Proceedings struck out after settlement; costs split equally

ZK1 2018 43Übriges Gericht25.06.2019Settled

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The plaintiff and defendant settled a trademark infringement, information and claim action at the hearing. The settlement provided for a CHF 150,000 payment, a cease-use undertaking for the mark 'Harry Popper', equal sharing of court costs, and set-off of party costs. No party revoked the settlement within the agreed deadline. The Kantonsgericht Schwyz therefore struck the case from the roll, allocated costs according to the settlement, ordered repayment of the unused cost advance and the party-cost security, and declared the order final.

Omnilex-Regeste

Art. 241 ZPO; settlement and discontinuance of proceedings; if the parties conclude a settlement and none of them revokes it within the agreed period, the settlement becomes binding and the court must strike the case from the roll. The court is bound by the parties’ cost agreement; it may order reimbursement of cost advances and securities in accordance with that agreement. Where the parties waive a reasoned decision and appellate review, the court may dispense with a formal appeal notice and declare the discontinuance order final (consid. 1-4).

Gesamter Gesetzestext

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 25. Juni 2019

ZK1 2018 43

Mitwirkend

Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin.

In Sachen

A.________ Inc.,

Klägerin,

vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________ AG, Beklagte, vertreten durch Rechtsanwalt D.________,

betreffend

Markenrechtsverletzung, Auskunftserteilung und Forderung (Stufenklage)

(Direktprozess);-

hat der Kantonsgerichtspräsident,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass die Parteien anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 9. Mai 2019 unter Mitwirkung der Gerichtsleitung den folgenden Vergleich abgeschlossen haben:

1. Die Beklagte zahlt der Klägerin für die Verwendung der Marken «Harry Popper» und «Happy Popper» den Betrag von Fr. 150'000.00.

Mit der Bezahlung des Betrages von Fr. 150'000.00 sind die Parteien vollumfänglich, insbesondere aus Immaterialgüterrecht und Lauterkeitsrecht per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt.

Die Beklagte verpflichtet sich, die Marke «Harry Popper» nicht mehr zu verwenden.

2. Die Gerichtskosten tragen die Parteien je zur Hälfte. Die ausserrechtlichen Kosten werden gegenseitig wettgeschlagen.

3. Die Parteien sind berechtigt, diesen Vergleich bis zum 11. Juni 2019 schriftlich zu widerrufen.

4. Die Parteien beantragen die Abschreibung dieses Verfahrens gestützt auf diesen Vergleich.

5. Die Parteien verzichten im Sinne von Art. 239 ZPO, Art. 112 Abs. 2 BGG und § 45 Abs. 3 JG auf schriftliche Begründung und damit auch auf die Einlegung eines Rechtsmittels an das Bundesgericht.

Schwyz, den 9. Mai 2019

Sign. Rechtsanwalt Dr. B.________

(für die A.________ Inc.)

Sign. Rechtsanwalt D.________

(für die C.________ AG)

  • dass keine der Parteien den Vergleich innert der von ihnen gemäss Ziffer 3 des Vergleiches vereinbarten Frist widerrufen hat, weshalb er definitiv gültig geworden ist;

  • dass das Verfahren gemäss Ziffer 4 des Vergleichs sowie gestützt auf Art. 241 ZPO abzuschreiben ist;

  • dass die Verfahrenskosten gemäss Ziffer 2 des Vergleichs zu verlegen sind;

  • dass die Abschreibung des Verfahrens gestützt auf § 42 Abs. 2 JG in die Kompetenz des Präsidenten fällt;

  • dass auf eine formelle Rechtsmittelbelehrung verzichtet werden kann, nachdem beide Parteien gemäss Ziff. 5 des Vergleichs auf Einlegung eines Rechtsmittels ans Bundesgericht verzichtet haben;-

verfügt:

1. Das Verfahren wird infolge Vergleichs abgeschrieben.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 2‘000.00 werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und vom Kostenvorschuss der Klägerin von Fr. 16‘600.00 bezogen. Die Kantonsgerichtskasse wird angewiesen, der Klägerin Fr. 14‘600.00 zurückzuzahlen. Die Beklagte ist verpflichtet, der Klägerin ihren Kostenanteil von Fr. 1‘000.00 zu bezahlen.

3. Die ausserrechtlichen Kosten werden gegenseitig wettgeschlagen.

Die Kantonsgerichtskasse wird angewiesen, der Klägerin die Sicherheit für die Parteientschädigung von Fr. 30‘000.00 zurückzuzahlen.

4. Diese Verfügung ist rechtskräftig.

5. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwalt D.________ (2/R) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtspräsident

Versand

25. Juni 2019 sl

Schlagwörter

settlementtrademark infringementstrike-outcourt costsparty costswaiver of appealcost advancefinality

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the proceedings had to be struck out following the settlement

Extrahierter Entscheid

The settlement became definitively valid because neither party revoked it; the proceedings were therefore struck out.

Extrahierte Begründung

The parties expressly requested discontinuance based on their settlement, and Art. 241 CPC required termination once the settlement became binding.

Kernrechtsfrage

How the court costs and party costs should be allocated

Extrahierter Entscheid

Court costs were split equally between the parties; party costs were set off against each other.

Extrahierte Begründung

The court applied the cost arrangement agreed in the settlement and ordered reimbursement of the unused advances and security accordingly.

Kernrechtsfrage

Whether the order should be treated as final without a formal appeal notice

Extrahierter Entscheid

The order was declared final because both parties had waived a written reasoned decision and an appeal to the Federal Supreme Court.

Extrahierte Begründung

The parties’ waiver under the settlement removed the need for a formal appeal instruction.

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