Appeal proceedings discontinued after withdrawal

ZK2 2018 8Übriges Gericht30.04.2019Withdrawn

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Schwyz Cantonal Court discontinued the family-law appeal and complaint proceedings after the appellant withdrew both remedies following the final divorce judgment and the parties' settlement. The court held that Art. 241(3) CPC required striking the case off the docket. In line with the parties' agreement, the second-instance court costs of CHF 600 were split equally, and the parties' compensation claims were offset.

Omnilex-Regeste

Art. 241 Abs. 3 ZPO; Art. 109 Abs. 1 ZPO; withdrawal of appeal after settlement and final resolution of the main proceedings; where an appellant expressly withdraws the appeal, the appellate proceedings are to be struck off the roll. If the parties have agreed on the cost consequences, the court will ordinarily apply that allocation, including equal apportionment of court costs and mutual set-off of party compensation claims. A presiding judge may dispose of such discontinuance by order where the procedural prerequisites are met.

Gesamter Gesetzestext

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 30. April 2019

ZK2 2018 8

Mitwirkend

Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner.

In Sachen

A.________, Gesuchstellerin, Berufungs- und Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________, Gesuchsgegner, Berufungs- und Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwältin D.________,

betreffend

Eheschutz

(Berufung und Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Höfe vom 28. Dezember 2017, ZES 2017 414);-

hat die Kantonsgerichtsvizepräsidentin,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass die Parteien hinsichtlich der Berufung sowie der Beschwerde der Gesuchstellerin vom 15. Januar 2018 gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Höfe vom 28. Dezember 2017 (ZES 2017 414) in Ziff. 18 und 19 der Scheidungskonvention der Parteien vom 29. bzw. 31. Januar 2019 was folgt vereinbart haben:

18. Die Ehefrau verpflichtet sich, ihre Eheschutzgesuche nach der rechtskräftigen Erledigung des Scheidungsverfahrens vollumfänglich und ohne weitere Aufforderung zurückzuziehen.

19. Die Parteien vereinbaren hinsichtlich der Kosten- und Entschädigungsfolgen betreffend das Eheschutzverfahren am Kantonsgericht Schwyz Dossier ZK2 2018 8, die je hälftige Übernahme der Gerichtskosten und das Wettschlagen der gegenseitigen Prozessentschädigungen.

  • dass der Einzelrichter am Bezirksgericht Höfe diese Bestimmungen mit Scheidungsurteil vom 2. April 2019 in Ziff. 2 des Dispositivs genehmigte

(KG-act. 23/1) und das Scheidungsurteil mittlerweile in Rechtskraft erwachsen ist (vgl. KG-act. 23/2);

  • dass die Gesuchstellerin mit Schreiben vom 15. April 2019 (KG-act. 23) den Rückzug der Berufung sowie der Beschwerde vom 15. Januar 2019 (recte 2018) erklärte, weshalb das Verfahren gestützt auf Art. 241 Abs. 3 ZPO abzuschreiben ist;

  • dass die Gerichtskosten gestützt auf die Vereinbarung den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen sind (Art. 109 Abs. 1 ZPO);

  • dass gemäss Vereinbarung der Parteien die Parteientschädigungen gegenseitig wettzuschlagen sind;

  • dass die Abschreibung des Verfahrens gestützt auf § 40 Abs. 2 i.V.m. § 41 Abs. 1 JG präsidial erfolgen kann;-

verfügt:

1. Das Berufungs- und Beschwerdeverfahren wird abgeschrieben.

2. Die zweitinstanzlichen Kosten von Fr. 600.00 werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.

3. Die Parteientschädigungen werden gegenseitig wettgeschlagen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes Beschwerde in Zivilsachen wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte (Art. 98 BGG) beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert übersteigt Fr. 30'000.00.

5. Zufertigung an die Parteivertreter (je 2/R), die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin

Versand

30. April 2019 kau

Schlagwörter

withdrawaldiscontinuancefamily lawcourt costsparty compensationsettlementappealprotective measures

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal and complaint proceedings should be discontinued after the appellant's withdrawal.

Extrahierter Entscheid

The proceedings had to be struck out because the appellant expressly withdrew the appeal and complaint after the divorce case had been finally resolved.

Extrahierte Begründung

The parties had agreed in the divorce settlement that the wife would withdraw the protective-measures requests after final completion of the divorce proceedings; once the divorce judgment was final, the appellant confirmed the withdrawal in writing. Under Art. 241(3) CPC, the proceedings were therefore to be discontinued.

Kernrechtsfrage

How the second-instance court costs should be allocated after discontinuance.

Extrahierter Entscheid

The second-instance court costs of CHF 600 were allocated half and half to the parties.

Extrahierte Begründung

The parties had agreed on equal sharing of the costs in the settlement, which the court applied under Art. 109(1) CPC.

Kernrechtsfrage

Whether party compensation should be awarded.

Extrahierter Entscheid

The mutual party compensation claims were set off against each other.

Extrahierte Begründung

This followed from the parties' agreement on costs and compensation consequences for the appeal proceedings.

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