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OG 1992 10 ΓÇó Security for provisional registration: offer vs actual provision
OG 1992 10Übriges Gericht10.02.1992Dismissed
The defendant argued that the Amtsgerichtspräsident should have clarified whether the offered CHF 10,000 security was sufficient and should have granted a time limit to furnish other security. The court rejected the complaint, holding that under the statutory scheme the relevant factor is the actual provision of substitute security, not merely its offer. Only after security has been furnished does the judge assess whether it is adequate and whether provisional registration must be refused or deleted.
Provisional registration and security; the decisive factor is not the mere offer of security, but its actual provision. Only once substitute security has been furnished is the judge called upon to examine whether it is sufficient and whether provisional registration must accordingly be refused or later deleted. The law does not contemplate a preliminary two-stage procedure consisting of a declaratory determination of whether security must be offered and, thereafter, a debtor’s choice among forms of security.
Die Beklagte rügt, dass ihr der Amtsgerichtspräsident weder mitgeteilt habe, ob die "für den Fall der rechtlichen Notwendigkeit" offerierten Fr. 10 000.- als Sicherheit zur Abwendung der provisorischen Eintragung genügten, noch Nachfrist zur Leistung einer andern Sicherheit gesetzt habe. Auch diese Rüge ist nicht gerechtfertigt. Der Amtsgerichtspräsident weist in seinem Entscheid zu Recht darauf hin, dass von Gesetzes wegen nicht das Angebot, sondern erst der Vollzug der Sicherstellung beachtlich ist. Erst wenn Ersatzsicherheit geleistet wurde, ist es am Richter zu entscheiden, ob diese auch genügt und dementsprechend die vorläufige Eintragung zu verweigern bzw. allenfalls wieder zu löschen ist. Die Beklagte stellt sich offenbar ein zweistufiges Verfahren vor, nämlich vorerst ein Feststellungsverfahren, ob überhaupt und in welchem Umfang allenfalls Sicherheit zu bieten ist, und dann wohl ein "Auswahlverfahren" für den Schuldner, in welcher Form er die Sicherheit zu leisten wünsche; dass diese Vorstellungen nicht der tatsächlichen gesetzlichen Lösung entsprechen, liegt auf der Hand.