Private salary assignment unaffected by bankruptcy

ZZ.1974.12Übriges Gericht26.09.1974Confirmed

Zusammenfassung

The Federal Debt Enforcement and Bankruptcy Chamber held that a private salary assignment is not affected by bankruptcy proceedings. During bankruptcy, the debtor may freely dispose of earnings from labor, and such wage claims do not enter the bankruptcy estate, even if previously pledged or attached. The court repeated settled case law that the debtor is liable to creditors only with assets, not with labor power. The validity of the assignment itself is not decided by the bankruptcy proceedings; it must be assessed by the competent civil courts, or exceptionally challenged by avoidance actions.

Regest

Art. 197 SchKG; private salary assignment in bankruptcy; a valid assignment of future or current earnings is not displaced by the general execution. The debtor’s labor income does not form part of the bankruptcy estate, even where such claims were previously attached or pledged. The decisive criterion is that the debtor is liable to creditors with his assets, not with his labor power (consid. 1). The bankruptcy authorities do not determine the civil validity of the assignment; that question belongs to the ordinary courts, while avoidance is reserved to the actions under Art. 285 ff. SchKG, subject to the limits of Art. 164 OR.

Gesamter Gesetzestext

Geschäftsnummer:** ZZ.1974.12**
Instanz:Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
Entscheiddatum:27.09.1974
FindInfo-Nummer:O_SC.2015.151
Titel:** Lohnzession im Konkurs**
Resümee:** Art. 197 SchKG. Eine private Lohnzession wird von der Generalexekution nicht beeinflusst (Bestätigung der Praxis)**
SOG 1974 Nr. 12 ** Art. 197 SchKG.*Eine private Lohnzession wird von der Generalexekution nicht beeinflusst (Bestätigung der Praxis). Eine private Lohnzession wird weder von der Spezial- noch von der Generalexekution - unter der Voraussetzung ihrer Gültigkeit, die nur von den Gerichten beurteilt wird - beeinflusst. Dies besagt bezüglich des Konkurses, dass der Gemeinschuldner während des Konkurses über seinen Arbeitsverdienst frei verfügen kann, dass "Lohnguthaben, Gehälter und Diensteinkommen jeder Art" nicht in die Konkursmasse fallen, selbst wenn sie über die Dauer des Konkurses (durch vorherige Lohnpfändung) gepfändet sein sollten (Fritzsche 11 S. 82/53; Komm. Jäger zu Art. 197 N 1 A + N 8; Praxis zu Art. 197 N 8; BGE 25 I 373; 35 I 822; 72 III 85/86; 75 III 27; 77 III 35; 79 III 127). Diese gesicherte Praxis folgt aus dem Grundsatz, dass der Gemeinschuldner nur mit seinem Vermögen und nicht mit seiner Arbeitskraft seinen Konkursgläubigern haftet. Den Arbeitserwerb vor und während des Konkurses darf der Schuldner demnach unter Vorbehalt der in Art. 164 OR normierten Einschränkungen abtreten. Ob hingegen die Abtretungsvereinbarung gültig, eventuell anfechtbar sei oder nicht, wird durch den Richter entweder mit materiellrechtlicher Feststellungsklage oder - jedoch kaum mit Aussicht auf Erfolg, weil der Arbeitserwerb den Gläubigern vorenthalten ist - mit den Anfechtungsklagen nach Art. 285 ff. SchKG entschieden. * Aufsichtsbehörde Schuldbetreibung und Konkurs, Urteil vom 27. September 1974

Schlagwörter

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