Verwaltungsbehörden 08.10.1982 82.434
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Postulat Günter
82.434 Postulat Ogi Neue Handfeuerwaffe. Beschleunigte Beschaffung Nouvelle arme à feu individuelle. Acquisition rapide
Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1982
Dem Vernehmen nach sind die Voraussetzungen für einen baldigen Modellentscheid für eine neue, leichtere und kostengünstigere Handfeuerwaffe geschaffen. Der Bundes- rat wird eingeladen zu prüfen, ob nicht die Beschaffung einer ersten Tranche zur Abgabe als persönliche Waffe oder Korpsmaterial für die Kampftruppen der Infanterie, namentlich der Gebirgsinfanterie, sowie der Panzer- und Panzergrenadiere beschleunigt und in eines der nächsten Rüstungsprogramme aufgenommen werden könnte.
Texte du postulat du 21 juin 1982
A ce qu'on sait, les conditions permettant de décider pro- chainement du modèle de nouvelle arme à feu individuelle, plus légère et meilleur marché, sont remplies. Le Conseil fédéral est invité à examiner la possibilité d'acquérir rapide- ment une première tranche de ces armes, afin qu'il soit possible de les remettre, soit comme arme personnelle, soit comme matériel de corps, aux troupes combattantes de l'infanterie, notamment à celle de montagne, ainsi qu'aux troupes blindées et grenadiers de char, et d'inclure cette acquisition dans un prochain programme d'armement.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Augsburger, Blocher, Bühler-Tschappina, Frei-Romanshorn, Geissbühler, Hari, Iten, Jeanneret, Jung, Kaufmann, Landolt, Massy, Müller- Scharnachtal, Nebiker, Oehler, Pedrazzini, Räz, Reichling, Roth, Rubi, Rutishauser, Schalcher, Schärli, Schnider- Luzern, Schnyder-Bern, Schüle, Wyss (27)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die neuen Handfeuerwaffen sind bis zu drei Kilo leichter als die heutigen Sturmgewehre.
Das Sturmgewehr 57 ist unhandlich im Ortskampf, schlecht geeignet für den Einsatz der Panzer- und Panzer- grenadiere sowie für den beweglichen Gebirgseinsatz zu schwer.
Das ausserdienstliche Schiesswesen erleidet mit den neuen, leichten Handfeuerwaffen keinerlei Einbussen.
Die neue Handfeuerwaffe ist billiger als das Sturmge- wehr 57.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis
82.343 Postulat Günter Goldparität. Änderung Modification de la parité-or
Wortlaut des Postulats vom 8. März 1982 Der Bundesrat wird ersucht, in Anwendung von Artikel 2 Absatz 1 des Münzgesetzes die Goldparität des Frankens neu (marktgerecht) festzusetzen.
Texte du postulat du 8 mars 1982
Le Conseil fédéral est invité à redéfinir la parité-or du franc compte tenu de la situation régnant sur le marché et en application de l'article 2, 1er alinéa, de la loi fédérale sur la monnaie.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Biel, Müller-Aargau, Oester, Schär, Widmer (5)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Gemäss Nationalbankgesetz vom 23. Dezember 1953, Arti- kel 19 Absatz 2, «muss die Golddeckung der in Umlauf befindlichen Noten wenigstens 40 Prozent betragen».
Die Nationalbank gibt die aktuelle Golddeckung mit 54,26 Prozent (Mittel 1981) an. Betrachtet man die sich ständig ausweitende Notenemission (Geldmenge), so wird klar, dass die rechnerische Golddeckung unserer Banknoten in absehbarer Zeit unter den Mindestdeckungssatz von 40 Prozent absinken wird.
Die Nationalbank müsste dann Gold zukaufen, oder der Bundesrat müsste die Goldparität den heutigen Verhältnis- sen anpassen. Die Änderung des Bundesbeschlusses über die Festsetzung der Goldparität des Frankens vom 9. Mai 1971 ist unter den heutigen verfassungs- und gesetzes- rechtlichen Umständen die weitaus einfachste und sinnvoll- ste Massnahme.
Gemäss BRB vom 9. Mai 1971 muss die Nationalbank das Kilo Gold immer noch mit 4595 Franken (!) bilanzieren, obwohl der Marktwert heute fünfmal so hoch ist. Würde unser Goldschatz zum Marktpreis bewertet, hätten wir eine 300prozentige (!) Deckung der Banknoten. Selbst wenn alle Banknoteninhaber ihre Noten gegen Gold eintauschen wür- den, verbliebe in den Tresoren der Nationalbank immer noch Gold im Wert von etwa 40 Milliarden Franken heute! In einer derartigen Situation wären Goldzukäufe absurd, ganz abgesehen davon, dass nirgends auf der Welt jemand der Schweiz ein Kilo Gold zum Preis von 4600 Franken ver- kaufen würde.
Eine Anpassung der Goldparität, wie dies übrigens fast alle Notenbanken in irgendeiner Form zum Teil längst getan haben, wird bei uns vor allem auch deshalb dringend, weil gemäss Artikel 3 Münzgesetz das Parlament über die Behandlung von Gewinnen entscheiden muss, die sich aus Paritätsänderungen ergeben. Dafür muss Zeit eingeräumt werden, sonst stehen wir plötzlich unter Zeitdruck durch die sich ausweitende Notenemission und die gefährdete «40-Prozent-Klausel» des NBG.
Im übrigen würde eine marktgerechte Bewertung des Gol- des der Nationalbank auch ein weiteres währungspoliti- sches Instrument in die Hand geben, indem Verkäufe von Gold möglich würden.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Die Grundzüge der heutigen Geld- und Währungsordnung (Art. 19 bis 22 Nationalbankgesetz; Art. 1 bis 3 Münzge- setz) stammen aus der Zeit der Goldwährung. Bis zum Zusammenbruch des Systems fester Wechselkurse im Jahre 1973 diente die Goldparität des Schweizerfrankens dazu, den Wechselkurs zum Dollar und den übrigen frei konvertierbaren Währungen zu bestimmen. Mit dem Über-
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Postulat Ogi Neue Handfeuerwaffe. Beschleunigte Beschaffung Postulat Ogi Nouvelle arme à feu individuelle. Acquisition rapide
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Jahr
1982
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Band
IV
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
82.434
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Numero dell'oggetto
Datum 08.10.1982 - 08:00
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Seite
1433-1433
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