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Interpellation Crevoisier
N 19_mars 1982
mesures sont plus actuelles que jamais? Est-il prêt à se faire le défenseur de cette prestation sociale ?
Begründung
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Développement
L'auteur renonce au développement et désire une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
a. Für Polizeitransporte 50 Prozent auf den Preisen der gewöhnlichen Billette 2. oder 1. Klasse.
b. Den Teilnehmern an Arbeitsdiensten, am Landdienst und an der Praktikantinnenhilfe für die Fahrt zum Antritt der Arbeitsstelle 50 Prozent auf den Preisen der gewöhnlichen Billette einfacher Fahrt 2. Klasse.
c. Bedürftigen Personen, die auf Kosten oder mit Unter- stützung einer Fürsorgestelle reisen, 50 Prozent auf den Preisen der gewöhnlichen Billette 2. Klasse.
d. Krankenschwestern und Krankenpflegern zur Ausübung unbezahlter Krankenpflege, zum Besuch von Krankenpfle- gekursen und für Reisen zur Erholung 50 Prozent auf den Preisen der gewöhnlichen Billette 2. und 1. Klasse.
e. In der Schweiz wohnhafte Invalide, die ständig begleitet werden müssen, können eine Begleitperson oder einen Führerhund unentgeltlich in der 2. oder 1. Klasse mitneh- men.
Das Jahres-Halbpreis-Abonnement, mit dem auch die gün- stigen Tageskarten gelöst werden können, wird den Invali- den zum Preise von 90 Franken statt 300 Franken abgege- ben. Kombiniert mit den obenerwähnten Vergünstigungen können somit Invalide und Begleitpersonen mit nur einer Tageskarte oder nur einem Billett zum halben Preis reisen. Ferner werden für die Beförderung von Invalidenfahrzeugen anstelle der normalen Stückfrachten ermässigte Stück- frachten berechnet und bei Reise im Fahrstuhl wird dieser unentgeltlich befördert.
Neben den vorerwähnten ausgeprochenen sozialen Ver- günstigungen gewähren die schweizerischen Transportun- ternehmungen eine Reihe von Fahrvergünstigungen kom- merzieller Art. Darunter fallen unter anderem Ausflugsbil- lette, Ferienbillette, Spezialbillette für Messen, Veranstal- tungen usw., die Familienvergünstigungen, die Vergünsti- gungen für Gruppen und Schulen, die regionalen Ferien- abonnemente sowie die Halbpreis-Abonnemente «Junior» und «Senior».
Die Vergünstigungen a bis d werden ab 1. März 1982 aufge- hoben. Die als Bedürftige geltenden Personen werden davon nicht direkt betroffen. Es sind vielmehr die öffentli- chen und privaten Fürsorgestellen, die inskünftig anstelle des halben den ganzen Fahrpreis zu tragen haben. Ähnlich verhält es sich bei den übrigen wegfallenden Vergünstigun- gen.
Polizeitransporte · 300 000 Franken
Freiwilliger Land- und Arbeitsdienst 40 000 Franken
Bedürftige 400 000 Franken
Krankenschwestern 400 000 Franken
Rund 7400 Invalide benützen die Ausweiskarten zur Mit- nahme einer Gratisbegleitperson. Da nicht bekannt ist, in welchem Ausmass mit diesen Karten Reisen ausgeführt werden, lässt sich der Wert der Vergünstigung nur schwer- lich ermitteln. Angenommen, dass jeder Invalide monatlich eine Reise zum Preise von 20 Franken ausführt, ergibt sich für die Transportunternehmungen ein jährliches, nicht abge-
goltenes Preiszugeständnis im Wert von rund 1,8 Millionen Franken.
Bei den Halbpreis-Abonnementen für Invalide ergibt sich, bei einem jährlichen Verkauf von 13 000 Abonnementen, ein Vergünstigungswert von rund 2,7 Millionen Franken, der ebenfalls nicht abgegolten wird.
Die Ausweise zur Inanspruchnahme der Fahrvergünsti- gung für Bedürftige werden von den zur Ausstellung ermächtigten Fürsorgestellen in eigener Kompetenz abge- geben. Inwieweit diese Institutionen die Bedingungen zur Inanspruchnahme der Fahrvergünstigung einhalten, lässt sich nicht feststellen. Allgemein kann angenommen werden, dass die Ausgabestellen die Weisungen befolgen. Fälle missbräuchlicher Verwendung der Fahrvergünstigung wer- den selten gemeldet.
Der Bundesrat teilt die Auffassung, dass Massnahmen sozialpolitischer Natur bei voller Beachtung ihrer grossen Bedeutung doch nicht zu den Aufgaben gehören, welche die Bahnen, Schiffahrts- und Automobilunternehmungen in erster Linie zu erfüllen haben. Die Verpflichtung, den mit öffentlicher Unterstützung reisenden Bedürftigen halbe Fahrpreise zu gewähren, stammt aus einer Zeit, wo die Bah- nen faktisch über das Transportmonopol verfügten (1. November 1881). Seither haben sich die Verhältnisse geändert. Die soziale Sicherheit und die Fürsorgeeinrich- tungen wurden bedeutend ausgebaut und tragen auch Kosten der in Frage stehenden Natur. Die öffentlichen Transportunternehmungen sind zufolge der wachsenden Konkurrenz des privaten Strassenverkehrs mehr und mehr in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Das Reglement betreffend die «Fahrbegünstigung für Arme» wurde vom Bundesrat denn auch bereits im Jahre 1950 aufgehoben und durch den (unveröffentlichten) Tarif 630 der schweizeri- schen Transportunternehmungen ersetzt.
Unter Beachtung von Artikel 3 des SBB-Gesetzes (SR 742.31) und Artikel 24 des Bundesratsbeschlusses über die Bildung der Eisenbahntarife (SR 742.402.1), wonach die Eisenbahnen auf volkswirtschaftliche, soziale und kulturelle Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen haben, soweit es ihre finanziellen Mittel gestatten, erscheint die · Gewährung von spezifisch fürsorgerisch begründeten Ermässigungen zu Lasten der zu einem guten Teil notlei- denden Bahnen nicht mehr als geboten. Die dahingehenden Änderungen führen nicht zu Härten.
Präsidentin: Der Interpellant ist teilweise befriedigt.
81.557 Interpellation Crevoisier Radioaktive Abfälle. Versenkung ins Meer Déchets radioactifs. Déversement en mer
Wortlaut der Interpellation vom 1. Dezember 1981
Am 27. März 1981 hat die amerikanische Delegation bei der Kernenergieagentur der OECD in einem Brief an den Direk- tor dieser Organisation erklärt, die Vereinigten Staaten seien über die Versenkung von Stahlfässern und Betonbe- hältern mit 7000 Tonnen schwach- und mittelaktiven Abfäl- len im Golf von Gascogne vom September 1981 beunruhigt. Ungeachtet der amerikanischen Intervention wurden 400 Tonnen solcher Abfälle - sie kamen aus der Schweiz - wie anfänglich geplant, beseitigt.
Wir fragen deshalb den Bundesrat:
Wusste er vom Brief der Vereinigten Staaten und, falls ja, wie hat er darauf geantwortet?
Erachtet er es nicht als unerlässlich, dass das Versenken von radioaktiven Abfällen so lange gestoppt wird, als man
Interpellation Günter
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nicht weiss, ob eine solche Beseitigung jede erforderliche Sicherheit bietet?
Texte de l'interpellation du 1er décembre 1981
Le 27 mars 1981, la mission américaine auprès de l'Agence pour l'énergie nucléaire de l'OCDE adressait, au directeur de cette organisation, une lettre soulignant l'inquiétude des Etats-Unis à propos du déversement, en septembre 1981, dans le Golfe de Gascogne, de fûts en acier et de conte- neurs en béton contenant sept mille tonnes de déchets fai- blement ou moyennement radioactifs. Quatre cents tonnes de ces déchets, provenant de Suisse, ont malgré l'interven- tion américaine, été évacués comme cela avait été initiale- ment prévu.
Nous demandons par conséquent au Conseil fédéral:
S'il a eu connaissance de la lettre envoyée par les Etats- Unis et, le cas échéant, comment il y a répondu?
S'il ne croit pas indispensable de faire cesser le largage en mer de ces déchets radioactifs tant que nous ne sau- rons pas si un tel procédé d'élimination offre toutes les sécurités nécessaires?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Carobbio, Herczog, Magnin (3)
Begründung
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Développement
L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Question 1. Les services administratifs intéressés avaient connaissance de ladite lettre. Celle-ci ne demandait pas de réponse. Elle critiquait l'augmentation du volume des déchets immergés et relevait qu'il conviendrait d'intensifier la recherche scientifique et la surveillance.
Les intéressés ont pris connaissance de ces remarques et constaté ceci:
En 1979/1980, l'Agence pour l'énergie nucléaire de l'OCDE a étudié l'emplacement choisi dans l'Atlantique nord pour immerger des déchets radioactifs. Une déléga- tion des Etats-Unis participait à ces travaux, qui ont permis d'établir que cet emplacement pourrait recevoir de tels déchets pendant au moins cinq ans en quantités compara- bles aux volumes immergés annuellement jusqu'ici.
Le volume des déchets immergés par notre pays est du même ordre que par le passé.
Treize pays, dont les USA et la Suisse, ont renforcé leur programme de recherches dans l'Atlantique nord tout en le soumettant à la coordination dans le cadre de l'Agence pour l'énergie nucléaire de l'OCDE. Cette initiative faisait suite à une recommandation de l'OCDE.
Répondant à une question du Sénat, l'«U.S. General Accountant Office» a rédigé en octobre 1981 un rapport disant que l'immersion en mer des déchets radioactifs est nettement moins dangereuse pour la santé publique et pour l'environnement qu'on ne l'avait cru.
Question 2. L'immersion des déchets en haute mer se fait dans le cadre de la convention du 19 décembre 1972 sur la prévention de la pollution des mers résultant de cette acti- vité («Convention de Londres 1972»). La surveillance scien- tifique des lieux de l'opération dans l'océan Atlantique confirme que les valeurs-limites imposées quant aux effets sur l'environnement sont respectées. Dès lors, le Conseil fédéral ne voit pas de raison de renoncer à la seule possibi- lite qui s'offre, actuellement, d'éliminer ces déchets.
Präsidentin: Der Interpellant erklärt sich als teilweise befrie- digt.
81.926 Interpellation Günter Energieversorgung in Kriegszeiten Approvisionnement énergétique en temps de guerre
Wortlaut der Interpellation vom 18. Dezember 1981
Die Verteidigungskraft unseres Landes hängt stark vom Funktionieren unserer Energieversorgung ab. Ich frage des- halb den Bundesrat, ob er:
bei den nötigen Vorkehrungen die sich aufdrängende dezentrale Versorgung besonders berücksichtigen wird, wie vor allem: Förderung dezentraler Sonnenenergieheizan- lagen, dezentraler Gesamtenergieanlagen (die dezentral Heizenergie und elektrische Energie erzeugen) und dezen- tral gelagerte Brennstoffvorräte wie insbesondere Kohle, Holz und Heizöl;
Firmen und Privaten finanzielle Zuschüsse aus dem Bud- get des Militärdepartements ausrichtet, falls sie Gesamt- energieanlagen in Betrieb setzen, welche die Notenergie- versorgung wirkungsvoll unterstützen könnten?
Texte de l'interpellation du 18 décembre 1981
La puissance défensive de notre pays dépend fortement du bon fonctionnement de notre approvisionnement en éner- gie. Dans cet ordre d'idées, je pose les question suivantes au Conseil fédéral:
Prendra-t-il spécialement en considération, lorsqu'il arrê- tera les mesures nécessaires, l'approvisionnement décen- tralisé indispensable, tel que, en premier lieu: développe- ment des installations décentralisées d'énergie solaire, des installations générales décentralisées d'énergie (produisant de l'énergie pour le chauffage et de l'électricité); constitu- tion de socks de charbon, bois et mazout notamment;
Accordera-t-il des contributions financières, prélevées sur le budget du Département militaire, aux entreprises et aux particuliers qui mettraient en service des installations d'énergie générale, lesquelles pourraient contribuer effica- cement à assurer l'approvisionnement en énergie de secours?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Gehler, Jaeger, Morf, Müller-Aargau, Oester, Schalcher, Schär, Widmer (8)
Begründung
Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Développement
L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Die Energieversorgung weltweit und auf schweizerischer Ebene bleibt mittel- und langfristig relativ unsicher. Auch für die Schweiz drängt sich eine eingehende Überprüfung der Sicherheitspolitik im Energiebereich auf. Die Gelegenheit dazu ergibt sich mit der Revision der Konzeption für die Gesamtverteidigung vom 27. Juni 1973, die im Verlaufe der ersten Hälfte der achtziger Jahre stattfinden soll. Bei dieser Überprüfung wird den Belangen der Energieversorgung unseres Landes ein erheblich grösseres Gewicht zukom- men als bisher.
Dezentrale Energieversorgung. Aus der Sicht der Landes- verteidigung und zur Verbesserung der Versorgungssicher- heit ist eine Dezentralisierung der Energieversorgung zu unterstützen .. Dabei müssen die rationelle Energieverwen- dung sowie die Nutzung der Sonnenenergie, Abwärme, Umgebungswärme und Biomasse (inkl. Holz) mitberück-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Crevoisier Radioaktive Abfälle. Versenkung ins Meer Interpellation Crevoisier Déchets radioactifs. Déversement en mer
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Jahr
1982
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Anno
Band
II
Volume
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Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
81.557
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.03.1982 - 08:00
Date
Data
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554-555
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