Appeal not entered due to unpaid cost advance

ZK2 2017 13Übriges Gericht06.04.2017Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Schwyz Cantonal Court dealt with a complaint against a first-instance order on party compensation. Because the appellant did not pay the ordered court-cost advance within the original deadline or the granted extension, the court did not enter on the complaint. The reduced second-instance costs of CHF 300 were charged to the appellant. No party compensation was awarded to the respondent, as no response had been requested or filed.

Omnilex-Regeste

Art. 101 Abs. 3 ZPO; non-payment of the court-cost advance after the setting of a grace period with a non-entry warning leads to non-entry on the remedy. Art. 110 ZPO; a remedy directed solely against costs is to be treated as a cost complaint. Art. 106 Abs. 1 ZPO; where the remedy fails by non-entry, the unsuccessful party bears the reduced costs. No party compensation is due absent compensable work by the opposing party.

Gesamter Gesetzestext

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 6. April 2017

ZK2 2017 13

Mitwirkend

Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner.

In Sachen

A.________,

Klägerin und Beschwerdeführerin,

gegen

B.________, Beklagte und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwälte C.________

betreffend

Prozessentschädigung (Forderung)

(Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 8. Februar 2017, ZEV 2016 37);-

hat die Kantonsgerichtsvizepräsidentin,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass die Klägerin gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 8. Februar 2017 mit Eingabe vom 14. Februar 2017 beim Kantonsgericht Berufung erhob (KG-act. 1);

  • dass die Berufung sich einzig gegen die verfügte Parteientschädigung richtet, weshalb die Rechtsmitteleingabe in Anwendung von Art. 110 ZPO als Kostenbeschwerde entgegengenommen wurde;

  • dass die Klägerin mit Verfügung vom 16. Februar 2017 aufgefordert wurde, bis spätestens 6. März 2017 einen Kostenvorschuss für die mutmasslichen Gerichtskosten von Fr. 1‘000.00 zu bezahlen (KG-act. 4) und der Kostenvorschuss innert Frist nicht geleistet wurde;

  • dass der Klägerin mit Verfügung vom 15. März 2017 gestützt auf Art. 101 Abs. 3 ZPO eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses bis 30. März 2017 angesetzt wurde, dies unter der Androhung, dass im Unterlassungsfall auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (KG-act. 7);

  • dass der Kostenvorschuss auch innert der angesetzten Nachfrist nicht bezahlt wurde, weshalb androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 101 Abs. 3 ZPO);

  • dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die (reduzierten) Gerichtskosten gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO der Klägerin und Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind, die Zusprechung einer Parteientschädigung an die Beschwerdegegnerin mangels Aufwand – eine Beschwerdeantwort wurde bislang nicht eingeholt – indes zu entfallen hat;

  • dass das Verfahren gestützt auf § 40 Abs. 2 JG präsidial erledigt werden kann;-

verfügt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die zweitinstanzlichen Kosten von Fr. 300.00 werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes *Verfassungsbeschwerde * beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; vorbehalten bleibt die Geltendmachung einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung mit * Beschwerde in Zivilsachen * gemäss Art. 72 ff. BGG, die in der gleichen Rechtsschrift bzw. bei alleiniger Einlegung innert derselben Frist einzureichen ist. Die Beschwerdeschrift muss Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 800.00.

4. Zufertigung an die A.________ (1/R), an die Rechtsanwälte C.________ (1/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin

Versand

3. Mai 2017 rfl

Schlagwörter

cost advancenon-entryappeal admissibilityparty compensationcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be entered despite non-payment of the court-cost advance.

Extrahierter Entscheid

No. Because the advance was not paid within the set and extended deadlines, the court had to refrain from entering on the complaint.

Extrahierte Begründung

The appeal was treated as a cost complaint under Art. 110 ZPO. After the advance was ordered and a grace period was set under Art. 101(3) ZPO with a non-entry warning, continued non-payment required non-entry.

Kernrechtsfrage

How the second-instance costs should be allocated after non-entry.

Extrahierter Entscheid

The reduced second-instance costs were imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

As the appellant failed, she had to bear the costs under Art. 106(1) ZPO.

Kernrechtsfrage

Whether the respondent was entitled to party compensation in the appeal proceedings.

Extrahierter Entscheid

No party compensation was awarded because no response had been obtained and no compensable effort was shown.

Extrahierte Begründung

Without any procedural work by the respondent, an award of compensation was not justified.

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