Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
Nationalrat - Conseil national
1982
Januarsession - 10. Tagung der 41. Amtsdauer Session de janvier - 10e session de la 41e législature
Erste Sitzung - Première séance
Montag, 25. Januar 1982, Nachmittag Lundi 25 janvier 1982, après-midi 15.30 h
Vorsitz - Présidence: Frau Lang
Wahlprüfung und Vereidigung Vérification des pouvoirs et prestation de serment
Rüttimann, Berichterstatter: Das Büro hat die Wahlvoraus- setzungen des Herrn Kaspar Villiger aus Pfeffikon/Luzern, der heute vereidigt werden soll, geprüft. Herr Villiger ersetzt unseren auf Ende 1981 zurückgetretenen Kollegen Erwin Muff. Auf der Liste der Liberalen Partei des Kantons Luzern war Herr Villiger seit den Wahlen von 1979 erster Ersatz- mann. Der Regierungsrat des Kantons Luzern hat am 31. Dezember 1981 Herrn Kaspar Villiger als gewählt erklärt. Dieser Beschluss wurde im «Luzerner Kantonsblatt» veröf- fentlicht; Beschwerden wurden dagegen keine eingereicht. Das Büro hat schliesslich festgestellt, dass bei Herrn Villi- ger kein Unvereinbarkeitsgrund zum Nationalratsmandat besteht und beantragt Ihnen deshalb einstimmig, seine Wahl zu validieren.
Präsidentin: Das Büro beantragt, die Wahl des Herrn Kas- par Villiger zu validieren; ein anderer Antrag wird nicht gestellt, die Wahl ist damit gültig.
Herr Villiger wird vereidigt M. Villiger prête serment
81.012 Militärische Bauten und Landerwerbe Ouvrages militaires et acquisitions de terrain
Siehe Seite 1621 hiervor - Voir page 1621 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 16. Dezember 1981 Décision du Conseil des Etats du 16 décembre 1981
Differenzen - Divergences
Art. 1 Abs. 4 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 1 al. 4
Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Wellauer, Berichterstatter: Bei diesem Geschäft besteht noch eine Differenz zum Ständerat, und zwar bei der Objektnummer 141, Bau des Eisen- und Stahllagers für die Eidgenössische Konstruktionswerkstätte in Thun.
Die erweiterte Militärkommission des Nationalrates war ursprünglich nicht überzeugt, dass der Bau des Eisen- und Stahllagers für die Eidgenössische Konstruktionswerkstätte dringlich sei. Um aber die Entflechtung der verschiedenen militärischen Anlagen in Thun nicht zu verzögern, stimmte sie dem Kredit von 9,07 Millionen Franken zu, beantragte aber in einem neuen Absatz 4 des Artikels 1, dass für die- ses Objekt vorzeitig Artikel 8 der Verordnung vom 26. August 1981 über das Finanz- und Rechnungswesen der eidgenössischen Rüstungsbetriebe gelten solle und somit diese Investitionen aus den Erträgen der Konstruk- tionswerkstätte amortisiert werden müssen. Ausgaben für Investitionen, für die der Verpflichtungskredit vor dem 1. Januar 1982 bewilligt wurde, gehen nicht zu Lasten der Rüstungsbetriebe.
Der Nationalrat stimmte am 15. Dezember 1981 diesem Antrag zu, der Ständerat hingegen lehnte aus juristischen Gründen diese Sonderregelung ab, weil das Parlament nicht eine Verordnung des Bundesrates abändern könne. Die Differenz konnte im Nationalrat während der Dezember- session 1981 nicht mehr behandelt werden. Inzwischen ist sie hinfällig geworden, weil alle Investitionen der Rüstungs- betriebe, für die der Verpflichtungskredit nach dem 1. Januar 1982 bewilligt wird, unter die Verordnung vom 26. August 1981 fallen. Das trifft nun bei einer Verabschie- dung des Kredites in dieser Januarsession zu. Die Differenz
1 - N
Crédit à la consommation. Loi
2
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N 25 janvier 1982
ist heute schon durch den zeitlichen Ablauf bereinigt. Die erweiterte Militärkommission kann deshalb einstimmig Zustimmung zum Ständerat beantragen.
M. Wilhelm, rapporteur: La Commission élargie des affaires militaires du Conseil national n'était pas persuadée, à l'ori- gine, de l'urgence de la construction d'un nouvel entrepôt pour le fer et l'acier à Thoune. Or elle a reçu, par la suite, les éclaircissements opportuns. Afin de ne pas retarder la réor- ganisation des installations militaires de cette ville, elle avait approuvé un crédit de 9,07 millions de francs. Elle a en revanche proposé que l'article 8 de l'ordonnance du 26 août 1981 concernant les finances et les comptes de l'Office fédéral de la production d'armements soit appliqué par anticipation à cet objet et que l'investissement néces- saire soit donc amorti par le biais des recettes des ateliers de construction. En effet, les frais d'investissements pour lesquels le crédit d'engagement a été octroyé avant le 1er janvier 1982 n'étaient pas à la charge des fabriques d'arme- ments.
Notre conseil a approuvé cette proposition le 15 décembre 1981. Le Conseil des Etats a, par contre, rejeté cette régle- mentation spéciale pour des raisons d'ordre juridique, le Parlement ne pouvant modifier une ordonnance du Conseil fédéral.
La divergence n'a pas pu être discutée au Conseil national durant la session de décembre 1981. Elle est devenue sans objet entre-temps, parce que tous les investissements des fabriques d'armements pour lesquels le crédit d'engage- ment a été octroyé après le 1er janvier 1982 sont réglés par l'ordonnance du 26 août 1981; or, tel sera le cas si le crédit est approuvé lors de la session de janvier 1982.
Le Conseil national avait raison sur le fond. La date du 1er janvier 1982 a mis fin à cette petite escarmouche parlemen- taire. Votre commission élargie vous propose donc de vous rallier à l'avis du Conseil des Etats, et cela sans scrupules ni réticences, et même à l'unanimité.
Präsidentin: Die Kommission schlägt vor, sich dem Beschluss des Ständerates anzuschliessen. Ein anderer Antrag wird nicht gestellt; Sie haben in diesem Sinne beschlossen.
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
78.043 Konsumkreditgesetz Crédit à la consommation. Loi
Botschaft und Gesetzentwurf vom 12. Juni 1978 (BBI II 485) Message et projet de loi du 12 juin 1978 (FF II 481)
Antrag der Kommission Eintreten
Antrag Linder Nichteintreten
Antrag Hunziker
Rückweisung an den Bundesrat
mit dem Auftrag, ein Gesetz zur Bekämpfung von Missbräu- chen vorzulegen, das folgende Punkte regelt:
Verhinderung von Kettenverschuldungen, was vor allem eine zentrale Debitorenkontrolle notwendig macht;
Transparente Konditionen, d. h. sichtbare Zinssätze;
Fixierung einer auch den Konsumentenanliegen Rech- nung tragenden Laufzeit;
Verbot der Lohnzession;
Obligatorische Restschuldversicherung;
Rücktrittsmöglichkeit;
Werbungsbeschränkungen.
Proposition de la commission Entrer en matière
Proposition Linder Ne pas entrer en matière
Proposition Hunziker Renvoyer le projet au Conseil fédéral
avec mandat de préparer un autre projet de loi qui tende à lutter contre les abus en
Empêchant les consommateurs de contracter des det- tes en chaîne (pour atteindre ce but, il importerait de pré- voir l'instauration d'un organe central de contrôle des débi- teurs);
Instaurant des conditions de crédit claires, en d'autres termes des taux d'intérêt sans équivoque;
Réglant la fixation des échéances, de telle sorte que l'on tienne compte des impératifs des consommateurs;
Interdisant la cession du salaire;
Obligeant les débiteurs à contracter une assurance- solde de dette;
Prévoyant la possibilité de dénoncer un contrat;
Restreignant la publicité en faveur du crédit à la consom- mation.
Fischer-Weinfelden, Berichterstatter: Am 12. Juni 1978 hat uns der Bundesrat den Entwurf für ein Konsumkreditgesetz unterbreitet, der in der dazugehörenden und gleichzeitig verabschiedeten Botschaft einlässlich begründet und erläu- tert wurde.
Die eigentliche Initialzündung, die diese Vorlage ausgelöst hat, erfolgte jedoch bereits einige Jahre früher. Sie bestand in verschiedenen parlamentarischen Vorstössen und Inter- ventionen, in denen schon relativ kurze Zeit nach Inkrafttre- ten des neuen Bundesgesetzes über den Abzahlungs- und Vorauszahlungsvertrag vom 23. März 1962, das vom Bun- desrat auf den 1. Januar 1963 in Kraft gesetzt worden ist, darauf aufmerksam gemacht wurde, dass die Vorschriften des vorerwähnten Bundesgesetzes durch neue Vertragsfor- men im Bereich der Konsumkreditgeschäfte unterlaufen und umgangen werden.
Zu erwähnen ist hier die Kleine Anfrage von Nationalrat Deonna vom 2. Oktober 1964, in der es um das Problem der sogenannten unechten Leasing-Verträge zur Umgehung des Abzahlungsrechtes ging.
Am 24. Juni 1965 stellte Nationalrat Schaffer die Problema- tik der Fernkursverträge und das Ausweichen auf Barkre- dite ebenfalls in einer Kleinen Anfrage zur Diskussion.
In der Sommersession 1967 erfolgte eine Intervention von Nationalrat Graber, die darauf abzielte, die zivilrechtliche Regelung des Abzahlungsgeschäftes durch strafrechtliche Sanktionen zu verstärken.
Nachdem dann gegen Ende der sechziger Jahre die Lücken im Bundesgesetz über den Abzahlungs- und Vorauszah- lungsvertrag immer offenkundiger zutage traten und die Umgehungsmöglichkeiten - insbesondere durch die Gewährung von Barkrediten - immer häufiger benutzt wur- den, reichte Nationalrat Deonna am 10. März 1969 eine Motion ein, in der verlangt wurde, dass Massnahmen zu treffen seien, mit denen die bei den Konsumkreditgeschäf- ten entstandenen Umgehungspraktiken ausgeschaltet wer- den können.
Diese Motion Deonna ist dann ein Jahr später, nämlich am 16. März 1970, mit dem Einverständnis des Motionärs als Postulat überwiesen worden. Nationalrat Deonna hat aller- dings schon damals angekündigt, dass er sich vorbehalte, die anvisierte Revision des Abzahlungsrechtes nötigenfalls durch eine parlamentarische Einzelinitiative in Gang zu brin- gen.
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Militärische Bauten und Landerwerbe Ouvrages militaires et acquisitions de terrain
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1982
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I
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Januarsession
Session
Session de janvier
Sessione
Sessione di gennaio
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
01
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 81.012
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Numero dell'oggetto
Datum 25.01.1982 - 15:30
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