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RRE Nr. 1659 ΓÇó Guardianship abolition request dismissed for lack of competence
RRE Nr. 1659Übriges Gericht16.06.1992Dismissed
The complainant challenged a municipal guardianship measure, seeking abolition of the guardianship and, alternatively, the presentation of possible guardians. The Regierungsrat held that a request to abolish the guardianship had to be brought in the first instance before the Gemeinderat as guardianship authority, so it could not enter into the request. On the subsidiary point, the authority found that it had already fulfilled its duty to ask for a trusted-person proposal by questioning the complainant during the hearing. Since he named no one, the authority was free to appoint a suitable guardian and was not required to present a list of candidates.
§ 43 Abs. 1 EG ZGB; Art. 381 ZGB; guardianship competence and duty to seek a proposal for the guardian of trust: a request for abolition of guardianship must be brought before the competent first-instance guardianship authority; an appellate authority lacking original competence cannot enter into the request. The authority's duty to ascertain a preferred guardian is satisfied when it invites the protected person or the relevant relatives to make a proposal; if no proposal is made, the authority may appoint a suitable person without first presenting a selection list. The right to a trusted guardian is a right to propose, not a right to choose among candidates (consid. 1-2).
Der Hauptantrag des Beschwerdeführers richtet sich nicht gegen diesen Entscheid, sondern stellt ein Gesuch um Aufhebung der Vormundschaft dar. Dazu ist erstinstanzlich der Gemeinderat als Vormundsehaftsbehörde, nicht der Regierungsrat zuständig (§ 43 Abs. 1 EG ZGB). Mangels Zuständigkeit der angerufenen Behörde kann auf diesen Antrag nicht eingetreten werden.
Hat die zu bevormundende Person oder deren Vater oder Mutter jemanden als den Vormund ihres Vertrauens bezeichnet, soll dieser Bezeichnung, wenn nicht wichtige Gründe dagegen sprechen, Folge geleistet werden (Art. 381 ZGB). Aus diesem Vorschlagsrecht leiten Rechtsprechung und herrschende Lehre die Pflicht der Vormundschaftsbehörde ab, den Vorschlag einzuholen (vgl. Schnyder/Murer, Berner Kommentar, N 83 zu Art. 380/381 ZGB). Dieser Pflicht ist der Gemeinderat in genügender Weise nachgekommen, indem er den Beschwerdeführer im Rahmen der Parteieinvernahme vor dem Entscheid nach einem bestimmten Vorschlag gefragt hatte. Wie sich aus der Beweisauskunft ergibt, hat der Beschwerdeführer erwidert, er kenne niemanden. Er habe sich der Einsetzung des Amtsvormundes gegenüber nicht abgeneigt gezeigt. Mangels Vorschlag des Beschwerdeführers durfte der Gemeinderat eine in seinen Augen taugliche Person einsetzen. Keineswegs war er verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine Liste möglicher Anwärterinnen und Anwärter für dieses Amt zu präsentieren und ihn auswählen zu lassen.