Non-entry for failure to pay security

BEK 2017 162Übriges Gericht19.12.2017Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

A.________ GmbH challenged the prosecutor’s non-entry decisions concerning F.________ and D.________. The Cantonal Court ordered a CHF 3,000 security under Art. 383 StPO and extended the deadline at the appellant’s request, but the amount was still unpaid. The court therefore refused to hear the appeal. It also held that no compensation was due because no response deadline had been set and there were no more than minor expenses. Costs of CHF 300 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 383 StPO; non-payment of ordered security in appeal proceedings; no additional grace period required. If the appellant fails to furnish the security within the prescribed or extended time limit, the appellate court must not enter into the appeal. In the absence of a response deadline and of compensable expenditure, no party compensation is awarded (Art. 429 ff. StPO). The decision on non-entry is open to criminal appeal to the Federal Supreme Court under Art. 78 ff. BGG (consid. on costs and appealability).

Gesamter Gesetzestext

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 19. Dezember 2017

BEK 2017 162

Mitwirkend

Kantonsgerichtsvizepräsident Dr. Reto Heizmann.

In Sachen

A.________ GmbH, Privatklägerin und Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

**1.**Kantonale Staatsanwaltschaft, Postfach 75, Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg, 8836 Bennau, Anklagebehörde und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Staatsanwalt C.________,

**2.**F.________,

Beschuldigte und Berufungsgegnerinnen

vertreten durch RechtsanwaltG.________,

**3.**D.________,

Beschuldigte und Berufungsgegnerinnen vertreten durch E.________,

betreffend

Nichtanhandnahme (Art. 143 und 143bis StGB, Art. 67 Abs. 1 URG und Art. 5 URG)

(Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der kantonalen Staatsanwaltschaft vom 28. September 2017, SUB 2017 459/460);-

hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass die kantonale Staatsanwaltschaft mit Verfügung vom 28. September 2017 im Strafverfahren gegen F.________ (SUB 2017 459) und gegen D.________ (SUB 2017 460) verfügte, es werde weder gegen F.________ noch gegen D.________ eine Strafuntersuchung durchgeführt;

  • dass die Beschwerdeführerin mit Beschwerde vom 19. Oktober 2017 folgende Rechtsbegehren stellte (KG-act. 1):

Es sei die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Schwyz vom 28. September 2017 aufzuheben und die Staatsanwaltschaft anzuweisen, gegen die Angeschuldigten eine Strafuntersuchung wegen unbefugter Datenbeschaffung nach Art. 143 StGB, unbefugtes Eindringen in ein Datenverarbeitungssystem nach Art. 143bis StGB, Widerhandlung gegen Art. 67 Abs. 1 und Art. 69a URG sowie Widerhandlung gegen das UWG (Art. 5, Art. 23 Abs. 1 UWG) anzuheben.

  • dass die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 383 StPO mit Verfügung vom 3. November 2017 aufgefordert wurde, eine Sicherheitsleistung von Fr. 3‘000.00 bis spätestens zum 20. November 2017 zu leisten, unter Androhung des Nichteintretens im Unterlassungsfalle, und dass diese Verfügung der Beschwerdeführerin am 6. November 2017 zugestellt wurde (KG-act. 8);

  • dass die Beschwerdeführern mit Gesuch vom 15. November 2017 um Verlängerung der Frist für die Leistung der Sicherheit bis zum 11. Dezember 2017 bat, und dass die Frist antragsgemäss verlängert wurde (KG-act. 12);

  • dass die Beschwerdeführerin die verlangte Sicherheitsleistung auch innert der verlängerten Frist nicht bezahlte;

  • dass für die Sicherheitsleistung gemäss Art. 383 StPO keine Nachfrist angesetzt werden muss (BSK StPO-Ziegler/Keller, N 2 zu Art. 383 StPO) und somit androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;

  • dass die Abschreibung des Verfahrens gemäss § 40 Abs. 2 i.V.m. § 41 Abs. 1 JG in die Kompetenz des Präsidenten resp. Vorsitzenden fällt;

  • dass mangels Ansetzung einer Frist zur Beschwerdeantwort und mangels anderweitiger mehr als geringfügiger Aufwendungen keine Entschädigungen zuzusprechen sind (Art. 429 ff. StPO);

  • dass gegen Nichteintretensentscheide gestützt auf Art. 383 StPO die Strafrechtsbeschwerde ans Bundesgericht nach Art. 78 ff. BGG offensteht (Niklaus Schmid, StPO Praxiskommentar, N 7 zu Art. 383 StPO);-

verfügt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten dieser Verfügung von Fr. 300.00 werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes *Beschwerde in Strafsachen * beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Beschwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

4. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwalt G.________ (2/R), Rechtsanwalt E.________ (2/R, inkl. Begleitschreiben auf Englisch und KG-act. 17), die kantonale Staatsanwaltschaft (1/A), die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz (1/R) sowie nach definitiver Erledigung an die kantonale Staatsanwaltschaft (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtsvizepräsident

Versand

19. Dezember 2017 kau

Schlagwörter

security depositnon-entryappeal inadmissibilitycostscriminal procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal had to be dismissed for non-payment of the required security under Art. 383 StPO.

Extrahierter Entscheid

The court did not enter into the appeal because the appellant failed to pay the security within the extended time limit.

Extrahierte Begründung

Under Art. 383 StPO no further grace period is required; failure to comply with the security order leads to non-entry.

Kernrechtsfrage

Whether costs of the order should be imposed on the appellant.

Extrahierter Entscheid

Court costs of CHF 300 were charged to the appellant.

Extrahierte Begründung

As the appeal was not entered into, and no further compensable expenditure existed, costs were allocated to the appellant.

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