Correction of obvious cost allocation error

ZK2 2019 1Übriges Gericht17.07.2019Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

In appeal proceedings concerning a will executor, the Kantonsgericht Schwyz corrected an obvious error in the dispositive part of its order of 2019-07-17. The correction reversed an erroneous cost-reimbursement direction: instead of the respondent reimbursing the appellant, the appellant must reimburse the respondent CHF 2,400, while the district court treasury must refund CHF 3,000 to the respondent. The court acted ex officio under Art. 334(1) ZPO. It also stated the 30-day avenue for civil appeal to the Federal Supreme Court.

Omnilex-Regeste

Art. 334 Abs. 1 ZPO; Berichtigung eines offensichtlichen Versehens im Dispositiv. Ein widersprüchlicher Kostenentscheid, bei dem die Kostentragung im ersten Satz und die Rückerstattungsanordnung im zweiten Satz auseinanderfallen, stellt ein von Amtes wegen zu berichtigendes offensichtliches Versehen dar. Die Berichtigung dient lediglich der Anpassung des Dispositivs an den erkennbaren Entscheidwillen; sie darf nicht zu einer materiellen Neuentscheidung führen (vgl. Art. 334 Abs. 1 ZPO).

Gesamter Gesetzestext

Kantonsgericht Schwyz

1

Berichtigung vom 19. Juli 2019

ZK2 2019 1

Mitwirkend

Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner, Gerichtsschreiber lic. iur. Mathis Bösch.

In Sachen

A.________, Beschwerdegegnerin und Berufungsführerin, vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________, Beschwerdeführerin und Berufungsgegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt D.________,

betreffend

Beschwerde gegen Willensvollstrecker

(Berichtigung der Verfügung der Kantonsgerichtsvizepräsidentin vom 17. Juli 2019);-

hat die Kantonsgerichtsvizepräsidentin,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass in Dispositivziffer 2.a Satz 1 der Verfügung vom 17. Juli 2019 die erstinstanzlichen Gerichtskosten von Fr. 4‘000.00 zu drei Fünfteln (Fr. 2‘400.00) der Berufungsführerin auferlegt werden, im Widerspruch dazu in Satz 2 jedoch offensichtlich versehentlich die Berufungsgegnerin zum Ersatz dieser Kosten an die Berufungsführerin statt umgekehrt die Berufungsführerin an die Berufungsgegnerin verpflichtet wird, was von Amtes wegen zu berichtigen ist (Art. 334 Abs. 1 ZPO);-

verfügt:

1. Dispositivziffer 2.a Satz 2 der Verfügung vom 17. Juli 2019 wird wie folgt berichtigt:

Sie werden aus dem geleisteten Vorschuss gedeckt, so dass die Berufungsführerin der Berufungs** gegnerin** Fr. 2‘400.00 zu ersetzen und die Bezirksgerichtskasse der Berufungsgegnerin Fr. 3‘000.00 zurückzu­er­statten hat.

2. Gegen die berichtigte Dispositivziffer 2.a Satz 2 (einschliesslich Berichtigung) kann innert innert 30 Tagen seit Zustellung nach Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 200'000.00.

3. Zufertigung an die Parteivertreter (je 2/R) und die Vorinstanz (1/R).

Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin

Der Gerichtsschreiber

Versand

19. Juli 2019 rfl

Schlagwörter

correction of errorscourt costscost allocationclerical mistakewill executorcivil procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the mistaken allocation of first-instance court costs in the dispositive part had to be corrected ex officio.

Extrahierter Entscheid

Yes. The court corrected the obvious clerical inconsistency so that the appellant must reimburse the respondent CHF 2,400 and the district court treasury must repay CHF 3,000 to the respondent.

Extrahierte Begründung

The original dispositive sentence conflicted with the preceding sentence on costs and was an obvious inadvertent error correctable ex officio under Art. 334(1) ZPO.

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