Appeal admissible against summary judge’s dismissal order

RBOG 1997 Nr. 20Übriges Gericht22.12.1997Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The debtor filed an objection with the qualification that he had no new assets. The lower court refused to admit that objection in relation to the added qualification, without examining the debtor’s financial situation. The Rekurskommission held that Art. 265a SchKG makes only the substantive decision on new assets final; where the summary judge merely rules on the admissibility of the objection itself, federal law leaves the remedy question open. The cantonal recourse provision therefore applies, and the appeal is admissible.

Omnilex-Regeste

Art. 265a SchKG; appealability of a summary judge’s order concerning the objection of no new assets. The finality provided by Art. 265a Abs. 1 SchKG concerns only the substantive decision on the existence or non-existence of new assets, i.e. the allowance or refusal of the objection after merits review under Art. 265a Abs. 2 and 3 SchKG. Where the summary judge merely issues an admissibility or entry decision on the objection itself without determining the merits of the new-assets defence, federal law contains no exclusive remedy rule. In such cases cantonal procedural law governs, and a recourse under § 235 Abs. 1 ZPO/TG is admissible (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

Gegen Erledigungsverfügungen des Summarrichters, welche weder das Vorhandensein noch das Fehlen neuen Vermögens feststellen, ist der Rekurs zulässig


§ 175 Ziff. 11 aZPO (TG), § 235 aZPO (TG)


1. Der Rekurrent erhob mit der ergänzenden Bemerkung "kein neues Vermögen" Rechtsvorschlag. Ohne Prüfung der Vermögenslage des Schuldners bewilligte die Vorinstanz den Rechtsvorschlag mit Bezug auf den Zusatz "kein neues Vermögen" nicht, weil die in Betreibung gesetzte Forderung nach der Konkurseröffnung über den Rekurrenten entstanden sei.

2. Art. 265a Abs. 1 SchKG sieht zwar vor, dass der Summarrichter mit Bezug auf die Feststellung neuen Vermögens endgültig entscheidet, womit eine Rechtsmittelmöglichkeit grundsätzlich nicht besteht. Diese Bestimmung kann sich indessen nur auf jene Fälle beziehen, in welchen der Richter entweder im Sinn von Art. 265a Abs. 2 SchKG den Rechtsvorschlag bewilligt oder ihn gemäss Art. 265a Abs. 3 SchKG nicht bewilligt. Alsdann haben die Parteien aber die Möglichkeit, diese Frage in einem ordentlichen Prozess gemäss Art. 265a Abs. 4 SchKG erneut richterlich überprüfen zu lassen. Entscheidet der Summarrichter hingegen weder in der einen noch in der anderen Richtung, sondern einzig darüber, ob der Schuldner überhaupt berechtigt ist, Rechtsvorschlag wegen mangelnden neuen Vermögens zu erheben, kann es nicht Sinn und Zweck von Art. 265a Abs. 1 und 4 SchKG sein, wenn sich damit der Richter im ordentlichen (beschleunigten) Verfahren befassen muss. Ausserdem ergibt sich aus Art. 265a Abs. 1 SchKG auch nicht zwingend, diesen abweisenden "Zulassungs- oder Eintretensentscheid" des Summarrichters als endgültig zu betrachten; dies gilt lediglich mit Bezug auf Entscheide, die sich materiell über die Begründetheit der Einrede "kein neues Vermögen" äussern. Mithin ist davon auszugehen, dass bei einem Entscheid über die Zulässigkeit des Rechtsvorschlags an sich bezüglich der Rechtsmittel bundesrechtlich keine Regelung besteht. In Anwendung von § 235 Abs. 1 ZPO ist daher eine entsprechende Erledigungsverfügung des Summarrichters mit Rekurs anfechtbar.

Rekurskommission, 22. Dezember 1997, BR 97 130

Schlagwörter

debt enforcementnew assetsadmissibilitysummary judgerecourseappealability

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether an appeal lies against a summary judge’s dismissal order that does not determine the existence or non-existence of new assets.

Extrahierter Entscheid

Yes. Such an order is not covered by the federal rule on final decisions concerning new assets; therefore, under cantonal procedural law it is appealable by recourse.

Extrahierte Begründung

Art. 265a SchKG makes final only the material decision on the objection of no new assets, namely allowance or refusal after assessing the merits. If the judge merely decides admissibility of the objection itself, federal law does not regulate the remedy. The cantonal recourse provision therefore applies.

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