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RF.2009.48 ΓÇó Requirements for marital disposition restriction under Art. 178 ZGB
RF.2009.48Übriges Gericht11.08.2009Not Examined
The excerpt explains that a spouse may obtain a restriction on the other spouse’s power of disposal under Art. 178 ZGB when this is necessary to safeguard the family’s economic basis or to secure a marital property claim. The requesting spouse must render plausible both the existence of a protected claim and its current jeopardy by unilateral acts of the other spouse. No strict proof is required; however, objective indications must make the danger appear probable.
Art. 178 ZGB; disposition restriction between spouses: the court may condition a spouse’s power of disposal over specified assets on the other spouse’s consent when necessary to safeguard the family’s economic basis or to secure a proprietary obligation arising from the marriage. The measure is intended to prevent economic harm in serious marital conflict and to avert asset dissipation in view of a possible dissolution of the marriage. The requesting spouse must render plausible both the existence of a protected claim and its endangerment by unilateral action of the other spouse; strict proof is not required, but objective indications must make the risk probable.
Aus den Erwägungen:
Nach Art. 178 ZGB kann das Gericht auf Begehren eines Ehegatten die Verfügungsbefugnis des anderen Ehegatten über bestimmte Vermögenswerte von dessen Zustimmung abhängig machen, soweit es die Sicherung der wirtschaftlichen Grundlagen der Familie oder die Erfüllung einer vermögensrechtlichen Verpflichtung aus der ehelichen Gemeinschaft erfordert. Mit der Verfügungsbeschränkung soll der wirtschaftlichen Schädigung des anderen Ehegatten in schweren Ehekrisen begegnet und der Gefahr der Vermögensverschiebung im Hinblick auf eine allfällige Auflösung der Ehe vorgebeugt werden (BGE 118 II 378, 381). Die vermögensrechtlichen Verpflichtungen aus der Ehe können sowohl Unterhaltsansprüche als auch künftige güterrechtliche Ansprüche betreffen. Im Hinblick auf eine bevorstehende güterrechtliche Auseinandersetzung kann die Verfügungsbeschränkung geboten sein, um den Vermögensstand in quantitativer und qualitativer Hinsicht zu erhalten (BaslerKomm/Hasenböhler/Opel, Art. 178 ZGB N 10), steigt doch das Risiko einer Vermögensverschiebung in der Phase des Getrenntlebens beträchtlich.
Der Ehegatte, der eine Verfügungsbeschränkung verlangt, hat zweierlei geltend zu machen, nämlich die Existenz eines Anspruchs und dessen Gefährdung durch eigenmächtiges Handeln des anderen. Er muss also glaubhaft machen, dass ein schützenswerter Anspruch in einem bestimmten Umfang besteht, und erläutern, weshalb dieser aktuell in nächster Zukunft bedroht ist (BGE 118 II 378, 381; OGer ZH, ZR 1994, Nr. 18). Dabei ist kein strikter Beweis notwendig. Die Gefährdung muss aber aufgrund objektiver Anzeichen als wahrscheinlich erscheinen.