Import eggs sold as domestic eggs

20010577Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (VPB)25.06.1982Other

Zusammenfassung

National Councillor Schwarz asked whether private egg-trade organizations could make an agreement with a federal office that conflicted with the food ordinance, what investigations followed an egg scandal, and what changes were planned for the revision of the food ordinance. The Federal Council replied in writing that the agreement had only been a trial to test practical remedies and gather experience for the revision. After it emerged that foreign eggs had been sold as Swiss eggs, the experiment was abandoned. The revised egg provisions would again require complete stamping of imported eggs, with no late stamping, and cantonal chemists had been instructed to intervene against violations.

Regest

LMV Art. 171 ff.; imported eggs and marking requirements; a temporary administrative experiment may be used to test revision measures, but once the experiment proves unsuitable, the pre-existing ordinance applies again and the revised rules must restore full marking of foreign eggs. Where customs may only refuse obviously spoiled goods, regulatory changes must ensure that unmarked imported eggs are stopped at the border; enforcement is then delegated to the cantonal chemists.

Gesamter Gesetzestext

  1. Juni 1982 N

975

Interpellation Schwarz

81.480 Interpellation Schwarz Verkauf von Importeiern als Inlandeier Œufs étrangers vendus comme œufs du pays

Wortlaut der Interpellation vom 28. September 1981

Gemäss Lebensmittelverordnung Artikel 173 Absatz 1 müs- sen aus dem Ausland eingeführte Eier bei der Einfuhr eine Kennzeichnung ihres ausländischen Ursprungs tragen. Die- ser Grundsatz wurde durch den Abschluss einer Vereinba- rung zwischen dem VSEI, Bern, der Coop Schweiz, Basel, dem Migros-Genossenschaftsbund, Zürich, der SEG, Glatt- brugg, der IG-Geflügel, Zollikofen, einerseits und der Abtei- lung Lebensmittelkontrolle des Bundesamtes für Gesund- heitswesen, Bern, andererseits dahingehend relativiert, dass ausnahmsweise nicht vorschriftsgemäss gestempelte Importeier durch die Importeure nachträglich zu stempeln seien. Diese Vereinbarung wurde durch die IG-Geflügel ein- seitig per 30. September des laufenden Jahres gekündigt. Ferner wurde im April 1981 vom Bundesamt für Gesund- heitswesen den im Eiersektor tätigen Organisationen ein Entwurf zur Revision der Lebensmittelverordnung zuge- stellt, der unter anderem vorsah, die Regelung der erwähn- ten Vereinbarung zu übernehmen, wonach die Einfuhr ungestempelter Eier nicht mehr ausdrücklich verboten ist, sondern der Importeur zur Nachstempelung verpflichtet wird. Im Sommer dieses Jahres wurden nun die von Produ- zentenkreisen seit langem gehegten Befürchtungen bestä- tigt, dass die Importeure eine lückenlose Nachstempelung von Importeiern nicht zu gewährleisten in der Lage sind, indem bei einer Filiale eines namhaften Eierimporteurs ungestempelte Importeier als Inlandeier verkauft wurden. In diesem Zusammenhang stelle ich dem Bundesrat fol- gende Fragen:

  1. Ist es zulässig, dass private Organisationen zusammen mit der Abteilung. eines eidgenössischen Amtes Vereinba- rungen treffen, die eindeutig im Gegensatz zu einer Verord- nung stehen?

  2. Welche Massnahmen wurden nach Bekanntwerden des erwähnten Eierskandals seitens der Behörden getroffen, um die im Eierimport tätigen Firmen in ihrer Gesamtheit auf derartige Verfehlungen zu untersuchen?

  3. Zum Schutze sowohl der Inlandproduzenten wie auch der Konsumenten ist eine lückenlose Stempelung der Importeier unerlässlich, um so mehr, als die Futtermittelher- stellung in der Schweiz streng reglementiert ist. Bei Import- eiern ist nicht bekannt, was für Futtermittel verwendet wor- den sind. Welche Konsequenzen werden aufgrund der jüngst aufgetretenen Missbräuche in der sich in Revision befindlichen Lebensmittelverordnung gezogen? Welches ist der derzeitige Stand der Revision?

Texte de l'interpellation du 28 septembre 1981

Conformément à l'article 173, 1er alinéa, de l'ordonnance sur les denrées alimentaires, les œufs importés doivent être pourvus d'une marque établissant leur origine étrangère. Cette règle a été largement assouplie à la suite d'une convention passée entre, d'une part, l'Union suisse des importateurs d'œufs à Berne, la Coop Suisse à Bâle, la Fédération des coopératives Migros à Zurich, l'Union suisse des coopératives pour la vente des œufs et de la volaille (SEG) à Glattbrougg, la Communauté d'intérêts de la pro- duction suisse des œufs et de la volaille à Zollikofen et, d'autre part, la Sous-division du contrôle des denrées ali- mentaires de l'Office fédéral de la santé publique à Berne. Cet accord prévoit en effet, à titre exceptionnel, que les œufs importés qui n'ont pas été estampillés conformément aux prescriptions peuvent l'être après coup par l'importa- teur. Cette convention a été dénoncée unilatéralement,

pour le 30 septembre de l'année en cours, par la Commu- nauté d'intérêts de la production suisse des œufs et de la volaille. En outre, au mois d'avril 1981, l'Office fédéral de la santé publique a soumis aux organisations directement intéressées un projet de révision de l'ordonnance sur les denrées alimentaires. Ce projet prévoit notamment de reprendre la réglementation introduite par la convention susmentionnée, à savoir de renoncer à introduire expressé- ment l'importation d'œufs non estampillés et de permettre aux importateurs de le faire après coup. Au cours de l'été écoulé, les craintes éprouvées depuis longtemps par les. producteurs se sont révélées fondées: les importateurs ne sont plus en mesure de garantir le marquage systématique des œufs importés; la preuve en est qu'une succursale d'un importateur bien connu a récemment vendu des œufs importés non estampillés comme œufs du pays.

Cette situation m'amène à poser au Conseil fédéral les questions suivantes:

  1. Est-il admissible que des organisations privées passent, avec une sous-division d'un office fédéral, des conventions qui sont en flagrante contradiction avec les dispositions d'une ordonnance fédérale ?

  2. Quelles mesures les autorités ont-elles prises, une fois connu le scandale des œufs importés, pour enquêter sur toutes les entreprises engagées dans l'importation d'œufs, afin de faire la lumière sur d'éventuelles infractions?

  3. Dans l'intérêt commun des producteurs indigènes et des consommateurs, il est indispensable que tous les œufs importés soient estampillés. Dans le cas des œufs impor- tés, on ignore en effet tout des matières fourragères qui ont été utilisées pour les poules, alors que la production de denrées fourragères est strictement réglementée en Suisse. Quelles conséquences a-t-on tirées des récents abus pour l'ordonnance sur les denrées alimentaires qui fait actuellement l'objet d'un remaniement? A quel stade en sont les travaux de révision?

Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und er wünscht eine schriftliche Beantwortung.

L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.

Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral

Frage 1: Die in Frage stehende Vereinbarung zwischen dem Bundesamt für Gesundheitswesen und verschiedenen Or- ganisationen des Eierhandels sah im Sinne eines Versuchs die Möglichkeit einer Nachstempelung der Importeier vor und regelte deren Modalitäten. Sie wurde im Hinblick auf eine vorzunehmende Änderung der Bestimmungen der Lebensmittelverordnung über die Eier getroffen. Es galt zu prüfen, ob auf möglichst rasche, rationelle und verantwort- bare Art Mängel bei der Eierkontrolle an der Grenze zu beheben sind. Man wollte Erfahrungen für die beabsichtigte Revision der Eierartikel sammeln.

Frage 2: Nachdem bekannt wurde, dass eine Eierfirma in grossem Umfange ausländische Eier als Schweizereier ver- kauft hatte, wurde der Versuch als untauglich abgebrochen. Auch mit einer verstärkten Nachkontrolle im Landesinnern ist es nämlich nicht möglich, derartige Missbräuche in jedem Fall zu verhindern.

Frage 3: Aufgrund dieser Überlegungen wird in den in Bearbeitung befindlichen neuen Eierartikeln der LMV (Art. 171 ff.) wiederum die lückenlose Stempelung der aus- ländischen Eier verlangt, und es ist auch keine Nachstem- pelung mehr vorgesehen. Von einer derartigen Kennzeich- nung sind bei Eiern, die für die Schweiz bestimmt sind, ein- zig diejenigen Eier befreit, die aus der ausländischen Grenzzone stammen und an die Grenzbewohner für den eigenen Gebrauch unter Ausschluss des Zwischenhandels verkauft werden. Die betreffenden Eierartikel befinden sich zurzeit vor dem grossen Mitberichtsverfahren. Nachdem ein

N 25 juin 1982

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Interpellation Bacciarini

Partner von der anfangs erwähnten Vereinbarung zurückge- treten ist, gelten nun wieder die Vorschriften der bestehen- den Verordnung, die grundsätzlich ebenfalls keine Nachs- tempelung zulassen. Die Kantonschemiker wurden davon in Kenntnis gesetzt und angehalten, bei Nichtbefolgung ein- zuschreiten.

In diesem Zusammenhang muss aber darauf hingewiesen werden, dass die Zollorgane aufgrund des bestehenden Lebensmittelgesetzes nur das Recht haben, «augenschein- lich» verdorbene Ware zurückzuweisen. Dies trifft für ungestempelte Eier nicht unweigerlich zu. Deshalb wird zur- zeit eine Änderung der Eierordnung geprüft, die bewirken soll, dass ungestempelte ausländische Eier keine Zulas- sung finden und folglich an der Grenze aufgehalten werden müssen.

Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich von der Antwort des Bundesrates als befriedigt.

81.482

Interpellation Bacciarini Schutz der italienischen Sprache in der Schweiz Tutela dell'italiano in Svizzera Sauvegarde de la langue italienne en Suisse

Wortlaut der Interpellation vom 29. September 1981

Wenn man von der Pflege der italienischen Sprache und der italienischen Kultur spricht, meint man gewöhnlich die Anstrengungen auf diesem Gebiet in der italienischen Schweiz, im Tessin. So verstanden scheint mir die Pflege aber zu beschränkt und ungenügend. Die italienische Spra- che sollte in der ganzen Schweiz gelernt und folglich auch gepflegt werden.

Der Bundesrat wird ersucht,

  1. zu sagen, wie weit die Empfehlungen der Kommission Burckhardt vom September 1973 verwirklicht worden sind, insbesondere die Vorschläge für Massnahmen auf kulturel- lem Gebiet in der deutschen und französischen Schweiz:
  • Vorlesungen in italienischer Sprache an den Eidgenössi- schen Technischen Hochschulen und an den Universitäten;

  • Beratung der italienischsprachigen Studenten (Studen- tenhilfe);

  • schriftliche Arbeiten in italienischer Sprache;

  • Präsenz der italienischen Kultur;

  • italienische Sprachkurse und Vorlesungen über die italie- nische Literatur;

  1. zu sagen, ob nicht bald durch eine Änderung der Maturi- täts-Anerkennungsverordnung Italienisch für alle Schweizer Gymnasiasten zum Pflichtfach erhoben werden sollte.

Texte de l'interpellation du 29 septembre 1981

Lorsqu'on parle de la sauvegarde de la langue et de la cul- ture italiennes, on pense d'habitude à ce qui est réalisé à cet effet en Suisse italienne, au Tessin.

Une telle conception me paraît limitative et insuffisante. La langue italienne doit être connue et, par conséquent, proté- gée dans toute la Suisse.

Le Conseil fédéral est prié

  1. de se prononcer sur l'application des recommandations faites par la Commission Burkhardt (en septembre 1973), notamment en ce qui concerne les mesures touchant le domaine culturel transalpin:
  • cours de langue italienne dans les écoles polytechniques et les universités;

  • aide aux étudiants de langue italienne;

  • l'italien dans les travaux écrits;

  • présence de la civilisation italienne;

  • cours de langue et de littérature italiennes.

  1. de se prononcer sur une révision prochaine de l'ordon- nance fédérale sur la reconnaissance des certificats de maturité (ORM) visant à rendre l'italien obligatoire dans tous les gymnases suisses.

Testo della interpellazione del 29 settembre 1981

Si è soliti intendere, quando si parla di tutela della lingua e della cultura italiana, l'opera che si svolge, a questo scopo, nella Svizzera italiana, nel Ticino.

Il discorso, così inteso, sembra limitativo e insufficiente. L'italiano deve essere conosciuto e quindi tutelato in tutta la Svizzera.

Il Consiglio federale è pregato

  1. Di pronunciarsi sull'applicazione che hanno avuto le rac- comandazioni della Commissione Burckhardt (settembre 1973), in particolare riguardo ai provvedimenti concernenti il settore culturale transalpino:
  • Corsi di lingua italiana nei politecnici e nelle università;

  • Assistenza agli studenti di lingua italiana;

  • L'italiano nei lavori scritti;

  • Presenza della civiltà italiana;

  • Corsi di lingua e letteratura italiane.

  1. Di pronunciarsi su una prossima revisione dell'ordinanza federale sugli esami di maturità che promuova l'italiano a materia obbligatoria per tutti i liceali svizzeri.

Mitunterzeichner - Cosignataires - Cofirmatari: Aubry, Bar- chi, Carobbio, Columberg, Cotti, Delamuraz, Duboule, Eng, Frey-Neuchâtel, Füeg, Houmard, Jelmini, Lang, Muheim, Oehen, Pedrazzini, Pini, Ribi, Robbiani, Spreng (20)

Schriftliche Begründung - Développement par écrit Motivazione scritta

Già il postulato Bacciarini (29 settembre 1981) sollevava, in un contesto più preciso (quello delle possibili «Annexans- talten» dei Politecnici) il problema che illustrerò.

La tutela delle minoranze linguistiche riveste, senz'ombra di dubbio, un'importanza basilare non solo per l'essere e l'operare delle stesse minoranze, ma per l'esistenza della Svizzera. La pluralità linguistica e culturale del paese non può quindi essere difesa in compartimenti stagni: oppor- tuno rafforzare le culture delle minoranze, ma ancora più importante evitare l'erezione di ghetti e favorire al massimo la circolazione delle idee, delle lingue: l'apertura della galle- ria autostradale del San Gottardo potrebbe essere il sim- bolo emblematico di questa circolazione, ma basi culturali e formazione linguistica sufficiente devono permettere que- sto scambio.

  1. La Commissione Burckhardt, costituita dal Consiglio federale in seguito al Postulato Galli il 27 ottobre 1969, sud- divide il problema in due aspetti: quello cisalpino e quello transalpino.

E'in particolare della situazione dell'aspetto transalpino che si occupa questo mio postulato.

La Commissione ha rilevato, nelle sue conclusionì, una insufficiente possibilità di formazione in lingua italiana presso i Politecnici e le Università.

La stessa Commissione ha formulato, in questo ambito, proposte precise. Sarei lieta di conoscere quale seguito hanno avuto queste raccomandazioni.

  1. E'constatazione della Commissione Burckhardt - ed oggi la situazione è forse peggiorata - che la presenza dell'italiano nelle scuole medie dei cantoni confederati sia, a dir poco, modesta.

Per ragioni pratiche evidenti, allo studio dell'italiano, si pre- ferisce quello dell'inglese.

Lo studio dell'inglese, lingua di comunicazione scientifica e economica, è ritenuto utile anche dai Ticinesi. Essi però

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

Interpellation Schwarz Verkauf von Importeiern als Inlandeier Interpellation Schwarz Œufs étrangers vendus comme œufs du pays

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Sessione estiva

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Consiglio

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Datum 25.06.1982 - 08:00

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