No retention right for damage-based repair compensation

ZZ.1978.11Übriges Gericht28.12.1978Dismissed

Zusammenfassung

The supervisory complaint concerned whether landlords could rely on Art. 283 SchKG to retain tenants' movables for a CHF 10,000 contractual repair compensation. The court held that retention is not limited to rent and rent-like charges in the abstract, but the specific claim here was not a determinable contractual consideration for the lease. It was characterized as damages for contractual breach, not as rent-like payment. Because no retention right existed, the requested retention inventory was unlawful.

Regest

Art. 283 SchKG; retention right for claims other than rent or rent-like consideration. A retention right may also secure contractually agreed repair compensation only if the claim constitutes a specifically determinable monetary counterperformance for the use of the premises and is thus rent-like. A lump-sum claim that arises from contractual breach and has the character of damages does not qualify as contractual consideration within the meaning of the retention provisions; in such a case, the drawing up of a retention inventory is inadmissible (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

Geschäftsnummer:** ZZ.1978.11**
Instanz:Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
Entscheiddatum:29.12.1978
FindInfo-Nummer:O_SC.2015.71
Titel:** Retentionsrecht**
Resümee:** Art. 283 SchKG. Zur Frage, wann Instandstellungsentschädigungen ein Retentionsrecht und damit die Aufnahme eines Retentionsverzeichnisses begründen.**
SOG 1978 Nr. 11 ** Art. 283 SchKG*.Zur Frage, wann Instandstellungsentschädigungen ein Retentionsrecht und damit die Aufnahme eines Retentionsverzeichnisses begründen.* Im Gegensatz zur Ansicht des Beschwerdeführers kann nicht nur für Miet- und Pachtzinse, sondern auch für im Vertrag ausbedungene Instandstellungsentschädigungen an in die Mieträumlichkeiten eingebrachten Beweglichkeiten Retention genommen werden (BGE 80 III 130).Im zitierten Entscheid hat das Bundesgericht seine in BGE 72 III 11 festgehaltene Praxis aufgegeben. Nachdem jedoch aus dem vorliegenden Mietvertrag - im Gegensatz zu dem dem BGE 80 III 130 zugrunde liegenden "Basler Mietvertrag" - nicht eine genau bestimmte, bzw. bestimmbare Geldleistung als Vertragserfüllung, gleichsam als Teil der Gegenleistung des Mieters, entnommen werden kann und der Pauschalbetrag von Fr. 10'000.- keinesfalls mietzinsähnlicher Natur ist, besteht für die von den Vermietern geltend gemachte Forderung kein Retentionsrecht. Der Forderungsbetrag resultiert aus Vertragsverletzung und Schadenersatz und charakterisiert sich keinesfalls als vertragliche Gegenleistung des Mieters für die vom Vermieter zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten. Für die Forderung von Fr. 10'000.- besteht demnach offensichtlich kein Retentionsrecht, so dass die Aufnahme des Verzeichnisses unzulässig ist. * Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs, Urteil vom 29. Dezember 1978*

Schlagwörter

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