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ZZ.1993.10 ΓÇó Bill-of-exchange enforcement: objection, not complaint, for standing challenge
ZZ.1993.10Übriges Gericht18.01.1993Modified
In bill-of-exchange enforcement, the debtor argued that the creditor was merely a subsequent indorsee and therefore lacked standing to proceed. The Obergericht held that the special prerequisites of bill-of-exchange enforcement are checked only in a limited formal review, while substantive objections to the creditor's entitlement must be raised by opposition under the debt enforcement rules. The supervisory authorities are not competent to decide this issue by complaint. The debtor therefore used the correct procedural route, and the standing objection qualified as an objection under Art. 182 no. 3 SchKG.
Art. 177 ff. SchKG; bill-of-exchange enforcement; standing of the creditor and proper remedy. The prerequisites of the special bill-of-exchange enforcement are confined to formal conditions; the enforcement office performs only a limited prima facie review and does not determine the full substantive validity of the claim (consid. 2a). A debtor who contests the creditor's entitlement to enforce a bill must raise opposition, not supervisory complaint, because supervisory authorities are likewise incompetent to decide the underlying bill-law objection. Such an objection constitutes an objection arising from bill-of-exchange law within the meaning of Art. 182 no. 3 SchKG and, if well-founded, leads to admission of the opposition.
| Geschäftsnummer: | ** ZZ.1993.10** |
|---|---|
| Instanz: | Zivilkammer |
| Entscheiddatum: | 19.01.1993 |
| FindInfo-Nummer: | O_ZK.2015.79 |
| Titel: | ** Wechselbetreibung, Rechtsvorschlag oder Beschwerde** |
| Resümee: | ** Art. 177 ff. SchKG. Der Schuldner, der das Wechselrecht des Gläubigers bestreiten will, muss Rechtsvorschlag erheben, nicht Beschwerde führen.** |
| SOG 1993 Nr. 10 ** Art. 177 ff. SchKG*.Der Schuldner, der das Wechselrecht des Gläubigers bestreiten will, muss Rechtsvorschlag erheben, nicht Beschwerde führen.* Die Schuldnerin machte in einer Wechselbetreibung geltend, der Gläubiger sei Nachindossatar im Sinne von Art. 1010 OR und deshalb zur Wechselbetreibung nicht legitimiert. Der Gerichtspräsident verwarf diesen Standpunkt. Die Schuldnerin erhob dagegen Rekurs. Das Obergericht hatte auf entsprechende Einwände des Gläubigers die Frage zu entscheiden, in welchem Verfahren die Aktivlegitimation bestritten und abgeklärt werden muss. Es führte dazu aus: 2. a) Die Voraussetzungen der Wechselbetreibung sind in Art. 177 SchKG umschrieben. Danach muss die Forderung auf einem Wechsel oder Check beruhen, der Schuldner der Konkursbetreibung unterliegen, der Gläubiger ausdrücklich die Wechselbetreibung verlangen und der Wechsel dem Betreibungsamt übergeben sein. Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt und die Wechselbetreibung demnach zulässig. Der Betreibungsbeamte hat nach Eingang des Begehrens zu prüfen, ob die besonderen Voraussetzungen der Wechselbetreibung erfüllt sind. Art. 178 Abs. 1 SchKG auferlegt indes dem Betreibungsbeamten keine erschöpfende Prüfung der materiell-rechtlichen Voraussetzungen und behält diese Entscheidung dem Richter vor. Nach BGE 53 III 116 hat das Betreibungsamt die Prüfung grundsätzlich darauf zu beschränken, ob der Schuldner der Konkursbetreibung unterliegt, ob der vorgelegte Titel die wesentlichen Eigenschaften eines Wechsels aufweist und ob er wenigstens die Möglichkeit bietet, dass eine Wechselverpflichtung des Betriebenen besteht. Daraus ergibt sich, dass der Schuldner, der das Wechselrecht des Gläubigers bestreiten will, Rechtsvorschlag zu erheben hat, nicht Beschwerde, da auch die Aufsichtsbehörden, wie das Betreibungsamt, zum Entscheid über diese Frage nicht zuständig sind (Fritzsche, Schuldbetreibung, Konkurs und Sanierung, Band II, Zürich 1955, S. 20 f.; vgl. auch BGE 40 III 49 und ZR 19 (1920) Nr. 21). Die Rekurrentin hat demnach zu Recht die Aktivlegitimation des Rekursgegners zur Geltendmachung der Wechselschuld im Verfahren betreffend die Bewilligung des Rechtsvorschlages bestritten und nicht mittels Beschwerde die Zulässigkeit der Wechselbetreibung angefochten. Indem die Rekurrentin die formelle Legitimation des Rekursgegners zur Geltendmachung des Wechselanspruchs bestreitet, erhebt sie "eine aus dem Wechselrecht hervorgehende Einrede" im Sinne von Art. 182 Ziff. 3 SchKG, welche zur Bewilligung des Rechtsvorschlages führt, sofern sie begründet erscheint. * Obergericht Zivilkammer, Urteil vom 19. Januar 1993* |
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