Questions ordinaires
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Einfache Anfragen
initiative (1979) ist unter anderem am Fehlverhalten der Stimmenden gescheitert; 15 Prozent der nachträglich Befragten gaben an, gegen die Initiative gestimmt zu haben in der irrigen Meinung, sie würden damit gegen Atomkraft- werke Stellung nehmen (VOX: Analyse der eidgenössi- schen Abstimmung vom 18. Februar 1979, S. 15f.). Das glei- che Phänomen wurde früher schon beim ETH-Referendum (1969) beobachtet; viele stimmten gegen das Gesetz, um ihren Unwillen gegen die Studentenrebellion zum Ausdruck zu bringen; dabei war das Referendum von den Studenten ergriffen worden.»
Man darf hier eben nicht nur auf die politisch wohlinformier- ten und erfahrenen Bürger abstellen. Diese bilden die Min- derheit. Das Augenmerk ist vielmehr auch auf die breite Schicht derjenigen zu richten, die im Prinzip partizipations- willig sind und sich kurz vor dem Urnengang noch zu infor- mieren versuchen. Werden diese Bürger durch eine politi- sche Werbung, die nicht mehr die Sachzusammenhänge in einer möglichst leichtverständlichen Weise darlegt, sondern nur noch durch Schlagworte auf die politische Unerfahren- heit und Unüberlegtheit der Leser spekuliert, in einem eigentlichen Sinne desinformiert, so werden sie leicht ver- unsichert, entmutigt, bleiben am Ende doch resigniert der Urne fern oder entscheiden möglicherweise gegen ihre eigenen Intentionen.
Ich frage daher den Bundesrat an:
Ist er auch der Auffassung, dass an einer qualifizierten, den Stimmbürger nicht bewusst irreführenden politischen Propaganda gerade in unserem politischen System ein öffentliches Interesse besteht?
Teilt er die Meinung, dass die qualitative, d. h. wohlinfor- mierte Partizipation der Stimmbürger am politischen Wil- lensbildungsprozess ebenso wichtig ist wie die quantita- tive?
Sieht er einen Nutzen darin, während eines längeren Zeitabschnitts die Qualität der politischen Propaganda bei den Abstimmungskämpfen zu verfolgen, um so Kriterien zu gewinnen für die Unterscheidung zwischen angängiger und unerwünschter Propaganda?
Welche Massnahmen kommen in Frage, um ohne Beein- trächtigung verfassungsmässiger Rechte der Gefahr politi- scher Desinformation zu begegnen? Wer könnte Träger sol- cher Massnahmen sein?
Antwort des Bundesrates vom 26. Mai 1982
Es liegt in der Natur der politischen Auseinandersetzung, dass sie sich einer vereinfachenden Sprache und leicht fassbarer Bilder bedient. Dass hingegen bewusst irrefüh- rende politische Propaganda missbräuchlich ist und eine wohlinformierte Partizipation des Bürgers den Vorzug ver- dient, unterliegt keinem Zweifel. So ist denn auch im Bun- desgesetz über die politischen Rechte eine klare Rechts- grundlage für die regelmässige Beilage eines erläuternden Textes zu den Abstimmungsvorlagen geschaffen worden. Die Bundeskanzlei gibt auch zahlreiche Botschaften gratis ab, und den Parteien werden alle amtlichen Unterlagen vor den Abstimmungen kostenlos zur Verfügung gestellt. Durch eine qualitative Beurteilung der politischen Propaganda in die Abstimmungskämpfe einzugreifen, scheint dem Bun- desrat hingegen nicht angezeigt. Soweit die Grenzen des Zulässigen überschritten werden, stehen dem betroffenen Bürger schon heute Schutzbestimmungen des Zivilrechts und des Strafrechts zur Verfügung. Ferner ist eine Bot- schaft über den Ausbau des Persönlichkeitsschutzes (Art. 28 ZGB und Art. 49 OR) eben den eidgenössischen Räten zugeleitet worden. Einschneidendere Massnahmen über zulässige und nicht zulässige Propaganda wären, sofern sie es für nötig finden, Sache der Parteien, von denen für allfällige Absprachen in dieser Richtung auch die Initiative ausgehen sollte. .
Question ordinaire Ziegler-Genève
du 1er décembre 1981 (81.750)
Guatemala-Komitee. Eingriff der Polizei Comité Guatemala. Descente de police
Dans la nuit du 11 au 12 novembre 1981, des inconnus ont pénétré dans les locaux du comité de solidarité avec le peu- ple du Guatemala, à Zurich.
On devra apprendre par la suite que ces inconnus étaient des agents de divers services de police, mandatés par le Procureur de la Confédération.
Les agents ont agi en l'absence des locataires. Ils ont saisi un nombre important de diapositives, de documents, de listes d'adresses.
Le Comité Guatemala fait un travail important d'aide et de solidarité à un peuple massacré par la dictature militaire.
Or, ce comité n'a obtenu jusqu'à aujourd'hui aucune expli- cation satisfaisante concernant la descente de police dont il a été victime.
Le Conseil fédéral peut-il nous renseigner sur les raisons, les bases légales, le déroulement de cette descente poli- cière ?
Réponse du Conseil fédéral du 26 mai 1982
A la suite de l'arrestation de deux personnes soupçonnées d'importants délits perpétrés au moyen d'explosifs, la Police cantonale zurichoise a, sur ordre du Procureur géné- ral de la Confédération, effectué une perquisition au domi; cile des prévenus, à Zurich, dans la soirée du 11 novembre 1981. Dans l'appartement perquisitionné, utilisé en commun par plusieurs locataires, le Comité Guatemala entreposait divers objets et documents, ce qu'ignoraient les autorités chargées de l'enquête. Comme les droits de propriété n'était pas clairement établis, du matériel n'appartenant pas aux prévenus fut aussi provisoirement saisi et, sur demande, placé sous scellés.
L'avocat zurichois mandaté par le Comité Guatemala, ainsi que le Comité Amérique centrale à Berne - lequel était intervenu auprès des autorités - furent informés des impli- cations de l'affaire ayant motivé l'action de la police. Le Comité Guatemala est rentré en possession de ses biens, qui à aucun moment n'avaient été rendus accessibles à des tiers.
Einfache Anfrage Graf vom 17. März 1982 (82.631)
Abgasverordnung für Motorfahrzeuge
Ordonnance sur les gaz d'échappement des véhicules à moteur
Am 1. März 1982 hat der Bundesrat die Übergangsbestim- mungen der Abgasverordnung (Aufbrauchfrist) um drei Monate verlängert. Auch damit verbleiben, wie Äusserun- gen der Fachkreise zu entnehmen war, weiterhin zahlreiche, in der Praxis fast unlösbare Probleme. Ich ersuche deshalb den Bundesrat um Stellungnahme zu folgenden Fragen:
Sind im Zusammenhang mit dieser Übergangsfrist, die im Vernehmlassungsentwurf vom 30. März unter den Über- gangsbestimmungen noch nicht vorgesehen war, die direkt betroffenen Kreise (Autogewerbe, Autoimporteure) konsul- tiert und begrüsst worden?
Sieht der Bundesrat eine Möglichkeit, auf diese, vom Autogewerbe aufgrund einschneidender Konsequenzen stark beanstandete Übergangsfrist zurückzukommen und an ihrer Stelle eine Lösung zu setzen, welche mit der bereits bei der Inkraftsetzung der Lärmgrenzwerte ange- wandten Stichdatumsregelung arbeitet?
Wie beurteilt der Bundesrat generell die aussenwirt- schaftlichen und handelspolitischen Konsequenzen dieser gegenüber unseren Haupthandelspartnern aus dem EG-
130 - N
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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Question ordinaire Ziegler-Genève du 1er décembre 1981: Guatemala-Komitee. Eingriff der Polizei
Question ordinaire Ziegler-Genève du 1er décembre 1981: Comité Guatemala. Descente de police
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
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1982
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Anno
Band
III
Volume
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Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
Z
Séance
Seduta
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81.750
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Datum 25.06.1982 - 08:00
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