Appeal struck as moot after extrajudicial settlement

ZK1 2019 8Übriges Gericht16.07.2019Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The plaintiff appealed a civil liability judgment of the District Court of Einsiedeln seeking full compensation without deduction for self-inflicted fault. Before the appellate court decided the merits, the parties concluded an out-of-court settlement and the appellant requested discontinuance of the appeal. The president of the Schwyz Cantonal Court therefore struck the appeal as moot, ordered the appellate costs of CHF 800 to be shared equally, instructed repayment of CHF 400 by the respondents under joint liability, and ordered the remaining cost advance of CHF 4,200 to be returned. No party compensation was awarded.

Omnilex-Regeste

Art. 241 Abs. 3 ZPO; Art. 109 ZPO; appeal becomes moot after out-of-court settlement. Where the parties settle the dispute during appellate proceedings, the court must strike the appeal off the docket as moot. Party autonomy in settlement permits discontinuance without a merits ruling; if the parties request it, no party compensation is awarded. Costs are allocated according to the request and the stage of the proceedings, and the court may order reimbursement from the cost advance and the return of any balance.

Gesamter Gesetzestext

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 16. Juli 2019

ZK1 2019 8

Mitwirkend

Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin.

In Sachen

A.________, Klägerin und Berufungsführerin, vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

**1.**C.________, Beklagte und Berufungsgegnerin, **2.**D.________, Beklagte und Berufungsgegnerin, beide vertreten durch Rechtsanwalt E.________,

betreffend

Haftung (Reduktion der Genugtuung wegen Selbstverschulden; Ereignis vom 31.05.2009)

(Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Einsiedeln vom 19. Dezember 2018, ZGO 2016 003);-

hat der Kantonsgerichtspräsident,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass die Klägerin am 29. Januar 2019 Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Einsiedeln vom 19. Dezember 2018 betr. Genugtuung und Regressforderung aus dem Ereignis vom 31. Mai 2009 erhob und verlangte, der Klägerin eine Genugtuung von Fr. 95'000.00 nebst Zins, d.h. eine Genugtuung ohne Abzug eines Selbstverschuldens der Klägerin zuzusprechen;

  • dass die Klägerin durch ihren Rechtsvertreter mit Schreiben vom 12. Juli 2019 (KG-act. 14) um Abschreibung des Verfahrens gestützt auf die von den Parteien abgeschlossene aussergerichtliche Vereinbarung vom 10./11. Juli 2019 ersucht und beantragt, die Gerichtskosten den Parteien je hälftig aufzuerlegen und vom gegenseitigen Verzicht der Parteien auf eine Prozessentschädigung Vormerk zu nehmen;

  • dass das Berufungsverfahren somit gestützt auf Art. 241 Abs. 3 ZPO als gegenstandslos abzuschreiben ist;

  • dass den Parteien antragsgemäss keine Prozessentschädigungen zuzusprechen sind;

  • dass die Gerichtskosten antragsgemäss (Art. 109 ZPO) den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen sind, wobei bei der Kostenfestsetzung dem Stand des Verfahrens Rechnung zu tragen ist;

  • dass die Abschreibung des Verfahrens gemäss § 40 Abs. 2 JG in die Kompetenz des Gerichtspräsidenten fällt;-

verfügt:

1. Die Berufung wird als gegenstandslos abgeschrieben.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 800.00 werden der Klägerin einerseits und den Beklagten andererseits je zur Hälfte auferlegt und vom Kostenvorschuss der Klägerin bezogen. Die Beklagten sind unter solidarischer Haftung verpflichtet, der Klägerin Fr. 400.00 zurückzuerstatten. Die Kantonsgerichtskasse wird angewiesen, der Klägerin den restlichen Kostenvorschuss von Fr. 4'200.00 zurückzuzahlen.

3. Die ausserrechtlichen Kosten für das Berufungsverfahren werden gegenseitig wettgeschlagen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 72 ff. des Bundesgerichtsgesetzes *Beschwerde in Zivilsachen * wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte (Art. 98 BGG) beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 28'500.00.

5. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwalt F.________ (3/R, unter Beilage einer Kopie von KG-act. 14, inkl. Beilage), die Vorinstanz (2/R, mit den Akten) sowie nach definitiver Erledigung an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtspräsident

Versand

16. Juli 2019 kau

Schlagwörter

mootnessappealextrajudicial settlementcost allocationparty compensationcost advance

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal had to be struck out as moot after the settlement.

Extrahierter Entscheid

Yes. The appeal proceedings were discontinued as moot.

Extrahierte Begründung

Because the parties reached an extrajudicial settlement, the appellate dispute no longer required judicial determination; under Art. 241(3) CPC the case was to be removed from the docket.

Kernrechtsfrage

How the appellate costs should be allocated after the matter became moot.

Extrahierter Entscheid

The appellate costs of CHF 800 were split equally between the parties and charged against the appellant's advance payment, with a reimbursement order against the respondents for CHF 400 and return of the remaining advance.

Extrahierte Begründung

The parties requested equal sharing of costs, and the court followed that request, taking the procedural stage into account when fixing the costs.

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