Verwaltungsbehörden 23.09.1982 .013
20010748Vpb23.09.1982Originalquelle öffnen →
Office national suisse du tourisme. Contribution 1118 N 23 septembre 1982 2. Auftrag und Aufgabe der Schweizerischen Verkehrszen- trale. Die Schweizerische Verkehrszentrale ist für den schweizerischen Tourismus eine unentbehrliche Institution. Sie betreibt keine kommerzielle Werbung für bestimmte Unternehmen. Ihr gesetzgeberischer Auftrag ist gesamt- schweizerisch, also für das Ferien- und Reiseland als Gan- zes. In der Praxis bedeutet dies, mittels Informationen über die Eigenart und Schönheiten der Schweiz sowie über das tou- ristische Angebot Gäste anzuziehen. Über diese reine Tou- rismuswerbung hinaus hat die Schweizerische Verkehrs- zentrale die Aufgabe, Sympathie- und Präsenzwerbung für die Schweiz ganz allgemein zu betreiben. Nicht zu verwech- seln ist die Werbung der Schweizerischen Verkehrszentrale mit der kommerziellen Werbung der Unternehmer. Die touri- stischen Unternehmungen bezahlen ihre Eigenwerbung, die sich ungefähr auf 150 Millionen Franken schätzen lässt, sel- ber. Diese wird durch die Werbung der Schweizerischen Verkehrszentrale keineswegs überflüssig. Die Tätigkeit der Schweizerischen Verkehrszentrale ist sehr vielfältig. So stellt sie Informationsmaterial für die Botschaf- ten und Konsulate zur Verfügung. In 21 Ländern unterhält sie ein Agenturnetz. Sie organisiert Aktionen und Ausstel- lungen im In- und Ausland, ist an internationalen Messen und Ausstellungen vertreten, sie entwirft und verteilt 4 Mil- lionen Broschüren, Prospekte, Plakate, Bücher und andere Werbe- und Informationsträger in bis zu 15 Sprachen, nicht zu vergessen die Insertionen in der internationalen Presse. Sie betreut jährlich etwa 1000 Medienschaffende, es wer- den Filme geschaffen, jährlich etwa 1,5 Millionen Fragen beantwortet. Den Verkehrsvereinen und der Presse stellt sie Fotomaterial und anderes Werbematerial zur Verfügung. Die regionalen und lokalen Verkehrsvereine können ihre Hilfe beanspruchen. Sie gibt die Revue «Schweiz» heraus und wirbt für die Schweizerischen Bundesbahnen. So hat die Schweizerische Verkehrszentrale im Jahre 1981 für 35 Millionen Franken Fahrkarten verkauft. 3. Die Bedeutung der Schweizerischen Verkehrszentrale für unser Land. Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in der Schweiz ist enorm. Bei einem Gesamtum- satz im Jahre 1981 von 13,5 Milliarden resultieren Einnah- men aus dem Fremdenverkehr mit Gästen aus dem Ausland von 7,8 Milliarden Franken. Es ist fast müssig zu erwähnen, welch grosse Bedeutung der Tourismus für das Berggebiet hat. Von 500 000 Arbeitsplätzen im Berggebiet entfallen 150000 auf den Tourismus. Die Tätigkeit der Schweizeri- schen Verkehrszentrale spielt eine grosse Rolle für die Erhaltung und die Verbesserung der Lebensbedingungen im Berggebiet. 4. Finanzen. Das bisherige Finanzierungssystem, das auf periodischen Aufstockungen des Bundesbeitrages beruhte, führte schon immer zu teuerungsbedingten finanziellen Engpässen. Der Bund zahlte der Schweizerischen Ver- kehrszentrale im Jahre 1974 15 Millionen Franken. Seit 1981 beträgt der Bundesbeitrag infolge der linearen Subven- tionskürzungen noch 13,5 Millionen Franken. Zusätzliche Sonderbeiträge im Rahmen des damaligen Impulsprogram- mes und Bundesleistungen für die Erneuerung und den Unterhalt der Auslandvertretungen sind inzwischen wegge- fallen. Seit der letzten ordentlichen Beitragserhöhung im Jahre 1974 auf eben diese 15 Millionen stieg die Teuerung auf den Ausgaben der Schweizerischen Verkehrszentrale massiv. Die von der Schweizerischen Verkehrszentrale zu verkraftende Teuerung überstieg die Inlandteuerung beträchtlich. Der Grund liegt darin, dass zwei Drittel der Ausgaben der Zentrale im Ausland und dort vorwiegend in teuren Grossstädten getätigt werden. Diesem Umstand hat die Schweizerische Verkehrszentrale durch Sparen Rechnung tragen können. Die Schweizeri- sche Verkehrszentrale musste den Mitarbeiterstab innert fünf Jahren um 7 Prozent abbauen. Das Büro in Montreal wurde geschlossen, diejenigen von Rom und Kopenhagen wurden reduziert. Die Revue «Schweiz» wurde redimensioniert und deren Kosten von 900 000 auf 300 000 Franken heruntergedrückt. Man schritt auch bei Kantonen, Gemeinden und Unterneh- men zu Aktionen, bei denen 1,6 Millionen gewonnen wer- den konnten. Trotz diesen Sparmassnahmen und Aktionen musste auf die Reserven gegriffen werden, und diese sind nun fast restlos aufgebraucht. Gegenwärtig ist die Schwei- zerische Verkehrszentrale nicht in der Lage, ihren gesetzli- chen Auftrag zu erfüllen. Die finanziellen Mittel reichen gerade aus, um die Personalkosten und Sachkosten zu decken. Mit der vorgesehenen Beitragserhöhung von 6 Millionen Franken soll die Schweizerische Verkehrszentrale ab 1983 wieder minimale Ausgaben mehr für Werbemittel und für die Erneuerung ihrer Agenturen tätigen können. Mit dieser Bei- tragserhöhung gleicht der Bundesrat nur etwa 70 Prozent der Teuerung aus. Aus der Budgethochrechnung der Schweizerischen Ver- kehrszentrale bis zum Jahre 1985 entnehme ich folgendes: «Ausgehend von der Deckung des Minimalbedarfes an Wer- bemitteln nach vollständiger Auflösung der vorhandenen Reserven und trotz Erhöhung des Bundesbeitrages von 6 Millionen entstehen folgende Lücken: Im Jahre 1983 minus 1,23 Millionen, im Jahre 1984 1,46 Millionen und im Jahre 1985 3,19 Millionen.» Nach den Ausführungen von Herrn Bundespräsident Honegger bleiben tatsächlich beträchtliche Finanzierungs- lücken bestehen. Die Vorlage will nur eine Übergangslö- sung bis 1986 realisieren. Im Rahmen einer Totalrevision des Erlasses über die Schweizerische Verkehrszentrale soll in den nächsten Jahren geprüft werden, wie Finanzierung und Auftrag in Zukunft sichergestellt werden sollen. Dabei ist davon auszugehen, dass die Schweizerische Verkehrs- zentrale eine Bundesinstitution ist und bleiben soll. Der Bund wird weiterhin die finanzielle Hauptlast tragen müs- sen. Es ist aber abzuklären, wie weit gewisse Dienstleistun- gen der Schweizerischen Verkehrszentrale von den Benut- zern selber zu bezahlen sind. In der Kommission kam auch die lineare Kürzung des Gesamtbetrages von nunmehr 21 Millionen Franken zur Sprache. Aus Gründen der Konsequenz konnte der Bun- desrat diesem Wunsche nicht entsprechen. Die Kommis- sion teilte diese Auffassung. Würde hier eine Ausnahme gemacht, hätte dies möglicherweise eine Kettenreaktion zur Folge. Bundespräsident Honegger gab zu bedenken, dass der Bundesrat in zwei bis drei Jahren noch einmal an das Parla- ment herantreten müsse, da eventuell für gewisse Agentu- ren Erneuerungskredite notwendig werden. In Namen der - wie schon erwähnt - einstimmigen Kommission bitte ich Sie, auf die Vorlage einzutreten und dem Bundesbeschluss ohne Änderung zuzustimmen. M. Coutau, rapporteur: II n'est pas nécessaire de décrire très longuement le rôle que le tourisme joue dans l'écono- mie de notre pays. En 1981, son chiffre d'affaires a été de l'ordre de 13,5 milliards de francs. L'afflux de devises lié au séjour en Suisse d'hôtes étrangers a atteint 7,8 milliards de francs, ce qui équivaut presque au déficit de notre balance commerciale. Du point de vue de l'emploi également, l'acti- vité touristique joue un rôle très appréciable, en particulier en maintenant des activités dans des régions de montagne. Certes, la Suisse dispose d'atouts non négligeables pour attirer les touristes: la beauté des sites, l'intérêt historique ou commercial des villes, un équipement hôtelier et parahô- telier de qualité, où le service reste réputé, des équipe- ments de transport et de télécommunication, de loisirs sportifs et culturels aussi modernes que bien conçus. Mais la concurrence internationale est vive sur le marché touristi- que et la nécessité de faire connaître les attraits et les atouts de la Suisse s'impose. Il est vrai que les organismes régionaux de propagande touristique, ainsi que les agences de voyages et les compagnies de transport, participent acti- vement à cet effort de promotion, mais l'image même de la Suisse dans son ensemble mérite aussi d'être entretenue en permanence, aussi bien à l'intérieur qu'à l'extérieur du
Approvisionnement économique du pays. Loi 1120 N 23 septembre 1982 Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Ziff. l und II Titre et préambule, ch. I et II Angenommen - Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 82 Stimmen (Einstimmigkeit) An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# 81.059 Wirtschaftliche Landesversorgung. Bundesgesetz Approvisionnement économique du pays. Loi Siehe Seite 147 hiervor - Voir page 147 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 24. Juni 1982 Décision du Conseil des Etats du 24 juin 1982 Differenzen - Divergences Blocher, Berichterstatter: Bei diesem Gesetz bestehen drei Differenzen zum Ständerat. Die erste betrifft die Artikel 19 und 23 als eine Differenz. Hier geht es um die Anliegen der Forstwirtschaft. In seinem ursprünglichen Entwurf hat der Bundesrat einen Artikel vorgeschlagen, in dem die Forst- wirtschaft gesondert erwähnt ist. Der Nationalrat hat diesen Artikel 19 gestrichen und als Ersatz die Forstwirtschaft in Artikel 23 unter dem Kapitel «Massnahmen bei zunehmen- der Bedrohung» untergebracht. Als Gründe dafür waren ausschlaggebend: 1. Gesetzessystematisch ist es besser, wenn die Forstwirt- schaft dort untergebracht wird. 2. Einige befürchteten, Artikel 19 sei ein allgemeiner Sub- ventionsartikel, der nicht in dieses Gesetz, sondern in das Forstgesetz gehöre. 3. Die in Artikel 19 aufgezeichneten Mittel, mit welchen Mehrnutzung erreicht werden könnte, seien zu beschränkt; die in Artikel 23 aufgeführten Mittel gehen wesentlich wei- ter. All das hat uns veranlasst, Artikel 19 zu streichen und die Forstwirtschaft in Artikel 23 unterzubringen. Der Ständerat hat hier eine Korrektur vorgenommen und beschlossen, bei der ursprünglichen Fassung zu bleiben. Ihre Kommission schlägt vor, am Beschluss des Nationalrates festzuhalten. Dieser Auffassung schliesst sich auch der Bundesrat an, wie uns Herr Bundespräsident Honegger mitteilen liess. Eine wesentliche Differenz besteht nicht. Die ursprüngliche Fassung könnte wohl bestehen bleiben, aber dann müsste man hier ausdrücklich sagen, dass es sich bei Artikel 19 ebenfalls nur um eine Vorschrift handle, die für die Mehrnut- zung, nicht für die normale Nutzung gilt. Damit das nicht noch speziell festgehalten werden muss, entschieden wir uns für die saubere Lösung, also Festhalten an der Unter- bringung in Artikel 23. M. Darbellay, rapporteur: La loi sur l'approvisionnement économique du pays nous revient du Conseil des Etats avec trois divergences. La première, que nous traitons maintenant, concerne l'économie forestière. Le projet du Conseil fédéral prévoyait un article 19 consacré spéciale- ment à ce problème. Nous l'avons supprimé et nous avons reporté ce souci à l'article 23. Il faut préciser que cette loi contient deux chapitres importants: le chapitre 2 concerne l'état de préparation permanent, et le chapitre 3 concerne les mesures en cas d'aggravation de la menace. L'article 19 appartient au chapitre 2, l'article 23 au chapitre 3. L'alinéa mis en question est l'alinéa 3 de l'article 19, qui dit: «Dans la mesure où l'extension de l'exploitation forestière le rend indispensable, l'équipement des entreprises en machines et installations peut être encouragé au moyen d'aides finan- cières.» La commission du Conseil national a craint que cet alinéa ne soit l'occasion d'un subventionnement permanent aux entreprises pour les machines et les installations. Le Conseil fédéral a précisé sa position en disant: «II n'est pas dans notre idée de subventionner d'une manière générale ou permanente. Ceci interviendrait seulement pour des besoins extraordinaires en cas d'aggravation de la menace.» La réaction de la commission du Conseil national fut la suivante: «Passons cette idée au chapitre 3 et met- tons sur le même pied l'exploitation forestière et l'exploita- tion agricole, à l'article 23.» L'économie forestière réagit et le Conseil des Etats a réintroduit l'article 19. Les tenants de cette disposition à l'article 19 évoquent le fait qu'il faut un temps beaucoup plus long de préparation pour une éven- tuelle restructuration de l'économie forestière. C'est pour- quoi ils insistent pour maintenir cette disposition dans l'état de préparation permanent. La commission du Conseil national s'est prononcée à ce sujet: elle veut absolument éviter une mesure générale de subventionnement; elle maintient son point de vue et pro- pose de garder la notion d'aide éventuelle à la sylviculture à l'article 23 du projet de loi. Art. 19 Antrag der Kommission Festhalten Antrag Houmard Nach Entwurf des Bundesrates Art. 19 Proposition de la commission Maintenir Proposition Houmard Selon projet du Conseil fédéral M. Houmard: Une fonction spécifique m'a permis de me pencher en détail sur les problèmes inhérents au ravitaille- ment en temps de crise. Nos conclusions sont formelles: il n'est pas nécessaire de constituer des stocks obligatoires de bois. Il est préférable et plus rationnel d'améliorer l'équi- pement machines et installations d'économie forestière en temps utile. La forêt peut contribuer partiellement à surmonter une crise énergétique, pour autant que les forêts des Préalpes soient accessibles. En revanche, il n'est pas possible d'effectuer des exploitations supplémentaires sur une grande échelle si l'on n'améliore pas la desserte des installations de l'éco- nomie forestière en temps utile. Il est, en d'autres termes, nécessaire que des forêts encore inaccessibles soient progressivement desservies afin d'évi- ter, en cas de crise, les coupes rases en forêts productives. Nous avons tous encore en mémoire l'effort que l'on a demandé à la sylviculture pendant la dernière guerre. Il faut absolument arriver à puiser le volume supplémentaire de bois dans les forêts aujourd'hui non exploitées. Cela per- mettra - et je le souligne - de mettre un potentiel énergéti- que important à disposition, sans détuire l'équilibre de la forêt de basse montagne et de plaine. Il est donc d'intérêt national, comme pour l'approvisionnement en eau, de pou- voir mettre en application un minimum de mesures en temps normal et non pas seulement en cas d'aggravation de la menace. La décision du Conseil des Etats de mainte- nir l'article 19, comme cela a d'ailleurs été proposé par le Conseil fédéral, est très sage. Je vous demande, d'autre part, de ne pas créer de divergence avec le Conseil des
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali Schweizerische Verkehrszentrale. Beitrag Office national suisse du tourisme. Contribution In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1982 Année Anno Band IV Volume Volume Session Herbstsession Session Session d'automne Sessione Sessione autunnale Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 04 Séance Seduta Geschäftsnummer 82.013 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 23.09.1982 - 08:00 Date Data Seite 1117-1120 Page Pagina Ref. No 20 010 748 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.
Programmgesteuerter Zugriff
API- und MCP-Zugriff mit Filtern nach Quellentyp, Region, Gericht, Rechtsgebiet, Artikel, Zitat, Sprache und Datum.