, 7 asiatischen, 3 lateinamerikanischen und einem europäi- schen Land solche Abkommen geschlossen. Inhaltlich stim- men sie mit den in der Botschaft vom Jahre 1963 enthalte- nen Kriterien weitgehend überein, von denen ich die wich- tigsten in Erinnerung rufen möchte:
Solche Abkommen sollen nur mit Ländern geschlossen werden, die erstens eine gewisse stabile Wirtschaftslage aufweisen und zweitens den schweizerischen Investoren im Partnerland eine Behandlung gemäss Völkerrecht garantie- ren, namentlich was Enteignung- und Verstaatlichungs- massnahmen betrifft. Mit Ländern, die drittens den schwei- zerischen Investoren soweit als möglich diejenige Behand- lung zusichern, die den eigenen Staatsangehörigen gewährt oder - wenn das vorteilhafter ist - die den Investoren der meistbegünstigten Nation eingeräumt wird. Mit Ländern, die viertens Bestimmungen über den Transfer von Kapitalerträ- gen oder von Abgaben und anderen Zahlungen aus Lizenz- rechten sowie von Erlösen einer Kapitalliquidation einzuhal- ten gewillt sind, und die fünftens - neuerdings - eine Schiedsklausel zum Schutz der Investitionen zu akzeptieren bereit sind.
Erstmals enthält das Abkommen zwischen der Schweiz und Sri Lanka vom 23. September 1981, das Ihnen gerade heute in schriftlicher Form vorliegt, neben der üblichen Klausel über die Beilegung von Meinungsverschiedenheiten eine Bestimmung, die auf das internationale Zentrum zur Beile- gung von Investitionsstreitigkeiten verweist. Zweck dieses Zentrums ist, Staaten und ausländischen Investoren Ver- gleichs- und Schiedsrichtseinrichtungen zur Verfügung zu stellen.
Zur Bedeutung der Kapitalinvestitionen und ihre Schutzes für die Schweiz: Zu den wirtschaftlichen Aktivitäten eines Landes wie der Schweiz, also eines ausgesprochenen Exportlandes und bedeutenden Finanzplatzes, gehört selbstverständlich das Investieren in anderen Ländern, dies sowohl in Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern. Zu den Aufgaben einer Nation wie der unsrigen zählt - und dies nicht in unserem Interesse - der Einsatz industrieller Erfahrung, der Transfer technologischer Kenntnisse und die Schaffung von Kapitalbasen als Voraussetzung ökonomi- scher Betätigung. Dies zum Nutzen - so hoffen wir - der Empfängerländer wie auch zugunsten unseres Handels. Die Rechtsstellung eines Investors bedarf dabei eines gewissen Schutzes. Ziel und Zweck solcher Abkommen ist es, diesen Schutz weitmöglichst zu gewährleisten.
Die Schweiz steht betreffend private Direktinvestitionen weltweit an vierter Stelle nach den USA, Grossbritannien
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Forschungsanstalt und Veterinäramt Liebefeld. Zusatzkredite Station de recherche et Office vétérinaire à Liebefeld. Crédits supplémentaires
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1983
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Band
III
Volume
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Sommersession
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Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.068
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Numero dell'oggetto
Datum 14.06.1983 - 08:00
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