Postulat Kühne
970
N 25 juin 1982
81.910 Postulat Hubacher Frauenpolitik. Stabsstelle Politique de la condition féminine. Organe fédéral
82.307 Postulat Kühne Flächenbeiträge im Berggebiet Subsides à la surface en régions de montagne
Wortlaut des Postulates vom 17. Dezember 1981
Der Bundesrat wird ersucht, zu prüfen, ob die neu geschaf- fene «Stabsstelle für Frauenfragen in der Bundesverwal- tung» nicht zu einer eigentlichen Stabsstelle für Frauenpoli- tik ausgebaut werden kann.
Texte du postulat du 17 décembre 1981
Le Conseil fédéral est invité à examiner si le Bureau de la condition féminine de l'administration fédérale, qui a été récemment créé, ne pourrait pas être transformé en un organe véritablement responsable de la politique de la con- dition féminine.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Christinat, Deneys, Gerwig, Jaggi, Leuenberger, Meier Werner, Morel, Neukomm, Reimann, Robbiani, Uchtenhagen, Vannay (13)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Ein gleichlautendes Postulat wurde im Juni 1979 einge- reicht, später vom Bundesrat entgegengenommen und vom Nationalrat überwiesen. In verdankenswerter Weise ist dar- aus ein erster konkreter Schritt geworden. Der Bundesrat hat eine «Stabsstelle für Frauenfragen in der Bundesverwal- tung» geschaffen. So erfreulich dieser erste Schritt ist, deckt er natürlich das Begehren einer «Stabsstelle für Frauenpolitik» nur punktuell und nicht generell ab. Verschie- dene Länder in Westeuropa verfügen bereits über derartige Stellen. Im Deutschen Bundestag erklärte zum Beispiel der Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit erst kürzlich: «Die Errichtung eines Netzwerkes von Gleichbe- rechtigungsstellen in der ganzen Bundesrepublik halte ich für sinnvoll.»
Nun geht es mit dem Postulat nicht darum, bereits Detailfra- gen vorwegnehmen zu wollen. Es geht um den Grundsatz. Es geht um eine «Stabsstelle für Frauenpolitik» mit Kompe- tenzen, die zu umschreiben sind. Die Gleichberechtigungs- anerkennung erfordert in unserem Land eine zusätzliche Anstrengung. Auf vielen Ebenen, bei vielen Erlassen, Ver- ordnungen, Ausarbeitungen von Gesetzestexten und Durchführungskriterien drängt sich eine besondere Mit- sprache im Sinne der Überprüfung der Frage, wie es mit der Gleichberechtigung steht, auf. Diese Arbeit kann von der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen nicht allein bewältigt werden. Es braucht eine minimale Struktur, ein kompetentes und wirkungsvolles Amt, eben eine «Stabs- stelle für Frauenpolitik», um beim Nachholbedarf, der für die grössere Hälfte unseres Volkes besteht, ein zukunftswei- sendes Zeichen zu setzen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen -Transmis
Wortlaut des Postulates vom 26. Januar 1982
Der Bundesrat wird eingeladen, die Verordnung über Bewirtschaftungsbeiträge an die Landwirtschaft mit erschwerten Produktionsbedingungen (16. Juni 1980) zu ändern. Für Steillagen im Berggebiet sind erhöhte Beitrags- sätze zu schaffen.
Texte du postulat du 26 janvier 1982
Le Conseil fédéral est invité à modifier l'ordonnance insti- tuant des contributions à l'exploitation agricole du sol dans des conditions difficiles (du 16 juin 1980) en augmentant le montant de la contribution à la surface allouée pour les ter- rains en forte pente.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Barras, Biderbost, Blun- schy, Bühler-Tschappina, Bundi, Bürer-Walenstadt, Can- tieni, de Chastonay, Columberg, Darbellay, Dirren, Dürr, Eppenberger-Nesslau, Frei-Romanshorn, Früh, Geissbüh- ler, Graf, Hari, Hofmann, Hösli, Huggenberger, Humbel, Iten, Jost, Jung, Junod, Kaufmann, Keller, Koller Arnold, Landolt, Massy, Meier Josi, Müller-Luzern, Müller-Scharnachtal, Nef, Nussbaumer, Oehen, Oehler, Räz, Reichling, Risi-Schwyz, Roth, Röthlin, Rutishauser, Rüttimann, Schärli, Scherer, Schnider-Luzern, Schnyder-Bern, Segmüller, Tochon, Vetsch, Zbinden, Ziegler-Solothurn (54)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Mit den Flächenbeiträgen sollen die Nachteile der Bewirt- schaftung von Hang- und Steillagen abgegolten werden. Die untere Grenze ist bei 18 Prozent Neigung angesetzt. Die Erschwernisse nehmen parallel mit steigender Hangnei- gung zu. Bei Flächen, welche Werte über 35 Prozent auf- weisen, ist eine Mechanisierung nur noch beschränkt mög- lich. Die Arbeitserledigung wird dadurch wesentlich teurer. Durch die heutige Regelung werden Bewirtschafter solcher Flächen benachteiligt. Den erhöhten Erschwernissen wird nicht Rechnung getragen. Bedingt durch den vermehrten Arbeitsaufwand können je Arbeitskraft kleinere Flächen bewirtschaftet werden, was gesamthaft zu kleineren Bei- tragssummen führt. Ein erhöhter Beitragssatz für Steillagen führt zu mehr Gerechtigkeit. Zudem wird die Lage der Bevölkerungsgruppe mit harten Existenzbedingungen gezielt und wirksam verbessert.
Die Unterstützung der Berglandwirtschaft gehört zum klas- sischen Aufgabenbereich des Bundes. Sie ist eine staats- politische Aufgabe, die vom ganzen Schweizervolk getra- gen werden muss. Das Berggebiet ist recht unterschiedlich auf die einzelnen Kantone verteilt. Bergkantone zählen zudem in der Regel nicht zu den finanzstarken Ständen. Eine befriedigende und einheitliche Lösung dieser Frage kann somit nur auf Bundesebene getroffen werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Überwiesen - Transmis
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Postulat Kühne Flächenbeiträge im Berggebiet Postulat Kühne Subsides à la surface en régions de montagne
In
Dans
In
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Jahr
1982
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 82.307
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
25.06.1982 - 08:00
Date
Data
Seite
970-970
Page
Pagina
Ref. No
20 010 571
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