Verwaltungsbehörden 17.12.1982 82.531
20011047Vpb17.12.1982Originalquelle öffnen →
Postulat Carobbio
1790
N
17 décembre 1982
mis à l'étude sous les auspices de l'ONU à l'échelle mon- diale. La Suisse a participé activement à l'assemblée de l'ONU qui s'est tenue à Vienne et qui était consacrée à ce problème. Le Conseil fédéral est invité à examiner la manière dont la Confédération, en collaboration avec les cantons, les communes et les organisations privées, pourra adopter et appliquer les recommandations élaborées par la Conférence de Vienne et intitulées «Plan international d'action»; il est prié d'informer le conseil à ce sujet.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Bircher, Borel, Braunschweig, Christinat, Deneys, Eggli, Ganz, Gloor, Jaggi, Lang, Loetscher, Mauch, Merz, Morel, Morf, Nauer, Reimann, Reiniger, Renschler, Robbiani, Rubi, Ruffy, Schmid, Stich, Uchtenhagen, Weber-Arbon, Zehnder (28)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Der von der Weltversammlung für Altersfragen zu Handen der UNO-Generalversammlung verabschiedete internatio- nale Aktionsplan zur Alterspolitik, an dessen Ausarbeitung auch unser Land beteiligt war, ist als Katalysator für alters- politisches Handeln in den Nationen der Erde gedacht. In manchen Ländern sind bereits entsprechende, umfas- sende Aktionspläne auf nationaler Ebene, als Echo auf die Wiener Konferenz, in Vorbereitung.
Die Besonderheit des Wiener Zusammentreffens lag vor allem darin, dass hier eine neue Dimension des Problems klar ans Licht gestellt wurde: Über die traditionellen - nach wie vor sehr aktuellen - sozialpolitischen Aspekte der mate- riellen Altersfürsorge und -vorsorge hinaus wurden speziell die immateriellen, die kulturellen, moralischen, wertmässi- gen Aspekte der Frage betont. Auch diesbezüglich sind politische Schritte möglich, in erster Linie wohl Massnah- men zur besseren Integration der Betagten ins gesell- schaftliche Leben und in politische Entscheidungspro- zesse. Eine qualifizierte Mitbestimmung der alten Bevölke- rung in den sie betreffenden politischen Entscheiden ist anzustreben, denn Alterspolitik darf keine Bevormundung sein.
Derartige Gedanken, und überhaupt die ganze reiche Skala der Anregungen, die die Wiener Konferenz gebracht hat, verdienen es, auch in unserem Lande durchdacht und auf ihre Anwendbarkeit in unseren Verhältnissen geprüft zu werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis
82.513 Postulat Neukomm Hilfsmittel für Behinderte .. Qualität und Preise Moyens auxiliaires pour handicapés. Qualité et prix
Wortlaut des Postulates vom 23. September 1982 Der Bundesrat wird ersucht, die Qualität und Preise der Hilfsmittel für Behinderte einer dauernden Kontrolle unter- ziehen zu lassen.
Texte du postulat du 23 septembre 1982
Le Conseil fédéral est invité à ordonner un contrôle perma- nent sur la qualité et les prix des moyens auxiliaires pour handicapés.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Bäumlin, Bircher, Borel, Bratschi, Braunschweig, Bundi,
Eggenberg-Thun, Ganz, Gerwig, Hubacher, Jaggi, Leuen- berger, Longet, Mauch, Meier Werner, Meizoz, Merz, Morf, Nauer, Ott, Reiniger, Renschler, Riesen-Freiburg, Robbiani, Rubi, Ruffy, Uchtenhagen, Vannay, Zehnder, Ziegler-Genf. (31)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die staatlichen Sozialversicherungen (besonders die Invali- denversicherung und die AHV) und die Behinderten selber geben jährlich mehrere Millionen Franken für technische Hilfsmittel aus. Es läge im Interesse der Kosteneindäm- mung im Gesundheitswesen und des einzelnen Behinder- ten, wenn künftig Hilfsmittel für Behinderte vor ihrer Zulas- sung Funktions- und Sicherheitstests bestehen müssten und die Preise wirksam überprüft würden. Seit Jahrzehnten werden beispielsweise die Medikamente in unserem Land kontrolliert.
Das Angebot an Hilfsmitteln für Behinderte ist heute derart breit und verwirrend, dass ein Überblick für den Laien nicht mehr möglich ist. Laufende Untersuchungen und allenfalls Listen der registrierten Produkte könnten auch der für die wertvolle Tätigkeit der Schweizerischen Arbeitsgemein- schaft Hilfsmittelberatung für Behinderte und Betagte nütz- lich sein.
Ausländische Untersuchungen von privaten und staatlichen Konsumenteninstitutionen zeigen, dass im Bereich Hilfsmit- tel für Behinderte unbefriedigende Verhältnisse bestehen: So schnitten kürzlich in einem holländischen Test für Geh- hilfen, Greifarme, Badewannensitze und Strumpfanziehhil- fen von 20 erfassten Alltagshilfen nur sieben «zufriedenstel- lend» ab. Neun erhielten ein «mangelhaft» und drei sogar ein «sehr mangelhaft». Da die geprüften Hilfsmittel auch in anderen Ländern angeboten werden, veröffentlichte die deutsche staatliche Stiftung Warentest (Berlin) die Untersu- chungsergebnisse unter dem Titel «Skandal - Gefahr statt Hilfe», weil sich beispielsweise Badewannensitze verbogen oder zerbrachen usw.
Behinderte haben es sonst schwer genug und sollten nicht noch mit schlechten und zu teuren Apparaten, Geräten oder anderen Hilfsmitteln benachteiligt werden.
Auch bei den Hörapparaten und Rollstühlen, deren Preise sich um tausend Franken und mehr bewegen, gibt es erhebliche Qualitäts- und Preisunterschiede, die der Behin- derte nicht sachgerecht erkennen und beurteilen kann. Es wäre ferner abzuklären, ob nicht vermehrt durch ratio- nellen Einkauf der Hilfsmittel erhebliche Kosten eingespart werden könnten (über regionale und zentrale Stellen).
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
82.531 Postulat Carobbio Altersfragen. Bericht Problema degli anziani. Rapporto Problèmes du 3e âge. Rapport
Wortlaut des Postulates vom 29. September 1982
Die zunehmende Überalterung der schweizerischen Bevöl- kerung ist nunmehr eine Tatsache und wird sich in Zukunft aufgrund des Geburtenrückganges noch verstärken: Der Anteil der Personen über 65 Jahren wird voraussichtlich gegen das Jahr 2000 von 14 auf 30 Prozent steigen. Diese
1791 .
Postulat Müller-Aargau
Entwicklung hat ohne Zweifel grosse soziale und wirtschaft- liche Auswirkungen, denken wir nur an das Verhältnis zwi- schen den Beiträgen der erwerbstätigen Personen und den Leistungen auf dem Gebiet der Sozialen Sicherheit, oder an die Probleme der erforderlichen Umstrukturierung des Arbeitsmarktes. Die Probleme, die sich stellen werden, sind komplex und nicht leicht zu lösen. Darum muss man bereits jetzt damit beginnen, sie zu untersuchen, damit mögliche Lösungen besprochen und programmiert werden können. Der Bundesrat wird deshalb ersucht, zur Altersfrage und über die in den nächsten 25 Jahren in der Schweiz zu erwartende Entwicklung so bald als möglich einen Bericht vorzulegen. Er soll enthalten:
a. eine Untersuchung über die Entwicklung der Situation und über die Auswirkungen, die diese Entwicklung auf den Arbeitsmarkt und auf sozialer Ebene haben wird;
b. Vorschläge, auch alternativer Art, zur Bewältigung der Probleme, die sich aufgrund der Untersuchung nach dem Punkt a stellen.
Texte du postulat du 29 septembre 1982
Le vieillissement constant de la population suisse est désormais un fait reconnu. Ce phénomène s'accentuera encore à l'avenir par suite de la baisse de la natalité : on pré- voit que, vers l'an 2000, la proportion des personnes de plus de 65 ans passera de 14 (actuellement) à 30 pour cent de la population. Une telle tendance ne pourra qu'avoir des répercussions importantes de caractère social et économi- que. Il suffit de songer au rapport entre les cotisations des personnes actives et les prestations en matière de pré- voyance sociale, ou encore aux problèmes que posera la nécessaire restructuration du marché du travail. Questions complexes et difficiles à résoudre, mais qu'il convient dès maintenant de commencer à étudier, pour pouvoir en discu- ter et établir un programme permettant d'arriver à une solu- tion.
Le Conseil fédéral est donc prié de présenter le plus tôt possible un rapport sur le problème du 3e âge et les pers- pectives en Suisse au cours des vingt-cinq prochaines années. Ce rapport devra contenir:
a. Une analyse de l'évolution de la situation, ainsi que de ses conséquences sur le marché du travail et sur le plan social;
b. Des propositions, et même des solutions de rechange, permettant de faire face aux problèmes soulevés par l'ana- lyse de l'évolution qui figure sous lettre a.
Testo del postulato del 29 settembre 1982
Il costante invecchiamento della popolazione svizzera è ormai un dato di fatto. In futuro, in seguito alla caduta della natalità, il fenomeno si accentuerà: per le persone oltre i 65 anni si prevede verso l'anno 2000 che la percentuale di tale popolazione passerà dall'attuale 14 per cento al 30 per cento. Tali tendenze non potranno che avere ripercussioni importanti di carattere sociale ed economico. Basti pensare al rapporto fra contributi delle persone attive e prestazioni nel campo della previdenza sociale, o ancora ai problemi della necessaria ristrutturazione del mercato del lavoro. Problemi complessi e di non facile soluzione, ma problemi che occorre già sin d'ora cominciare a studiare per discu- tere e programmare le possibili soluzioni.
Il Consiglio federale è pregato di presentare, il più presto possibile, un rapporto sul problema della terza età e delle sue prospettive in Svizzera nei prossimi 25 anni, rapporto che preveda:
a. Un'analisi dell'evoluzione della situazione, delle sue con- seguenze sul mercato del lavoro e sul piano sociale;
b. Possibili proposte, anche alternative, per affrontare i pro- blemi posti dall'evoluzione analizzate al punto a.
Mitunterzeichner - Cosignataires - Cofirmatari: Baechtold, Christinat, Crevoisier, Dafflon, Forel, Gloor, Herczog, Loet- scher, Longet, Magnin, Mascarin, Meizoz, Robbiani, -Ruffy, Vannay (15)
Schriftliche Begründung - Motivazione scritta
L'autore rinunzia agli sviluppi e desidera una risposta scritta.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Risposta scritta del Consiglio federale Réponse écrite du Conseil fédéral Il Consiglio federale è disposto ad accettare il postulato.
Überwiesen - Transmis - Trasmesso
82.520 Postulat Müller-Aargau ETH. Technische Hilfsmittel Postulat Müller-Argovie EPF. Equipements techniques
Wortlaut des Postulates vom 27. September 1982
Der Bundesrat wird gebeten, Anschaffung, Benutzung, vor allem aber auch Liquidierung von Apparaten und Anlagen in den ETH Zürich und Lausanne überprüfen zu lassen und den eidgenössischen Räten darüber Bericht zu erstatten.
Texte du postulat du 27 septembre 1982
Le Conseil fédéral est invité à faire examiner l'acquisition, l'utilisation et surtout la liquidation d'appareils et d'équipe- ments des EPF de Zurich et de Lausanne. Il est prié de ren- dre compte des résultats de cet examen aux Chambres fédérales.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Alder, Biel, Bundi, Fischer-Hägglingen, Günter, Kloter, Lüchinger, Müller- Luzern, Nebiker, Oester, Schalcher, Schär, Schnyder-Bern, Widmer, Zwygart (15)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Es wird behauptet, dass alles, was für Naturwissenschaften und technische Wissenschaften an Arbeitsmitteln begrün- det oder scheinbar begründet werden kann, auch ange- schafft wird. Denn auf Hochschulstufe werden sich kaum Aufsichtsgremien oder Kommissionsmitglieder erlauben, Anschaffungen zu beanstanden. Wer möchte schon als Ignorant verschrieen werden.
Daher wird mit Recht vermutet, dass den Professoren und Institutleitern grosse Freiheit gegeben ist, auch nicht unbe- dingt Notwendiges zu beantragen. Werden solche teuren Anlagen nicht verwendet, so wird es leider kaum jemandem auffallen.
Wohin gelangen nicht mehr verwendete Gerätschaften? Wie steht es mit der offenen oder versteckten Liquidation? Wie steht es mit der Anschaffung und Magazinierung von Anlagen und Gerätschaften bei der Neubesetzung eines bisherigen Lehrstuhles?
Angesichts der Bestrebungen, die Mittel in Lehre und For- schung möglichst effizient einzusetzen - vor allem für die Betreuung der Studierenden - würde eine Expertise klä- rend wirken und könnte gleichzeitig eine heilsame Wirkung auslösen.
Die Kosten dieser Untersuchung werden ein Vielfaches an sinnvollen Einsparungen einbringen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates
Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Carobbio Altersfragen. Bericht Postulat Carobbio Problema degli anziani. Rapporto Problèmes du 3e âge. Rapport
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1982
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
82.531
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 17.12.1982 - 08:00
Date
Data
Seite
1790-1791
Page
Pagina
Ref. No
20 011 047
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
Programmgesteuerter Zugriff
API- und MCP-Zugriff mit Filtern nach Quellentyp, Region, Gericht, Rechtsgebiet, Artikel, Zitat, Sprache und Datum.