Verwaltungsbehörden 14.12.1982 .223
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Initiative parlementaire 1710 14 décembre 1982 Angst, womit schliesslich nur gesagt wird: Die Regierung soll richtig regieren, und das Parlament soll streng kontrol- lieren. Wollen wir das? Brauchen wir das? Nun zum Stichwort «Belastung des Verhältnisses zum Per- sonal»: Nach den Erfahrungen der letzten Jahre könnte der Verzicht auf die entbehrliche Festschreibung der Plafonie- rung einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, das Gespräch über die notwendigen Bewirtschaftungsmassnahmen - im Parlament und bei den Personalgewerkschaften - wieder zu versachlichen. Solche sachlichen Gespräche böten auch eine Grundlage, um die mit der Plafonierung verbundenen Nachteile abzubauen. Der Bundesrat hat sie in seiner Stel- lungnahme den allgemein besser bekannten und unbestrit- tenen Vorteilen gegenübergestellt. Ich erinnere noch einmal an die Probleme der langfristigen Geschäftsplanung und an die Verwirklichung jener Humanisierungsanliegen, an denen uns als guten Arbeitgebern auch liegen muss. Es wäre überdies ein folgenschwerer Irrtum, anzunehmen, dass human gestaltete Arbeitsplätze und -bedingungen nicht zur Effizienz der Verwaltung beitragen. Wenn man glaubt, auf die Gesetzesform nicht verzichten zu können, die uns - zugegebenermassen - heute nichts bringt, dann müsste man mindestens den unterschiedlichen Bedürfnissen von allgemeiner Verwaltung und Regiebetrie- ben gerechter werden als im jetzigen Mehrheitstext. Die Unterschiede zwischen allgemeiner Verwaltung und Betrie- ben sind augenfällig, ist es doch der Markt, welcher etwa bei den SBB und PTT die Nachfrage bestimmt und zur flexi- blen Anpassung der Bestände zwingt, während wir es bei der allgemeinen Verwaltung selbst in der Hand haben, den Aufgabenkreis zu beschränken. Die Engpässe wurden teilweise bestätigt. Ich erinnere an die über 270 000 nicht kompensierten Frei-Tage bei den Betrieben. Diesen differenzierten Anforderungen wird der Mehrheitsvorschlag nicht gerecht. Das hat nicht nur bei den Spitzen der Regiebetriebe zu einer Unsicherheit über den Zweck des Gesetzes geführt, welche bisher keine noch so beschwichtigenden Erklärungen zu beheben vermochten. Das führte vielmehr zu einem Salat von Anträgen und Gegenanträgen, der dartut, dass dieses Gesetz alles andere als reif für die parlamentarische Beratung ist. Deshalb empfehle ich Ihnen, dem Rückweisungsantrag Jel- mini zuzustimmen. M. Darbellay: II fait partie des attributions du Parlement d'exercer un contrôle sur l'administration et sur la gestion du gouvernement. Cela peut être fait d'ailleurs avec plus ou moins de constance et de sévérité. Depuis 1974, nous exer- çons un contrôle sérieux sur les effectifs du personnel et je ne puis que le constater, le plafonnement des effectifs a eu des retombées bénéfiques: c'est ainsi que de nombreux services de l'administration ont pu être rationalisés et que le travail du fonctionnaire - je crois pouvoir le dire - a été revalorisé. En toutes choses cependant, il faut savoir garder le juste milieu. Si l'on a connu un plafonnement avec une certaine valeur dynamique, revalorisante, il ne faudrait cependant pas franchir le pas vers un plafonnement paraly- sant. En l'occurrence, je fais trois reproches au projet qui nous est présenté. Tout d'abord, nous constatons que l'administration relève des compétences du Conseil fédéral, de l'Exécutif. Jusqu'à maintenant, nous exercions un contrôle, nous intervenions donc à titre secondaire; or, nous sommes en train de pren- dre le pas et de jouer un rôle primaire. Si j'osais faire appel à un appui extérieur je dirais que Montesquieu n'apprécie- rait guère notre façon de procéder. Ensuite, ce projet vise à mettre sous le même toit, à réduire au même dénominateur, des entités fort différentes. Les régies y sont traitées de la même manière que l'administra- tion centrale. Or, si nous avons prise sur le travail de l'admi- nistration centrale, que nous définissons, ce n'est pas nous qui décidons du nombre de colis, de mandats, de lettres à distribuer, pas plus que du nombre de trains supplémen- taires qu'il convient d'organiser pendant les fêtes pour ramener les travailleurs saisonniers dans leurs pays respec- tifs. Il faut donc distinguer ici entre les administrations de la Confédération et l'administration centrale. Enfin, nous légiférons habituellement pour un grand nom- bre de citoyens; quand nous décidons par exemple du port obligatoire de la ceinture, c'est à l'ensemble des automobi- listes que nous nous adressons. Aujourd'hui, nous nous ceinturons nous-mêmes, si je puis dire! nous nous lions les mains puisque nous prévoyons un nombre exhaustif de priorités dont il faut tenir compte. Nous nous disons: nous ne pouvons augmenter les effectifs que si des mesures de rationalisation ont été prises, si l'on a envisagé la réduction des tâches et si les mutations ou les transferts nécessaires ont été opérés. Ce sont là des priorités respectables, mais les circonstances peuvent changer. Ces priorités d'aujourd'hui le seront-elles encore demain? Le temps peut venir, très vite, où il vaudrait mieux engager trois forces de travail supplémentaires que d'acheter deux robots pour exercer certaines tâches. Ainsi, rien n'empêche de penser que le jour où le nombre de lettres à distribuer augmentera, il sera préférable d'engager des facteurs supplémentaires plutôt que de supprimer, par exemple - ce qui est tout à fait possible - la distribution de courrier l'après-midi. Je terminerai par une considération d'ordre général: ce débat, qui dure depuis plus de deux heures, fut très «mathématique». Il m'apparaît qu'ici, le nombre règne en maître, nous avons beaucoup parlé de lui et pourtant - je ne voudrais pas faire injure à notre président - nous ne sommes présidés ni par Euclide ni par Archimède. Nous devrions, maintenant, avoir le même souci qu'au moment où nous présentons nos programmes électoraux: mettre l'homme au centre de nos préoccupations. Ici, nous l'avons quelque peu oublié pour le remplacer par le nombre. Reve- nons donc à lui, et acceptons la proposition qui nous est faite par M. Jelmini de renvoyer le projet à la commission. Ziegler-Solothurn: Es dürfte unbestritten sein, dass die Personalbestände in Bundesverwaltung und Bundesbetrie- ben im Griff zu halten sind, doch halte ich wenig von dau- ernden Beschränkungen, wie sie mit einer gesetzlichen Zementierung der Stellenplafonierung angestrebt werden. In den Voranschlägen 1980/81 und 1982 sind die Stellenbe- stände plafoniert worden, ohne dass eine gesetzliche Ver- pflichtung dazu bestanden hätte. Die verfassungsmässigen Kompetenzen gemäss Artikel 85 der Bundesverfassung sind absolut ausreichend. Ein neues Gesetz ist meines Erachtens unnötig und überflüssig. Es bringt nichts; son- dern es würde zur Gesetzesinflation beitragen und einem kleinlichen Feilschen um Personalstellen und damit um Menschen Vorschub leisten. Es ist offensichtlich, dass die vorgeschlagene gesetzliche Regelung für die PTT, die SBB und für die Rüstungsbe- triebe eine Verschlechterung der bisherigen Praxis bringen würde. Diese Betriebe waren bis anhin nur sinngemäss der Plafonierung unterstellt. Eine Gleichschaltung dieser Bun- desbetriebe mit der allgemeinen Bundesverwaltung würde die Betriebsleitungen einschränken und damit eine dynami- sche Betriebsführung erschweren. Die Personalbestände könnten nicht mehr rechtzeitig dem zunehmenden Ver- kehrsanfall und der technischen Entwicklung angepasst werden. Während des Jahres wären personell keine Korrek- turen mehr möglich, was erhebliche Probleme stellen würde; ganz abgesehen davon, dass die Durchführung der Personalsenkungsbestimmungen gemäss Antrag der Kom- missionsmehrheit ein sehr aufwendiges Verfahren erfordert. Es ist auch wenig sinnvoll, bei der heutigen Arbeitsmarktsituation einen rigorosen Personalstopp durchzuführen und diesen zudem noch gesetzlich zu regle- mentieren. Ich bin deshalb für Rückweisung an die Kommission, gemäss Antrag Jelmini. M. Robbiani: Je voudrais tout d'abord rendre hommage aux rapporteurs pour l'objectivité dont ils ont fait preuve dans la présentation d'une matière controversée. Je remercie en particulier M. Sonarli des efforts qu'il a déployés dans le
Initiative parlementaire 1712 N 14 décembre 1982 Führungsinstrument auch genutzt werden, und sie ist gesetzlich zu regeln und für die Zukunft damit abzusichern. Zum ersten Punkt: Der Trend zu immer mehr Beamten konnte damit endlich gebrochen werden. Bis zur Einfüh- rung der Stellenplafonierung 1974 hat ihre Zahl um 1900 pro Jahr zugenommen. Allein in der zentralen Verwaltung sind die Bestände in den 20 Jahren zuvor um über die Hälfte auf- gestockt worden. Dieses zu rasche Wachstum wurde erst mit der Stellenplafonierung gestoppt. Es ist klar: Eine sol- che Massnahme ist für die Betroffenen, für die Beamten, auf den ersten Blick unangenehm und unbequem. Der Per- sonalstopp führt zu einem Zwang zu ständiger Rationalisie- rung. Man überprüft wieder, welche Leistungen überhaupt notwendig sind, auf was verzichtet werden kann. Dies soll durchaus so sein. Ich frage mich, wieso deshalb eine Personalplafonierung gegen die Interessen des Personals gerichtet sein soll. Unsere Wohnbevölkerung in der Schweiz stagniert seit Jah- ren. Das Wirtschaftswachstum hat sich stark verlangsamt und dies wohl endgültig. In diesem Jahr wird es sogar nega- tiv sein. Der auf dem Bürger lastende Steuerdruck hat sich in der Schweiz überdurchschnittlich verschärft. Daraus gilt es, die Konsequenzen zu ziehen. Eine davon ist, dass die Personalkosten beim Bund nur noch im Gleichschritt mit dem Volkseinkommen anwachsen dürfen. Der ständigen Ausweitung der Staatsquote ist Einhalt zu gebieten. 1960 noch hatten die Staatsausgaben erst 27 Prozent des Volks- einkommens erreicht. Mitte der siebziger Jahre waren es dann letztlich bedrohliche 42 Prozent. Vor allem dank dem Personalstopp beim Bund, aber auch in vielen Kantonen und Gemeinden, konnte diesem fatalen Anstieg Einhalt geboten werden. 1980 reduzierte sich die Staatsquote wie- der auf knapp unter 40 Prozent. Das ist immer noch hoch; immerhin, der Trend scheint gebrochen. Selbstverständlich darf die Stellenplafonierung nicht starr und stur gehandhabt werden. Das war bis jetzt auch nicht der Fall. Wo mehr Leistungen zu erbringen waren, ist auch eine Personalerhöhung zugestanden worden, so bei den SBB und bei den PTT-Betrieben. Seit 1978 haben die SBB ihren Bestand um rund 800 Stellen erhöhen können; bei den PTT-Betrieben beträgt die Personalzunahme seit 1977 gar mehr als 3000 Stellen. Das zeigt doch wohl auf, dass aus der Stellenplafonierung nie ein Dogma gemacht worden ist. Schwieriger zu beurteilen sind die Verhältnisse natürlich in der zentralen Verwaltung, wo die Leistungen nicht im sel- ben Masse messbar sind. Hier soll jedoch die Stellenplafo- nierung zu einem Abbau an Bürokratie führen. Auf unnöti- gen Perfektionismus ist zu verzichten. Das ist noch keines- wegs Qualitätsabbau. Auch in der zentralen Verwaltung gilt es, die Stellenplafonierung flexibel zu handhaben und so Leute für künftige Aufgaben freizustellen. Sie ist aber ein Instrument, um den Staatsapparat insgesamt nicht weiter anwachsen zu lassen. Die Beamten haben kein Interesse, dass sich der Staatsbereich immer weiter ausdehnt. Auch die Beamten sehen ja, dass unser Staat finanziert sein will. Auch die Beamten erkennen als Bürger und nicht zuletzt als Steuerzahler die dem Staat und seiner Bürokratie gesetzten Staats- und finanzpolitischen Grenzen. Das hat mit einer kalten Privatisierung überhaupt nichts zu tun. Günter: Der Stellenstopp war zu Beginn eine gute Mass- nahme und hat gewirkt. Mir scheint aber, dass er jetzt von Jahr zu Jahr unwirksamer wird und sich ungünstiger aus- wirkt. Ich gestatte mir einen Vergleich mit einem Antibioti- kum: Bei einer akuten Infektion kann ein Antibiotikum lebensrettend wirken und eine unerhörte Wirksamkeit ent- falten. Wird dasselbe Antibiotikum vom Patienten aber allzu lange eingenommen, schwächt sich seine Wirkung ab und es kommt zu Nebenerscheinungen - zum Beispiel Durchfall bis hin zur lebensbedrohenden Störung des Blutbildes. Einer zeitlich abnehmenden Wirkung steht also gleichzeitig eine zunehmende Schädigung des Organismus gegenüber. In einem solchen Fall besteht die Lösung darin, dass man das Medikament absetzt oder es allenfalls durch ein noch stärkeres ersetzt. Einen ähnlichen Mechanismus stellen wir beim Stellenstopp fest. Wir sehen eine zunehmende Resi- stenz und eine Starrheit in der Verwaltung. Man lernt, den Stellenstopp zu unterlaufen. Hinweise darauf sind die rasch ansteigenden Personalkosten: Man entlässt die Putzfrau und stellt dafür einen Professor ein; damit hat man den Stellenstopp eingehalten, hat aber die Kosten nicht im Griff. Es ist durchaus möglich, dass solche Unterlaufungsmecha- nismen für das Funktionieren der Verwaltung sogar lebens- wichtig sind. Es ist ja offensichtlich, dass der Stellenstopp ein grobschlächtiges Instrument ist. Viel schlimmer als dass die Verwaltung résistent wird, scheint mir aber, dass der Bundesorganismus durch die überlange Anwendung des Stellenstopps Schaden nehmen könnte. Das Halten von Positionen ist bekanntlich viel, viel einfacher als das Erobern von neuen Positionen. Daher ist auch das Halten von Stellen viel einfacher als das Bekom- men einer neuen Stelle. Die Stellenplafonierung bringt also den Bund um eine Flexibilität, die er dringend nötig hätte. Im internen Grabenkrieg der Verwaltung sind in nächster Zeit keine grösseren Stellenverschiebungen mehr zu erwar- ten. Man kennt inzwischen die Tricks, die man anwenden muss, um Stellen zu behalten. Eine starre Struktur unserer Verwaltung ist aber langfristig gesehen der allersicherste Weg zu steigenden Personalkosten bei gleichzeitig sinken- dem Nutzen. Wir brauchen eine Verwaltung, welche sich dynamisch und rationell den raschen Veränderungen unserer Zeit anpassen kann. Mir scheint daher, dass - zumindest vorübergehend - der Stellenstopp verlassen werden und man zu einer Glo- balsteuerung über das Budget übergehen sollte: Wir geben dem Bund einen bestimmten Geldbetrag und schreiben ihm die Aufgaben vor; innerhalb dieses Rahmens soll sich unsere Regierung darum bemühen, die gestellten Aufgaben zu lösen. Das scheint mir für die nächste Zeit eine wesent- lich bessere Art zu sein, wie unser Parlament operieren könnte. Wenn wir den Bericht der GPK lesen, sehen wir, dass der Stellenstopp heute tatsächlich zu einem starren Mittel geworden ist. Natürlich könnte man auch das Budget unter- laufen. Wir sind aber bei den Subventionskürzungen hart geblieben; es ist deshalb nicht einzusehen, warum wir nicht auch Personalnachtragskredite, die uns gegen unseren Wil- len vorgelegt werden, ablehnen könnten. Mir geht es um eine verbesserte Dynamik, um eine verbesserte Flexibilität. Für mich ist der Stellenstopp im Grabenkrieg der Verwal- tung zu einem Mittel der Rigidität geworden, das uns in Zukunft behindern wird. Das Feilschen um Stellen ist nicht Aufgabe dieses Parlamentes. Wir haben die finanziellen Mit- tel nach Prioritäten des Bundes zu verteilen. Zumindest vor- übergehend sollten wir also zu einer direkten Steuerung über die Finanzen zurückkehren. Mit der vorliegenden parlamentarischen Initiative regeln wir die Vergangenheit. Die Stellenplafonierung gibt uns kein Instrument, die Zukunft zu bewältigen. Das Instrument ist stumpf geworden. Alle Redner, die es gelobt haben, haben nur darauf hingewiesen, dass es früher einmal gewirkt hat. In Zukunft wird es nicht mehr wirken. Wir müssen uns etwas Neues einfallen lassen, das die Starrheit dieses Systems aufhebt und uns zu neuer Flexibilität bringt. Ich werde deshalb gegen die Plafonierungsvorlage der Geschäftsprüfungskommission stimmen. M. Tochon: Est-ce par l'heureux effet du hasard ou par la volonté délibérée de certains que nous ne traitons qu'aujourd'hui le projet de loi sur le plafonnement des effectifs du personnel, inscrit déjà, ne l'oublions pas, à l'ordre du jour de notre session de printemps? Heureux effet du hasard, disais-je car, depuis lors, c'est-à- dire au début de la présente session, notre conseil a refusé la diminution de la durée des heures de travail dans les administrations fédérales. Or, cette décision nous permet aujourd'hui d'être beaucoup plus ferme dans nos interven- tions. Les débats ont, en effet, démontré que, si la réduc- tion des heures de travail était très controversée, la sur-
Initiative parlementaire 1714 14 décembre 1982 Sie finden nirgends etwas im Gesetz, das solche Sachen nicht zulassen würde. Es sagt bloss, und das ist wichtig, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit ein sol- cher Grund eine Erhöhung des Gesamtplafonds nötig macht. Geregelt wird bloss, wann ein ausgewiesener Mehr- bedarf an einer Stelle der Verwaltung nicht durch Kompen- sation an anderer Stelle, sondern durch Anhebung des Gesamtbestandes gedeckt werden darf. Damit kann unter den vorgeschlagenen Regelungen allen Bedürfnissen der verschiedenen Zweige der Verwaltung und der Regiebe- triebe Rechnung getragen werden. Das ist ehrlich. Die Vor- lage ist so flexibel wie nur möglich. Der Plafond kann jähr- lich neu festgelegt und damit den veränderten Verhältnis- sen angepasst werden. Während des Jahres kann der Bestand notfalls, wie das bereits gesagt worden ist, durch Nachtragskredite wie bisher erhöht werden. Die Durch- schnittsbesetzung gestattet Spitzen der Arbeitsbelastung durch zeitweise Überschreitung des Plafonds zu bewälti- gen, wenn im Laufe des Jahres die Überschreitung kom- pensiert wird. Die Vorlage verlangt einzig, dass Anpassun- gen in einem geordneten Verfahren und gestützt auf ratio- nelle Kriterien erfolgen, und dazu ist die gesetzliche Rege- lung einfach unerlässlich. Ein Gesetz ist nötig, damit die Stellenplafonierung ihre Funktion überhaupt optimal erfüllen kann. Die dauerhafte Regelung macht aus der Massnahme innerhalb eines befristeten Sparpaketes, als welches der Personalstopp ursprünglich verstanden war, ein dauerhaf- tes, unentbehrliches Mittel, um in der öffentlichen Verwal- tung die Forderung nach wirtschaftlichem Handeln durchzu- setzen. Das Gesetz bringt eine Klärung der Zuständigkeit des Parlamentes in diesem Bereich. Streng genommen gestattet die Budgetkompetenz dem Parlament bloss - und das ist vielleicht wesentlich -, dass man unterscheidet zwi- schen Budget und Plafonierung. Die Budgetkompetenz ist also so, dass sie bloss dem Bundesrat die finanziellen Mit- tel vorschreiben kann, welche er zur Erfüllung seiner Aufga- ben einsetzen kann. Das vorliegende Gesetz stützt sich, abgesehen von der Budgetkompetenz, auf Ziffer 3 von Arti- kel 85 der Bundesverfassung, der der Bundesversammlung die Kompetenz zur Errichtung bleibender Beamtungen zuspricht. Das ist also absolut legal. Die vorliegende Ausge- staltung der Stellenplafonierung muss auf Gesetzesstufe erfolgen, nur das Gesetz kann den Bundesrat auf das Ver- fahren der Budgetberatung verpflichten. Im einzelnen wäre vielleicht noch folgendes zu sagen: Die Effizienz der Verwaltung kann nur mit globalen Mitteln gefördert werden, also nicht mit einem schrittweisen Dazu- fügen. Eine detaillierte Steuerung kann nur von einzelnen Dienstleistungen, aber im Rahmen eines allgemeinen Ratio- nalisierungsdrucks, vorgenommen werden. Die Begrün- dung zur Reduktion der Staatstätigkeit, die hier aufgeführt worden ist, verlangt das Bundesgesetz nicht. Es sagt ja nur: Beschränkung des Zuwachses auf das Notwendige. Und ich meine, dass sehr viel Staatstätigkeit wirklich Ermessensfrage ist. Es geht also hier darum, die Eigendy- namik der Verwaltung etwas zu bremsen. Das ist richtig. Herr Hubacher ist jetzt nicht da. Ich bedaure, dass ich ihm die Antwort nicht direkt geben kann. Aber er kann sie nach- her im «Bulletin» lesen. Er meint, dass das ganze Gesetz eine Gefahr für die Forschung sei. Ich darf Ihnen sagen, dass wir gegenüber der ETH sehr viel Geduld aufgebracht haben. Wir haben die ETH einige Male aufgefordert, uns anzugeben, in welchen Bereichen in den nächsten zehn Jahren eine Gefahr, wie sie Herr Hubacher hier angetönt hat, bestehe. Die ETH hat uns aber bis heute keine Prioritä- ten gegeben. Sie begründet die Begehren nicht, und ich meinte, dass gerade die Initiative ihr dann den Weg aufzei- gen würde, dass sie sie begründen müsste. Frau Meier hat gesagt, das Budgetverfahren genüge immer. Das stimmt. Aber nur heute dank der akuten Finanzknapp- heit. Übrigens: Der Plafond wurde bei Einzelvorlagen durchbrochen, zum Beispiel beim Bundesgericht. Herr Affolter, wenn Sie hier zitieren, dass es bürgerliche Generalsekretäre seien, die hier mitgemischt haben, so muss ich Ihnen sagen: Wir haben hier nicht bürgerliche und sozialdemokratische Generalsekretäre gegeneinander aus- gespielt, sondern wir haben beide Seiten angehört und uns effektiv auf ihre Aussagen abgestützt. Es war der General- sekretär des Departementes des Innern, Herr Marthaler zum Beispiel, es waren aber auch alle anderen Generalse- kretäre, die alle die gleiche Meinung vertreten haben. Herr Robbiani, Sie haben in der Kommission mitgewirkt, und ich habe Ihre Arbeit sehr geschätzt. Sie haben heute neue Fakten gebracht, zum Beispiel in bezug auf die Arbeitslosigkeit. Aber das Kriterium über die Schaffung neuer Stellen, die über Steuern finanziert werden müssten, haben wir in der Debatte betreffend die Arbeitszeitverkür- zung immer wieder gehört. Das wäre gesamtwirtschaftlich ein Unsinn. So kann man nicht vorgehen. Angesichts der Vorteile, welche die Vorlage bringt, muss ich Sie einfach auffordern, und zwar im Namen der praktisch einstimmigen Geschäftsprüfungskommission, der Vorlage zuzustimmen und das Eintreten zu beschliessen. M. Thévoz, rapporteur: J'avoue avoir été quelque peu sur- pris de l'attaque en règle qui vient d'être lancée contre le projet présenté par la Commission de gestion alors que, à part M. Carobbio, tous les attaquants font partie de groupes très largement représentés au sein de la commis- sion. Je rappelle d'autre part qu'au sein de la Commission de gestion un très large consensus s'est établi en faveur de l'initiative que nous avons l'honneur de vous présenter aujourd'hui. En définitive, il s'agit de savoir si oui ou non nous avons la volonté politique de garder en main le déve- loppement de l'administration centrale. Toutefois, les orateurs qui se sont exprimés soit pour refu- ser d'entrer en matière, soit pour demander le renvoi à la commission, on fait un tableau relativement sinistre de la situation. On a été jusqu'à vouloir nous faire dire qu'en refu- sant des adaptations d'effectif du personnel, on refuse de lutter contre le chômage. Je crois pouvoir dire que ce n'est pas en créant trop facilement de nouveaux emplois au sein de la Confédération que l'on rendra l'économie plus concurrentielle. Certaines expériences tentées ailleurs m'inciteraient plutôt à penser le contraire. J'en arrive maintenant au fait et au prendre. C'est le moment d'avoir la volonté et le courage de prendre nos res- ponsabilités. De quoi s'agit-il? J'affirme, encore une fois, qu'il n'est nullement-question de vouloir instaurer un blo- cage de l'effectif du personnel de la Confédération, mais, bien au contraire, un plafonnement qui suppose une cer- taine souplesse. Que l'on ne vienne pas nous dire qu'aucune adaptation ne serait possible et qu'en cas d'absolue nécessité, et après avoir épuisé toutes les mesures de rationalisation, voire les transferts entre ser- vices ou entre départements, nous ne serions pas d'accord d'entrer en matière sur un assouplissement qui serait indis- pensable. Nous voulons simplement, et je le rappelle, gar- der en main ce problème du personnel et nous refusons de nous laisser placer devant le fait accompli. J'affirme - vous le savez du reste - que ce n'est que dans le cadre du bud- get que nous accepterons d'entrer en matière sur cet objet d'assouplissement des effectifs. Ce n'est pas compliqué. Il serait même utile que nous soyons entendus non seule- ment ici mais aussi dans d'autres enceintes politiques et administratives du pays. Il n'est pas interdit de rêver, la Confédération pourrait, dans ce secteur, donner un bon exemple. Je ne veux pas reprendre les arguments avancés par plu- sieurs orateurs peignant le péril résultant de l'insuffisance de la recherche, voire de l'atteinte donnée à notre bon renom de travail bien fait. Mais certains ont aussi péché par omission. Vous me permettrez de dire à M. Tochon que lorsqu'il faisait allusion à la situation des PTT il a cité la phrase: «Pendant la durée de validité de la loi fédérale de 1974, il ne fut pas permis non plus d'augmenter l'effectif maximal accordé à l'entreprise des PTT.» Toutefois, il a omis d'indiquer ce qui est dit plus loin: «Le trafic supplé- mentaire enregistré a nécessité le relèvement progressif des effectifs à partir de 1979, l'application du plafonnement
Initiative parlementaire 1716 N 14 décembre 1982 auch keine neuen Leute; das hat mit dem Bruttosozialpro- dukt überhaupt nichts zu tun. Das Parlament hat noch nie gefragt, ob es mehr Leute brauche oder ob es mit dem Bruttosozialprodukt etwas zu tun habe, wenn neue Aufga- ben beschlossen worden sind. Hier gelten eben andere Massstäbe.Übrigens sind gestern auch die 500 Stellen erwähnt worden, die man nach dem Bericht Hess bei der Gruppe für Rüstungsdienste einsparen könnte. Natürlich kann man das. Nach dem Bericht Hess kann man das, was heute in den Betrieben des Militärdepartementes produziert wird, einfach an die Privatwirtschaft weitergeben; man kann die Forschung ausschliesslich der Privatindustrie überlas- sen und dann dort bezahlen, vor allem auch die militärische Forschung für Waffen und dergleichen. Aber das kostet natürlich Geld, das würde an der Sache nicht sehr viel ändern. Wir im Bundesrat haben nun - ich glaube zu Recht - mit unserem Bericht das Parlament aus den genannten Grün- den auf seine Verantwortung hingewiesen, weil wir daran erinnern wollten, dass es - das Parlament - neue Aufgaben beschliesst. Auch im Parlament - ich habe es vorhin ange- tönt - wird eben gelegentlich in Perfektion gemacht. Ich habe das schon sehr oft erlebt. Sie verlangen - meinetwe- gen zu Recht und oft sehr kritisch - die peinlich genaue Erfüllung von Vorschriften. Es ist das Parlament, das gele- gentlich zusätzliche Papiere zu den heute schon verschick- ten Mengen in einem Umfang verlangt, der gelegentlich etwas problematisch anmutet. Denken sie auch an die unheimliche Zahl von parlamentari- schen Vorstössen. Wir können diese nicht einfach beant- worten wie einen Leserbrief. Für die Beantwortung der mei- sten Vorstösse sind umfangreiche Erhebungen, gelegent- lich sogar Studien nötig; sonst ist der Interpellant nicht oder nur teilweise befriedigt. Sie kennen das ja alle. Der Bundesrat will nicht die Aktivitäten des Parlamentes kritisie- ren, das steht ihm auch nicht zu, aber wir müssen doch festhalten, dass das Parlament nicht unschuldig ist, wenn heute viel mehr Personal beschäftigt werden muss, als es noch 1960 oder vor einigen Jahren der Fall war. Ich möchte unterstreichen: der Bundesrat hat den Willen, die Plafonierung durchzusetzen. Wir wollen die Aufgaben des Bundes mit möglichst wenig Personal so gut und kor- rekt durchführen, wie es zu einem Rechtsstaat gehört; aber es gibt für den Bundesrat eine «höhere Gewalt», und diese ist das Parlament, das die Aufgaben beschliesst; es ist auch das Volk, das ständig die Erfüllung weiterer Aufgaben fordert. Ein letztes Wort, das man auch bedenken muss, wenn man sich in Zukunft vielleicht mit Anträgen des Bundesrates auf Erhöhung der Bestände konfrontiert sieht: der Personal- stopp besteht nun seit 1975. Man muss sich bewusst sein, dass trotz dem Einsatz von Computern und anderer techni- sche Hilfsmittel die Reserven im Personalbestand (die Rationalisierungsreserven) nicht unerschöpflich sind. Einige Bedenken, die gestern Herr Hubacher wegen der korrekten Erfüllung von Aufgaben geäussert hat, kann man nicht ein- fach wegwischen; sie sind durchaus berechtigt. Deshalb muss mit der gesetzlichen Regelung dieser Stellenbewirt- schaftung auch die Bereitschaft des Parlamentes verbun- den sein, mit den jeweiligen Voranschlägen die notwendig gewordenen Stellen zu bewilligen, wenn neue Aufgaben beschlossen worden sind oder wenn bestehende Aufgaben nicht mehr so erfüllt werden können, wie sie erfüllt werden müssten. In diesem Sinne beantrage ich Ihnen, auch namens des Bundesrates, auf die Vorlage einzutreten. Präsident: Herr Carobbio stellt den Antrag auf Nichteintre- ten, Herr Jelmini auf Eintreten und auf Rückweisung an die Kommission. Herr Hubacher hat seinen Antrag auf Rück- weisung an den Bundesrat zurückgezogen. Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission (Eintreten) 89 Stimmen Für den Antrag Carobbio (Nichteintreten) 34 Stimmen Abstimmung - Vote Für den Antrag Jelmini (Rückweisung) 60 Stimmen Dagegen 80 Stimmen Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Ziff. 1 Ingress, Art. 1 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf der Geschäftsprüfungskommission Titre et préambule, ch. 1 préambule, art. 1 Proposition de la commission Adhérer au projet de la Commission de gestion Angenommen - Adopté Art. 2 Neue Anträge der Geschäftsprüfungskommission Zustimmung zum Antrag des Bundesrates, wo nichts ande- res bemerkt ist Mehrheit Abs. 1 ... unterstehen der Plafonierung. (Rest des Absatzes strei- chen) Abs. 2 Die Durchschnittsbestände werden jährlich im Bundesbe- schluss über den Voranschlag festgelegt. Sie werden gegenüber dem Vorjahr gesenkt, wenn die Verhältnisse es gestatten. Sie können nur erhöht werden, wenn der Stellen- bedarf nicht durch Massnahmen der Rationalisierung, durch den Abbau bestehender Aufgaben oder auf dem Wege der Stellenverschiebung innerhalb der Verwaltungseinheiten aller Stufen oder zwischen den Departementen gedeckt werden kann. Abs. 3 Zustimmung zum Antrag des Bundesrates Minderheit (Robbiani, Hubacher, Lang, Loetscher, Wagner) Abs. 1 ... der Alkoholverwaltung und der eidgenössischen Gerichte... Abs. 2 ... den Voranschlag festgelegt. Sie können nur erhöht wer- den, ... Abs. 3 Nach Entwurf der Kommission Antrag des Bundesrates Abs. 1 Die jährlichen Durchschnittsbestände an Personalstellen der Departemente, der Bundeskanzlei, des Schweizeri- schen Schulrates, der Alkoholverwaltung, der Rüstungsbe- triebe, der PTT-Betriebe, der Schweizerischen Bundesbah- nen und der eidgenössischen Gerichte unterstehen der Pla- fonierung. Diese richtet sich nach den am I.Januar 1982 bewilligten Beständen. Abs. 2 Die Stellenplafonierung kann im Verfahren der Budgetbe- schlüsse so weit gelockert werden, als es die Verhältnisse zwingend erfordern. Abs. 3 Streichen
Initiative parlementaire1718 14 décembre 1982 keiten sind so vielfältig, dass sie im Gesetz nicht eingefan- gen werden könnten. Deshalb wurde auch darauf verzichtet zu verlangen, dass neue Bundesaufgaben vorliegen müs- sen, um eine Personalerhöhung zu rechtfertigen. Die Unter- scheidung zwischen Betrieben und Zentralverwaltung wäre jedoch nur dann nötig, wenn eine solche Voraussetzung geschaffen worden wäre. Die zwingenden Verhältnisse ent- sprächen bei den Betrieben dann den neuen Bundesaufga- ben der Zentralverwaltung. Die Flexibilität der Lösung, die Ihnen von der Mehrheit vorgeschlagen wird, macht es damit für die Betriebe überflüssig, auf nicht mehr definierbare Ver- hältnisse hinzuweisen. Bei Artikel 2 Absatz 2 ist Kritik an der Erwähnung «der Mög- lichkeit, den Plafond zu senken», vorgebracht worden. Ich glaube, dieser Satz hat sicher rechtlich keine Bedeutung. Wenn der Stellenbestand jährlich mit dem Voranschlag fest- gelegt wird, gilt die festgelegte Zahl jeweils nur für ein Jahr. Für das folgende Jahr kann die Zahl stets gleichbleiben, höher oder tiefer angesetzt werden. Dies gilt, ohne dass es ausdrücklich festgelegt werden müsste. Wenn wir es erwähnen, so deshalb, weil wir den falschen Eindruck ver- meiden wollen, Bewegungen des Plafonds seien nur nach oben denkbar. Sie sind also auch nach unten denkbar. Eine Senkung des Plafonds ist dann möglich bzw. selbstver- ständlich, wenn Rationalisierungsmassnahmen eine Perso- naleinsparung gestatten. Eine Senkung kommt nur dann in Frage, wenn sich die Verhältnisse ändern, welche den Gesamtplafond beeinflussen können, zum Beispiel die Ver- kehrsentwicklung bei den Bundesbetrieben, die Aufhebung eines Bundesamtes oder andere Auswirkungen einer neuen Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen. Es wäre falsch, wenn hinter diesem Satz die Parole «mehr Freiheit, weniger Staat» gesucht würde. Es geht keineswegs darum, mit dieser Gesetzesrevision einen Stellenabbau einzuleiten. Die bisherige Politik in bezug auf den Stellenbestand soll grundsätzlich unverändert weitergeführt werden. Es wird auch inskünftig in aller Regel darum gehen, den Zuwachs an Bundespersonal in Grenzen zu halten; eine Umkehr der Entwicklung ist nicht in Sicht. Die Möglichkeit, den Plafond zu senken, wird nur erwähnt, damit die Regelung klar und ehrlich ist. Soviel im Augenblick zu den verschiedenen Min- derheitsanträgen. M. Thévoz, rapporteur: Vous me permettrez de vous don- ner quelques explications relativement détaillées afin de vous permettre de mieux comprendre le mécanisme du pla- fonnement tel qu'il est prévu à l'article 2, selon la version de la majorité de la commission, qu'elle vous invite à approu- ver. La réglementation proposée prévoit donc la fixation des effectifs selon la moyenne annuelle pour toute l'administra- tion fédérale, y compris les entreprises. L'administration centrale se voit ainsi octroyer la flexibilité accordée jusqu'ici aux seules entreprises. La fixation du plafond continuera à être l'objet d'un débat lors de l'adoption du budget. Le pla- fonnement des effectifs du personnel restera donc limité en principe à une seule et unique négociation annuelle. Cepen- dant, le Conseil fédéral pourra solliciter l'adaptation des effectifs en utilisant la même procédure que pour les demandes de crédits supplémentaires qui peuvent se révé- ler nécessaires. L'expérience nous a montré que ce point est essentiel pour les entreprises. C'est ainsi, par exemple, que le développe- ment intense du trafic postal l'année dernière a dépassé toute attente, si bien que les PTT ont dû demander 550 uni- tés supplémentaires. Ainsi, selon la procédure que je viens de décrire, la discussion sur les effectifs du personnel aura lieu en principe une fois par an pour l'ensemble des agents de la Confédération. Le Conseil fédéral ne pourra plus reve- nir devant nous, dans le courant de l'année, que dans le cadre de crédits supplémentaires, c'est-à-dire au plus deux fois par an. Grâce à cette procédure, le Parlement aura une vue d'ensemble sur le problème des effectifs. Il pourra sta- tuer en ayant des informations sur tous les secteurs de l'administration à la fois. La procédure ainsi adoptée est préférable à celle que prévoyait notre premier projet. Je vous rappelle que celui-ci autorisait le Conseil fédéral à motiver les augmentations de personnel nécessaires dans chacun des messages accompagnant les projets qui nécessitaient de telles augmentations. Ces décisions que nous aurions ainsi prises au coup par coup nous auraient empêchés d'avoir la vue d'ensemble indispensable pour mener une politique du personnel cohérente. C'est la raison pour laquelle nous vous proposons de biffer le chiffre II de notre premier projet figurant sur le dépliant. La fixation annuelle des effectifs lors de l'examen du budget signifie bien que le chiffre exprimé ne sera valable que pour l'année suivante. La décision sera ainsi renouvelée chaque année. Reste donc ouverte la possibilité de fixer par avance le chiffre plus haut ou plus bas que l'année précédente. La proposition de la majorité de la commission exprime objec- tivement cet état de fait. Un abaissement du plafond sera possible dès que les conditions déterminantes pour l'effec- tif total en vigueur se seront modifiées à tel point qu'un tel abaissement puisse être envisagé. A ce sujet, on peut par exemple imaginer un resserrement du trafic qui exigerait une réduction du personnel des exploitations. Par le passé, les entreprises d'armement, les CFF et les PTT ont déjà connu de telles diminutions. En ce qui concerne l'administration centrale, on peut par hypothèse citer la réduction sensible d'un office - je vous rappelle à ce propos le sort réservé au Dépôt fédéral des chevaux de l'armée à la suite de la suppression de la cava- lerie - où à l'abandon de tâches fédérales importantes aux cantons dans le cadre de la nouvelle répartition des tâches entre la Confédération et les cantons. Je reconnais que ces cas seront plutôt rares. Dans le cas où une élévation du pla- fond s'avérerait indispensable, sa justification revêtira une importance capitale. Dans cette situation, le Conseil fédéral devra prouver que les mesures de rationalisation ne suffi- sent pas à couvrir les demandes de personnel supplémen- taires, qu'il n'est pas en situation de réduire, tout en faisant face aux obligations légales qui lui incombent, des tâches qui seraient devenues peu importantes et qu'il n'est plus en mesure de subvenir aux besoins par le biais du déplace- ment d'unités. Nous tenons expressément à ce que le Conseil fédéral puisse transférer des postes de travail d'un département à un autre. La minorité de la commission rejette la mention expresse d'une possibilité d'abaissement du plafond des effectifs. Biffer cette phrase dans le texte proposé par la majorité n'a aucune conséquence juridique. Cela n'aurait pour conséquence que d'introduire un man- que de précision dans la réglementation. La minorité propose encore de renoncer à mentionner dans la loi les conditions nécessaires à l'élévation du plafond des effectifs pour les entreprises fédérales. En précisant que le plafonnement des effectifs peut être assoupli par voie de décisions budgétaires «dans la mesure où les circons- tances le commandent impérieusement» - M. Ritschard, conseiller fédéral, l'a bien précisé - le Conseil fédéral vise le même objectif que la majorité de la commission, qui, dans son texte, en mentionne expressément les conditions. Le Conseil fédéral ne peut pas envisager d'accorder du per- sonnel supplémentaire aux entreprises fédérales sans avoir au préalable appliqué toutes les mesures de rationalisation possibles, sans avoir examiné la nécessité absolue des tâches à accomplir ni prévu le transfert de postes de travail là où la situation est la plus ambiguë. Si tel est bien le cas, il est inutile d'introduire dans la loi un alinéa particulier concernant les entreprises fédérales. Contrairement à la proposition initiale 'de la commission, je rappelle que le texte actuel ne fait plus de distinction entre l'administration centrale et les entreprises. On appliquera donc le même mode de détermination de la moyenne annuelle et la même procédure d'autorisation pour l'une comme pour l'autre. Je vous prie de ne pas me tenir rigueur de vous avoir donné ces explications relativement longues, mais il m'a paru absolument nécessaire de vous les donner pour vous per- mettre de bien saisir la portée des décisions que le conseil est appelé à prendre.
Initiative parlementaire 1720 N 14 décembre 1982 de travail imposé actuellement aux collaborateurs fédéraux concernés. J'appuie donc la proposition de M. Robbiani tendant à assouplir le contingentement du personnel fédé- ral dans les exploitations des chemins de fer fédéraux et des PTT et, parallèlement, dans les ateliers du Département militaire fédéral. C'est d'ailleurs dans cette direction que la motion de M. Duboule fixe ses objectifs. Les garanties de sécurité et de qualité du travail dans ces deux secteurs ne peuvent plus être assurées en l'état actuel. Les effectifs du personnel à ce niveau des activités de la Confédération sont, en effet, insuffisants, et nous connaissons les consé- quences que cette situation entraîne, par les événements dramatiques de ces derniers temps. C'est dans ce contexte que le Conseil fédéral aurait déjà dû proposer des solutions raisonnables et concrètes en vue d'améliorer une situation qui devient peu à peu insoutena- ble. Si, pour des raisons d'ordre financier, la majorité de ce conseil a relevé, la semaine dernière, l'inoportunité de généraliser immédiatement l'abaissement à 42 heures de la semaine de travail pour les employés de l'administration et des entreprises de la Confédération, par contre, l'on doit reconsidérer les valeurs-cadres du personnel d'exploitation des Chemins de fer fédéraux et des postes, ainsi que des secteurs d'engagement permanent du Département mili- taire fédéral, au moins dans la perspective d'une réadapta- tion des effectifs du personnel. Le problème réel se pose donc dans ce contexte. Par conséquent, nous avons main- tenant l'occasion de prendre une décision qui soit finale- ment à la mesure des possibilités financières actuelles de la Confédération et, en même temps, à la mesure des garan- ties nécessaires et obligatoires de sûreté et de qualité des services publics de la Confédération que je viens de citer. D'autre part, je viens de demander personnellement à la Commission de gestion de soumettre à l'examen des Chambres, les rapports qu'elle possède concernant les conditions de travail de l'ensemble du personnel de l'admi- nistration fédérale. C'est seulement sur la base d'une connaissance objectivement complète de celles-ci que l'ensemble de notre Parlement pourra être en mesure d'aider le gouvernement à apporter des solutions valables et conformes aux nécessités réelles, à l'ensemble du travail qui doit être soutenu dans les différents secteurs des ser- vices fédéraux. C'est au nom de ces brèves considérations que j'appuierai la proposition de M. Robbiani, en'souhaitant qu'elle puisse obtenir l'adhésion de la majorité de ce conseil. Sedarli, Berichterstatter: Zu den Minderheitsanträgen auf der Fahne möchte ich mich nicht mehr äussern; ich habe die beantragte Ablehnung bereits begründet. Ich möchte Sie bitten, der Kommissionsmehrheit zuzustimmen. Herr Renschier hat in Artikel 2 Absatz 1 gewünscht, dass man den bewilligten Beständen per I.Januar 1983 nach- komme. Ich glaube, dass das richtig ist. Es handelt sich dabei um kleine Verschiebungen, die absolut im Rahmen des möglichen liegen. Hier sollte man zustimmen. Hingegen hat Herr Renschier in seinem Antrag zu Artikel 2 Absatz 2 nochmals das gleiche aufgenommen, was im Antrag des Bundesrates gewünscht wird. Ich muss ihm ein- fach sagen, dass auch die Formulierung der Kommission von Absatz 2 des Artikels 3 im Verfahren der Budgetbe- schlüsse auch Nachträge im Laufe des Jahres gestattet, was für die SBB und die PTT wesentlich ist. Ich habe Ihnen bereits gesagt, Herr Renschier, dass hier ein Missverständ- nis vorliegen müsse. Die Geschäftsprüfungskommission hat bereits in ihrem Bericht vom 19. Mai 1980 in bezug auf PTT, SBB und Rüstungsbetriebe gesagt, Bestandeserhöhungen seien auch im Rahmen von Nachtragsbegehren zum Voran- schlag möglich. Die Kommission hat dann der Fassung des Bundesrates, der die Durchschnittsbemessung vorsah, zugestimmt. Sie stellte damit die Zentralverwaltung der Regelung für die Betriebe gleich und beabsichtigte keines- wegs, die Stellung der Betriebe gegenüber ihrem ersten Antrag zu verändern. Dies geschah auch im Einverständnis mit der Finanzkommission, aus deren Mitte der Antrag kam, welcher zum Absatz der Kommissionsmehrheit geführt hat. Hinter dem Text der Kommissionsmehrheit steckt nicht die Absicht, Nachträge, die im Laufe des Jahres im Rahmen des Budgetverfahrens eingebracht werden, abzuweisen. Die Formulierung bringt allein einen redaktionellen Unter- schied. Unsere Nachfragen bei der eidgenössischen Finanzverwaltung - Herr Vizedirektor Ruh hat das eindeutig gesagt - haben ergeben, dass nach dem System des Finanzhaushaltgesetzes Nachträge Bestandteile des Voran- schlages, eben nachträgliche Teile dieses Voranschlages sind. Jeder Punkt, der Gegenstand des Voranschlages gewesen ist, muss notwendigerweise auch Gegenstand eines Nachtragsbegehrens sein können. Der Text der Kom- mission verdeutlicht einfach, dass der Plafond nicht mit Sachvorlagen, sondern im Zusammenhang mit dem Budget und grundsätzlich einmal im Jahr zur Diskussion gestellt werden kann. Ich möchte Sie also bitten, den Antrag Ren- schier abzulehnen. Zum Antrag Schule betreffend die jährlichen Durchschnitts- bestände an Personalstellen der zentralen Bundesverwal- tung: Ich glaube, dieser Antrag bringt materiell nichts Neues. Ich habe keine Gelegenheit gehabt, mit der Kom- mission noch einmal darüber zu sprechen, persönlich kann ich ihm aber zustimmen. M. Thévoz, rapporteur: Nous sommes saisis de trois propo- sitions que je commenterai très brièvement. Tout d'abord, celle de la minorité Robbiani. Je vous ai déjà dit pour quelles raisons nous ne voulions pas faire un cas d'espèce des entreprises de la Confédération, je n'y revien- drai donc pas. Je vous prie sur ce point-là de vous rallier à la proposition de la majorité. Quant à M. Renschler, il nous propose de prendre la date du 1 er janvier 1983 comme date de référence. Nous accep- tons cette proposition qui ne change rien au fond du pro- blème. Par contre, plus loin, il nous est demandé de nous rallier à la proposition du Conseil fédéral pour une question de rédaction qui ne change, elle non plus, rien au fond de la question, nous vous demandons pour des raisons précises, sur le détail desquelles je ne veux pas entrer en matière, de vous rallier à la proposition de la majorité. Enfin, M. Schule nous propose une modification rédaction- nelle qui, en revanche, précise certaines des conditions à appliquer pour le plafonnement de l'effectif du personnel. Cette proposition comble une lacune et précise opportuné- ment les conditions qui doivent être remplies, nous nous y rallions volontiers. En résumé, non aux propositions Robbiani et Renschler, oui à la proposition Schule. Abs. 1 erster Satz - Al. 1 première phrase Abstimmung - Vote Eventuell - A titre préliminaire Für den Antrag der Kommission 82 Stimmen Für den Antrag Schule 37 Stimmen Definitiv - Définitivement Für den Antrag der Mehrheit 76 Stimmen Für den Antrag der Minderheit (Robbiani) 57 Stimmen Abs. 1 zweiter Satz - AI. 1 deuxième phrase Präsident: Herr Renschler schlägt vor, die bewilligten Bestände ab 1. Januar 1983 festzusetzen. Der Bundesrat ist damit einverstanden, die Kommission jetzt ebenfalls. Wir müssen darüber also nicht mehr abstimmen. Sie haben so beschlossen. Angenommen - Adopté Abs. 2-AI. 2 Präsident: Herr Renschler und Herr Robbiani haben ihre Anträge begründet, die Kommissionssprecher ebenfalls. Herr Bundesrat Ritschard verzichtet auf das Wort.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Parlamentarische Initiative Stellenplafonierung. Bundesgesetz Initiative parlementaire Plafonnement des effectifs du personnel. Loi In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1982 Année Anno Band V Volume Volume Session Wintersession Session Session d'hiver Sessione Sessione invernale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 10 Séance Seduta Geschäftsnummer 81.223 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 14.12.1982 - 08:00 Date Data Seite 1709-1721 Page Pagina Ref. No 20 011 018 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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