Verwaltungsbehörden 27.09.1982 .050
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Politique économique extérieure. 19 e rapport1142 N 27 septembre 1982 autoriser l'administration à passer commande pour ces machines (elle qui en achète 1700 à 1800 par an d'habi- tude)? Bundeskanzler Buser: Herr Nationalrat Baechtold beschwerte sich darüber, dass auf den in der Schweiz her- gestellten Schreibmaschinen das sogenannte Trema, der Doppelpunkt auf dem i oder dem e, verschwunden sei, was für die französischen Texte eine Diskriminierung bedeute. Der Bundesrat verkennt nebst den technischen die grund- sätzlichen Aspekte dieser Kritik nicht. Seine Interventions- möglichkeiten wären aber bescheiden gewesen, und zwar aus zwei Gründen: Einerseits, weil er über keine rechtliche Grundlage verfügt, um den Herstellern von Schreibmaschi- nen Weisungen zu erteilen, andererseits, weil der Bund sel- ber ein sehr bescheidener Abnehmer der kleinen Schreib- maschinen ist, die hier zur Diskussion stehen. Er war also der Ansicht, dass es eher Sache der kantonalen Verwaltun- gen der Westschweiz gewesen wäre, hier zu intervenieren. Nun ist aber offensichtlich in der Zwischenzeit bereits eben durch diese Nachfrage aus der Westschweiz und durch die öffentliche Diskussion eine Lösung des Problems erfolgt. Ich habe nach der Redaktion der schriftlichen Beantwor- tung Ihrer Frage ein Telex der Firma Hermes erhalten, das bestätigt, dass ab Dezember 1982 die Modelle 3000 A und B mit der Westschweizer Tastatur wieder am Lager sein werden. «Wir mussten», schreibt die Firma Hermes, «diesen Entschluss fassen, da unsere Westschweizer Kunden auf das Trema, das bei der Normtastatur fehlt, nicht verzichten können.» Die Angelegenheit hat sich damit - wie Sie sehen - bereits in Minne erledigt. M. Baechtold: Je suis très heureux de votre réponse, Mon- sieur le chancelier. J'ai une seule question à vous poser: la machine à écrire qui a tapé le libellé de ma question n'est- elle pas justement une machine sans tréma? Il m'a semblé que, sur les mots à tréma que j'avais notés dans ma ques- tion, le tréma a été rajouté après coup. Bundeskanzler Buser: Die Antwort ist auf einer Maschine mit deutschsprachiger Tastatur geschrieben worden, und zwar auf einer alten, die vor dem Jahre 1976 fabriziert wurde, also das Trema noch besitzt. #ST# 82.050 Außenwirtschaftspolitik. 19. Bericht Politique économique extérieure. 19 e rapport Bericht, Botschaft und Beschlussentwürfe vom 11. August 1982 (BEI II, 977) Rapport, message et projets d'arrêté du 11 août 1982 (FF II, 1005) Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière Herr Rlsi-Schwyz unterbreitet namens der Wirtschaftskom- mission den folgenden schriftlichen Bericht: Die Wirtschaftskommission befasste sich am H.Septem- ber 1982 mit dem 19. Bericht zur Aussenwirtschaftspolitik, der einen umfassenden Überblick über die Lage der Welt- wirtschaft und der schweizerischen Aussenwirtschaft, basierend auf den Entwicklungen des ersten Halbjahres 1982, vermittelt und Zustimmung zu zwei Bundesbeschlüs- sen betreffend aussenwirtschaftliche Massnahmen und eine Abänderung des Übereinkommens von Stockholm über EFTA-Sonderbestimmungen für Portugal beantragt. Zur Weltwirtschaftslage: Die gegenwärtige Weltwirtschafts- lage ist gekennzeichnet durch eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums, Arbeitslosigkeit (29 Millionen im OECD-Raum), hohe Inflationsraten und zunehmenden Pro- tektionismus. Die Konjunktur bleibt in den westlichen Indu- striestaaten wahrscheinlich weiterhin gedrückt. Lichtblicke sind sinkende Zinsraten und Fortschritte in der Teuerungs- bekämpfung. (Die durchschnittliche Teuerungsrate im OECD-Raum sank von 14 auf 8,5 Prozent, und in den USA liegt die Jahresteuerung mit 6,5 Prozent nur noch knapp über der schweizerischen.) Mit einer gewissen Erholung der Konjunktur der Industriestaaten kann gegen Ende die- ses Jahres gerechnet werden. Da weltweit die Faktoren, die eine Konjunkturerholung behindern, noch überwiegen, ist es ungewiss, ob diese von Dauer sein wird. Die Lage der schweizerischen Aussenwirtschaft: Seit Jah- resbeginn haben sich die rezessiven Tendenzen im Ausland auch zunehmend auf die schweizerische Wirtschaft übertra- gen. Die Aufträge liegen in den bedeutenderen Branchen mehrheitlich unter dem Vorjahresniveau. Produktion und Kapazitätsauslastung haben abgenommen, und die Beschäftigung ist leicht zurückgegangen. Das Exportvolu- men vermochte sich einstweilen noch auf dem Stand der Vorjahresperiode zu halten. Die seit dem Frühjahr 1982 gegenüber den wichtigsten Konkurrenten wieder etwas ver- besserte Wechselkurslage hat nach Auffassung des Bun- desrates das Risiko eines Abgleitens unserer Wirtschaft in eine deutliche Rezession verringert. Angesichts der internationalen Wirtschaftslage wird indes- sen eine wirtschaftliche Belebung in unserem Land nicht vor dem kommenden Jahr erwartet. Mit Blick auf die gleich- zeitige Schwäche der inländischen Nachfrage wird sich die wirtschaftliche Durststrecke in der Schweiz mit grosser Wahrscheinlichkeit bis weit in das kommende Jahr hinein- ziehen, aber ein dramatischer Rezessionseinbruch ist kaum zu erwarten. Die Liquiditätskrise Mexikos, ein Ereignis, das erst nach Erscheinen des Aussenwirtschaftsberichtes eintrat, gab ganz allgemein zu einer Diskussion über die wachsende Verschuldung und Zahlungsunfähigkeit verschiedener Län- der Anlass. Der Fall Mexiko ist insofern von grundsätzlicher Bedeutung, als es sich hier um ein wichtiges erdölproduzie- rendes und -exportierendes Land handelt, das unter den sinkenden Erdölpreisen leidet, eine Entwicklung, die auch andere erdölexportierende Länder in Schwierigkeiten brin- gen könnte. Mit den schwindenden Einnahmen dieser Län- der nimmt auch die Möglichkeit ab, Defizite durch PetrodoJ- lars zu finanzieren. Der Fall Mexiko könnte Auswirkungen auf einen unserer wichtigsten Exportmärkte in Südamerika (Jahresumsatz 500 Millionen Franken) haben. Im Zusammenhang mit den zunehmenden Zahlungschwie- rigkeiten verschiedener Länder kam man auch auf das Thema Exportrisikogarantie zu sprechen, wobei die Verwal- tung betonte, dass die ERG nicht zum vornherein ein Ver- lustgeschäft darstelle und man von einer Dramatisierung der Lage Abstand nehmen solle. Zur Diskussion stand auch die Frage der Zurückhaltung bei der Ausrichtung der Teuerungszulagen, wobei betont wurde, dass das Einvernehmen zwischen den Sozialpart- nern nach wie vor gut sei und dass man sich bei dieser Frage bisher auf allen Seiten sehr flexibel verhalten habe. Die einstimmige Kommission beantragt, vom 19. Bericht zur Aussenwirtschaftspolitik Kenntnis zu nehmen und den Bun- desbeschlüssen über die Genehmigung aussenwirtschaftli- cher Massnahmen und über eine Abänderung des Überein- kommens von Stockholm betreffend die EFTA-Sonder- bestimmungen für Portugal zuzustimmen. Risi-Schwyz, Berichterstatter: Sie haben letzte Woche den 19. Bericht zur Aussenwirtschaftspolitik erhalten. Erst heute erhielt ich Kenntnis, dass von selten des Departements einige Korrekturen vorgeschlagen werden, und zwar zwei Präzisierungen und eine Diskussionsgrundlage. Sie sind aber nicht grundsätzlicher Natur, so dass sie die
Politique économique extérieure. 19 e rapport 1144 N 27 septembre 1982 tations, à passer de plus en plus à la vente de gaz naturel, une fois la construction du gazoduc euro-sibérien terminée, construction qui a d'ailleurs provoqué les réactions améri- caines d'embargo que les pays de l'Europe occidentale n'ont guère suivies. Comme la marge de manœuvre de l'URSS et des pays de COMECON pour se-procurer des devises étrangères en suffisance apparaît faible, vu notam- ment l'extrême réserve des banques occidentales en matière d'octroi de nouveaux crédits, vu également le fait que ces pays ne seront pas en mesure, à court ou à moyen terme, d'améliorer la qualité de leurs produits et de leurs services à l'exportation, il est fort à craindre, Monsieur le président de la Confédération, que notre balance commer- ciale reste encore longtemps déficitaire avec les pays de l'Est. Il est surtout à craindre que ce déficit doive encore s'accroître avec les années, à l'instar d'ailleurs de la balance commerciale déficitaire des pays européens parte- naires de l'OCDE vis-à-vis des pays du COMECON. Une récente statistique en effet laisse apparaître qu'en juillet 1972, le déficit des pays européens de l'OCDE vis-à-vis des pays du COMECON s'élevait à plus de sept milliards de dol- lars. Dans ses réunions traitant des compensations écono- miques bilatérales avec les pays à économie planifiée, la Suisse, de concert avec les autres pays européens de l'OCDE, ne serait-elle pas en mesure d'exercer une pres- sion plus forte sur l'Union soviétique et ses pays satellites pour tenter d'obtenir une diversification plus grande de la coopération technique et industrielle aux fins de consolider le commerce extérieur avec ces Etats? Je pose la question. Bien que le rapport français sur la politique économique extérieure, en sa page 56, se borne à mentionner l'exis- tence de réunions avec certains pays de l'Est, il reste muet quant aux chances réelles de succès de ces négociations. Il reste surtout muet sur une action concertée que, d'entente avec les pays partenaires de l'OCDE, la Suisse pourrait entreprendre en vue de tenter d'améliorer le déficit bientôt endémique de sa balance commerciale avec les pays de l'Est. Cette amélioration m'apparaît d'autant plus indispensable que notre pays est mainenant confronté aux difficultés économiques que d'autres pays européens ont connues avant nous et continuent, hélas, de connaître. Je vous remercie, Monsieur le président de la Confédération, pour la réponse, que vous voudrez bien me donner. M. Couchepin: Dans le chapitre du rapport consacré aux relations bilatérales, à la rubrique «Europe de l'Ouest», il est fait allusion aux entretiens que M. Jobert, ministre français du Commerce extérieur, a eus en avril à Berne. A cette occasion furent traités plusieurs thèmes, en parti- culier les éventuelles répercussions de la politique écono- mique française de reconquête du marché intérieur sur nos exportations. Aujourd'hui, semble-t-il, l'on ne peut plus par- ler d'éventuelles conséquences; on doit parler de répercu- sions certaines. Plusieurs entreprises suisses, en particu- lier dans la région dont je suis issu, ont déjà subi, pensent- elles, les effets de la volonté du gouvernement français actuel de reconquérir le marché intérieur en limitant l'accès du territoire aux marchandises étrangères. Cela se fait soit par des restrictions de crédit lorsqu'il s'agit d'acheter des marchandises étrangères, soit par des mesures bureaucra- tiques ou douanières. Certaines entreprises subissent un préjudice, d'autres ne peuvent surmonter le handicap que grâce à une perte considérable de temps pour répondre aux exigences de la bureaucratie française, sans doute la, plus complète et la meilleure du monde. Or, les échanges commerciaux entre la Suisse et la France se soldent, comme on le sait, par un surplus important en faveur de notre grand voisin. C'est dire que nous ne sommes pas en position de faiblesse malgré la différence objective de volume, de puissance politique, de population et d'influence des deux pays. La question que je pose est de savoir si notre gouverne- ment a eu connaissance de cas précis et des méthodes uti- lisées par la France pour restreindre, voire empêcher les importations suisses. La deuxième question et de savoir si, malgré la répulsion traditionnelle de notre pays à l'égard du protectionnisme, notre gouvernement serait disposé, si ces faits devaient se révéler exacts, à envisager des mesures de rétorsion, qui auraient peut-être pour effet d'attirer l'attention de l'opinion publique française sur les consé- quences à long terme d'une telle politique. Präsidentin: Die unabhängige und evangelische Fraktion und die Fraktion der Schweizerischen Volkspartei teilen mit, dass sie der Vorlage zustimmen. Bundespräsident Honegger: Ich darf auf die drei gestellten Fragen antworten. Herr Ammann, der Zug für die Abgasregelung 1983 bis 1986 ist abgefahren. Der Bundesrat hat vor einigen Monaten die neue Verordnung über die Abgasregelung, die am 1. Okto- ber dieses Jahres in Kraft tritt, verabschiedet. Wir haben damals Gelegenheit gehabt, im Mitberichtsverfahren unsere wirtschaftlichen Bedenken anzumelden, von denen Sie mit Recht hier das eine und das andere dargelegt haben. Wie die Geschichte ab 1986 aussieht, ist noch offen. In der Regelung 1986 ist eine Klausel enthalten, die dem Bundes- rat die Möglichkeit gibt, je nach den veränderten Verhältnis- sen auf eine solche verschärfte Regelung gegenüber 1983 zurückzukommen. Sehr viel wird davon abhängen, wie sich die Abgasregelung für das Jahr 1983 und folgende bewäh- ren wird. Wir hatten verschiedentlich Gelegenheit, weil vor allem von EWG-Seite reklamiert wurde, mit technischen Experten aus dem EWG-Bereich, aber auch mit den Impor- teurorganisationen und ausländischen Autoexporteuren Fühlung zu nehmen. Wir haben versucht, den vorgebrach- ten Bedenken im Rahmen des Möglichen Rechnung zu tra- gen. Alle Bedenken konnten nicht ausgeräumt werden. Die Erfahrung wird nun zeigen, ob diese Abgasregelung 1983 zu weit geht oder nicht. Herr de Chastonay stellt das Problem Russland zur Diskus- sion. Ich möchte Herrn de Chastonay bitten, dieses Pro- blem nicht isoliert zu betrachten, sondern im Zusammen- hang mit der Lage bei den Staatshandelsländern insgesamt. Dann stellen Sie fest, dass unser Aussenhandel mit allen Staatsländern etwa 2 bis 3 Prozent unseres Gesamtexport- und Importvolumens ausmacht, er ist also von sehr unter- geordneter Bedeutung. Wir haben leider auch keine Mög- lichkeit, die Importeure von Heizöl - es geht hier vor allem um Heizöl und um Dieselöl - zu veranlassen, Öl aus ande- ren Ländern zu beziehen. Die Russen sind anscheinend in der Lage, Öl qualitativ wie auch preislich zu interessanteren Bedingungen zur Verfügung zu stellen als andere Staaten. Bei unserem freien Importregime können die Importeure Öl dort kaufen, wo es ihnen beliebt. Immerhin stellen wir in den letzten Jahren sehr beträchtliche Schwankungen bezüglich des Importes von Öl aus Russland fest. Dann zum Handelsbilanzdefizit. Ich möchte Sie bitten, die- ses nicht zu dramatisieren. Es kommt schlussendlich auf die Zahlungsbilanz an. Nun haben wir ja glücklicherweise kein Zahlungsbilanzdefizit, sondern wir haben im Verhältnis zu anderen Staaten einen ganz beträchtlichen Überschuss. Wir werden dieses Jahr in der Grössenordnung zwischen 6 und 8 Milliarden Franken Überschuss in unserer Zahlungs- bilanz haben, trotz eines relativ grossen Handelsbilanzdefi- zits. Ich glaube, wenn man das Defizit insgesamt betrach- tet, darf man diese Zahlen mit den Ostländern nicht überbe- werten. Herr Couchepin stellt eine Frage zur Aussenhandelsbilanz mit Frankreich. Frankreich ist ein Sorgenkind unserer Han- delspolitik. Sie kennen die Idee der französischen Regie- rung von einem «reconquérir le marché français». Dazu gehören verschiedene Massnahmen, die nicht so einfach zu bekämpfen sind, weil sie nicht immer im Widerspruch zu internationalen Abkommen stehen. Es sind nicht eigentliche protektionistische Massnahmen, sondern es sind Massnah- men wie zum Beispiel Instruktionen an die staatlichen Kre- ditinstitute in Frankreich, für den Import, etwa aus der Schweiz, aber auch aus anderen Ländern, keine Kredite oder nur reduziert oder zu schlechten Zinsbedingungen zur
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Aussenwirtschaftspolitik. 19. Bericht Politique économique extérieure. 19e rapport In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1982 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 05 Séance Seduta Geschäftsnummer 82.050 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 27.09.1982 - 15:30 Date Data Seite 1142-1145 Page Pagina Ref. No 20 010 753 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
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