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STK 2017 6 ΓÇó Appeal struck off for failure to file statement of appeal
STK 2017 6Übriges Gericht15.03.2017Dismissed
The defendant appealed against the judgment of the District Court of Gersau. He timely announced the appeal, but did not file the appeal statement within 20 days after service of the reasoned judgment. The Kantonsgericht held that this amounted to a waiver of the appeal declaration and therefore struck the appeal off the docket. It ordered the second-instance costs of CHF 300 to be borne by the State and awarded no compensation.
Art. 399 Abs. 1 and 3 StPO; failure to file the statement of appeal within the statutory period after timely announcement of the appeal. If the appeal is announced in time but no appeal statement is filed within 20 days after service of the reasoned judgment, this constitutes a subsequent waiver; the appellate court does not proceed under Art. 403 StPO, but strikes the appeal off the docket by order. In such a situation, where no relevant work has been caused, second-instance costs may be charged to the State and no compensation is due (consid. implicit).
Kantonsgericht Schwyz
1
Verfügung vom 15. März 2017
STK 2017 6
Mitwirkend
Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner.
In Sachen
A.________
Beschuldigter und Berufungsführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
gegen
Kantonale Staatsanwaltschaft, Postfach 75, Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg, 8836 Bennau,
Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwältin C.________,
betreffend
Nötigung, etc.
(Berufung gegen das Urteil des Einzelrichters am Bezirksgericht Gersau vom 30. November 2016, SEO 2016 02);-
hat die Kantonsgerichtsvizepräsidentin,
nachdem sich ergeben und in Erwägung:
dass der Beschuldigte gegen das im Dispositiv eröffnete Urteil des Einzelrichters am Bezirksgericht Gersau vom 30. November 2016 mit Eingabe vom 9. Dezember 2016 fristgerecht bei der Vorinstanz Berufung angemeldet hat (Art. 399 Abs. 1 StPO; Vi-act. 17 und KG-act. 2);
dass das begründete Urteil am 7. Februar 2017 zum Versand gekommen war und dem Beschuldigten am 8. Februar 2017 zugestellt wurde (KG-act. 3 und 3/2);
dass innert der gesetzlichen zwanzigtägigen Frist gemäss Art. 399 Abs. 3 StPO seit Zustellung des begründeten Urteils keine Berufungserklärung beim Kantonsgericht eingegangen ist;
dass nach dem Gesagten die Berufung zwar angemeldet, aber nicht erklärt worden ist, was auf einen nachträglichen Verzicht hinausläuft, weshalb nicht nach Art. 403 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 StPO zu verfahren, sondern die Berufung gestützt auf § 40 Abs. 2 JG präsidial abzuschreiben ist (Art. 386 StPO und STK 2012 22 vom 7. Mai 2012);
dass bei diesem Ausgang die Gerichtskosten der zweiten Instanz zu Lasten des Staates gehen und mangels Aufwand keine Entschädigungen zu sprechen sind;-
verfügt:
1. Die Berufung wird als durch Verzicht auf Berufungserklärung erledigt abgeschrieben.
2. Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten von Fr. 300.00 gehen zu Lasten des Staates.
3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes *Beschwerde in Strafsachen * beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.
4. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), die Oberstaatsanwaltschaft (1/R), die kantonale Staatsanwaltschaft (1/A), die Privatkläger D.________, E.________, F.________ und G.________ (je 1/R), die Vorinstanz (1/A, vorab sowie 1/R, nach definitiver Erledigung unter Rückgabe der Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).
Die Kantonsgerichtsvizepräsidentin
Versand
15. März 2017 rfl