Complaint against search and seizure order filed late

BEK 2017 75Übriges Gericht30.05.2017Inadmissible

Zusammenfassung

The defendant challenged a prosecutor's search and seizure order before the Schwyz Cantonal Court. The presiding judge held that the ten-day complaint period began the day after service on 2017-03-21 and expired on 2017-03-31. Since the complaint was filed only on 2017-04-16 and posted on 2017-04-19, it was manifestly out of time. The court therefore did not enter into the complaint and imposed costs of CHF 300 on the complainant.

Regest

Art. 396 para. 1 StPO in conjunction with Art. 90, 91 para. 1 and Art. 384 lit. b StPO; complaint deadline against a written criminal procedural order. The ten-day period begins on the day following valid service and is complied with only if the procedural act reaches the competent authority on the last day of the period. A complaint filed after expiry of that period is manifestly late and inadmissible. The proceedings may then be closed by the presiding judge under the applicable cantonal procedural rule; procedural costs are borne by the unsuccessful complainant (consid. 1 ff.).

Gesamter Gesetzestext

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 30. Mai 2017

BEK 2017 75

Mitwirkend

Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin.

In Sachen

A.________,

Beschuldigter und Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft Innerschwyz, Postfach 562, Schmiedgasse 21,

6431 Schwyz,

Strafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Staatsanwalt B.________,

betreffend

Beschlagnahme

(Beschwerde gegen den Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehl der Staatsanwaltschaft Innerschwyz vom 9. März 2017, SUI 2016 4905);-

hat der Kantonsgerichtspräsident,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass die Staatsanwaltschaft Innerschwyz mit Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehl vom 9. März 2017 im Strafverfahren gegen A.________ eine Hausdurchsuchung anordnete;

  • dass der Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehl dem Beschwerdeführer persönlich am 21. März 2017 ausgehändigt wurde (vgl. Empfangsbestätigung an Ex KG);

  • dass gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO die Beschwerde gegen schriftlich oder mündlich eröffnete Entscheide innert zehn Tagen schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen ist, die Frist am folgenden Tag nach der erfolgten Zustellung zu laufen begonnen hat (Art. 90 StPO und Art. 384 lit. b StPO) und gemäss Art. 91 Abs. 1 StPO (nur dann) eingehalten ist, wenn die Verfahrenshandlung am letzten Tag bei der zuständigen Behörde vorgenommen wird;

  • dass vorliegend die zehntägige Frist am 22. März 2017 zu laufen begonnen hat und am Freitag, 31. März 2017 abgelaufen ist;

  • dass der Beschwerdeführer seine Beschwerde erst am 16. April 2017 (Postaufgabe: 19. April 2017) erhoben hat (KG-act. 1) und die Beschwerde somit offenkundig verspätet ist;

  • dass demgemäss auf die vorliegende Beschwerde nicht einzutreten ist;

  • dass der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig wird;

  • dass die Abschreibung des Verfahrens gestützt auf § 40 Abs. 2 JG in die Kompetenz des Gerichtspräsidenten fällt;-

verfügt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten dieser Verfügung von Fr. 300.00 werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes *Beschwerde in Strafsachen * beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

4. Zufertigung an Herrn A.________ (1/R), die Staatsanwaltschaft Innerschwyz (1/A), die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz (1/R) sowie nach definitiver Erledigung an die Staatsanwaltschaft Innerschwyz (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtspräsident

Versand

30. Mai 2017 lul

Schlagwörter

timelinessinadmissibilitycriminal proceduresearch warrantseizureservice of processcourt costs