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RRE Nr. 1674 ΓÇó Refusal of salary step increase for inadequate performance
RRE Nr. 1674Übriges Gericht14.06.1993Dismissed
The appellant contested the refusal of an ordinary salary step increase. The deciding authority relied only on inadequate performance. The appellant did not dispute that he repeatedly drank alcohol during working hours and was intoxicated. The court held that step increases may be refused when performance is unsatisfactory, assessed by objective criteria. It was therefore unnecessary to decide whether the appellant was personally at fault or whether alcoholism was an excusable illness. Even if the inadequacy resulted from such an illness, the increase could still be denied.
§ 30 PG; refusal of ordinary salary step increase for inadequate performance. The material criterion is whether the employee's performance or conduct satisfies the required standard. Performance is to be assessed objectively; it is irrelevant whether inadequacy is due to unwillingness or inability, including a non-fault illness such as addiction. If performance is insufficient, the step increase may be refused even absent personal fault (consid. 2).
Materielle Voraussetzung für die Verweigerung des ordentlichen Stufenanstiegs ist Ungenügen in Leistung oder Verhalten (§ 30 PG). Im angefochtenen Entscheid wird dem Beschwerdeführer einzig eine ungenügende Leistung vorgeworfen.
Der Beschwerdeführer bestreitet in seiner Verwaltungsbeschwerde nicht, dass er während der Arbeitszeit verschiedentlich Alkohol getrunken hat und betrunken war. Ein solches Verhalten und die Leistungen eines betrunkenen Mitarbeiters können nicht zufriedenstellen.
Ob dem Beschwerdeführer ein persönliches Verschulden vorgeworfen werden kann oder ob seine Alkoholsucht auf eine "unverschuldete" Krankheit zurückzuführen ist, muss nicht geprüft werden. Der Stufenanstieg kann ihm nur gewährt werden, wenn er die von ihm erwartete Leistung zufriedenstellend erbracht hat. Bei ungenügender Leistung ist ihm der Stufenanstieg auch dann zu verweigern, wenn sein Ungenügen auf eine unverschuldete Krankheit zurückzuführen ist. Die Leistung ist ausschliesslich nach objektiven Kriterien zu beurteilen, d. h. es spielt keine Rolle, ob ein Ungenügen auf ein Nichtkönnen oder Nichtwollen zurückzuführen ist (Botschaft zum PG, GR 1986, S. 617 und 629).