Appeal dismissed as out of time

ZK1 2018 34Übriges Gericht10.10.2018Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Schwyz Cantonal Court president dismissed the defendant’s appeal as inadmissible because it was filed after the 30-day deadline. The challenged first-instance order from the district court of Einsiedeln had been served on 31 July 2018; after suspension of time limits until 15 August, the deadline expired on 14 September 2018. The appeal was posted only on 17 September 2018. The court also ordered that no court costs be charged and no party compensation be paid.

Omnilex-Regeste

Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO, Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO; Fristenlauf bei der Berufung und Nichteintreten wegen Verspätung. Die Berufungsfrist beträgt 30 Tage und läuft nach Wegfall der gesetzlichen Hemmung weiter; bei Zustellung während der Gerichtsferien ist der Fristenlauf entsprechend verschoben. Wird die Berufung erst nach Ablauf der Frist der Post übergeben, ist darauf nicht einzutreten. Vorbefasstheit einzelner Gerichtsmitglieder begründet für sich allein keinen Ausstandsgrund, sofern keine konkret glaubhaft gemachten Umstände vorliegen (Art. 49 Abs. 1 ZPO; Art. 47 Abs. 2 ZPO).

Gesamter Gesetzestext

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 10. Oktober 2018

ZK1 2018 34

Mitwirkend

Kantonsgerichtspräsident Dr. iur. Urs Tschümperlin.

In Sachen

A.________, Beklagter und Berufungsführer, vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________, Klägerin und Berufungsgegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin D.________,

betreffend

Forderung aus Arbeitsrecht; Gültigkeit Klagebewilligung

(Berufung gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Einsiedeln vom 20. Juli 2018, ZEV 2016 009);-

hat der Kantonsgerichtspräsident,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass der Einzelrichter am Bezirksgericht Einsiedeln am 20. Juli 2018 verfügte, der beklagtische Einwand, es liege keine gültige Klagebewilligung vor, werde verworfen, und es werde auf die Klage vom 18. November 2016 eingetreten (Dispositivziff. 1), die Entscheidgebühr werde auf Fr. 1‘500.00 festgesetzt und dem Beklagten überbunden (Dispositivziff. 2) und der Beklagte werde verpflichtet, die Klägerin ausserrechtlich mit Fr. 1‘500.00 (inkl. MwSt) zu entschädigen (Dispositivziff. 3);

  • dass gegen diesen Zwischenentscheid (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO) der Beklagte mit Eingabe vom 15. September 2018 (Postaufgabe: 17. September 2018; Eingang Kantonsgericht: 19. September 2018) beim Kantonsgericht Berufung erheben (KG-act. 1) und am 19. September 2018 eine ergänzende Eingabe hierzu sowie zwei Beilagen einreichen liess (KG-act. 2);

  • dass eine erste Aktenkontrolle ergab, dass die Berufung des Beklagten (nachfolgend Berufungsführer) verspätet zu sein schien, weshalb dem Berufungsführer mit verfahrensleitender Verfügung der Kantonsgerichtsvizepräsidentin vom 20. September 2018 Gelegenheit gegeben wurde, sich innert nicht erstreckbarer Frist von 10 Tagen seit Zustellung dieser Verfügung zur Frage der Verspätung zu äussern unter der Androhung, dass im Unterlassungsfall aufgrund der Akten entschieden werde (KG-act. 3 Ziff. 1);

  • dass den Parteien am 25. September 2018 das Aktenüberweisungsschreiben des Vorderrichters vom 20. September 2018 und den Zustellnachweis die angefochtene Verfügung vom 20. Juli 2018 betreffend (Vi-act. D 24) in Kopie zugestellt wurde (KG-act. 5);

  • dass der Berufungsführer am 8. Oktober 2018 fristgerecht eine Stellungnahme und zuhanden des Kantonsgerichtspräsidenten mit der Begründung einreichte, dass die Kantonsgerichtsvizepräsidentin in der Sache vorbefasst sei (KG-act. 6);

  • dass ein Ausstandsgesuch zu begründen ist, d.h. die den Ausstand begründenden Tatsachen glaubhaft zu machen sind (Art. 49 Abs. 1 ZPO), was der Berufungsführer vorliegend unterlässt, und dass davon abgesehen nach Art. 47 Abs. 2 ZPO – wobei die Auflistung nicht abschliessend ist – die Vorbefasstheit in einer Sache für sich allein noch keinen Ausstandsgrund darzustellen vermag (Guido E. Urbach, OFK-ZPO, 2. überarbeit. A., 2015, N 13 zu Art. 47 ZPO), sich weitere Ausführungen sowie Weiterungen im Sinne von Art. 49 Abs. 2 ZPO vorliegend jedoch erübrigen, da die vorliegende Verfügung vom Kantonsgerichtspräsidenten getroffen wird;

  • dass dem Berufungsführer die angefochtene Verfügung vom 20. Juli 2018 am 31. Juli 2018 zugestellt wurde (Vi-act. D 24);

  • dass gemäss Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO die dreissigtägige Berufungsfrist bis und mit 15. August 2018 gehemmt war, folglich am Donnerstag, 16. August 2018 zu laufen begann und am Freitag, 14. September 2018 endete, wie auch die nachfolgende visualisierte Fristberechnung belegt (zum Ganzen „Beginn und Berechnung des Fristenlaufs“ vgl. auch Reto M. Jenny/Daniel Jenny, OFK-ZPO, 2. überarbeit. A., 2015, N 2 zu Art. 145 ZPO; Jurij Benn, BSK ZPO, 3. A., N 1 zu Art. 146 ZPO; A. Staehelin, in: Sutter-Somm/‌Hasen­böhler/‌Leuen­berger, ZPO Komm., 3. A., N 4 zu Art. 146 ZPO):

Tag

Datum

1

16. August 2018

2

17. August 2018

3

18. August 2018

4

19. August 2018

5

20. August 2018

6

21. August 2018

7

22. August 2018

8

23. August 2018

9

24. August 2018

10

25. August 2018

11

26. August 2018

12

27. August 2018

13

28. August 2018

14

29. August 2018

15

30. August 2018

Tag

Datum

16

31. August 2018

17

1. September 2018

18

2. September 2018

19

3. September 2018

20

4. September 2018

21

5. September 2018

22

6. September 2018

23

7. September 2018

24

8. September 2018

25

9. September 2018

26

10. September 2018

27

11. September 2018

28

12. September 2018

29

13. September 2018

30

14. September 2018

Kantonsgericht Schwyz

1

  • dass die vom Berufungsführer erst am Montag, 17. September 2018 der Post übergebene Rechtsmitteleingabe (Berufung) demnach verspätet ist;

  • dass demgemäss auf die Berufung präsidial (§ 40 Abs. 2 JG) nicht einzutreten ist;

  • dass für das kantonsgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben sind (Art. 114 lit. c ZPO);

  • dass keine Parteientschädigung zu sprechen ist, da der Gegenpartei mangels Einholung einer Berufungsantwort keine Aufwendungen erwachsen sind;-

verfügt:

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Prozessentschädigung gesprochen.

4. Gegen diesen Zwischenentscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung unter den Voraussetzungen von Art. 93 des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert übersteigt Fr. 15‘000.00.

5. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), an Rechtsanwältin D.________ (2/R, unter Beilage von KG-act. 1, 2 [inkl. Beilagen] und 6) und an die Vorinstanz (1/A sowie 1/R, nach definitiver Erledigung unter Rückgabe der Akten).

Der Kantonsgerichtspräsident

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10. Oktober 2018 kau

Schlagwörter

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Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal was filed within the statutory time limit

Extrahierter Entscheid

The appeal was filed too late and therefore could not be heard.

Extrahierte Begründung

The challenged decision was served on 2018-07-31. The 30-day appeal period was suspended until 2018-08-15 under Art. 145(1)(b) CPC, began on 2018-08-16, and expired on 2018-09-14. The appeal was posted only on 2018-09-17.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged in the cantonal appeal proceedings

Extrahierter Entscheid

No costs were levied.

Extrahierte Begründung

No court fees were imposed for the cantonal proceedings under Art. 114 lit. c CPC.

Kernrechtsfrage

Whether party compensation should be awarded

Extrahierter Entscheid

No party compensation was awarded.

Extrahierte Begründung

The respondent incurred no expenses because no appeal answer was requested.

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