Condominium creation is not a real division triggering the lock-up period

OG 1991 8Übriges Gericht02.06.1991Granted

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The land registry office refused to enter a mortgage on A's condominium share, treating the 1988 creation of condominium ownership as a real division that started a new statutory lock-up period under the BBPG. The creditor appealed. The commission held that the creation of condominium ownership does not constitute a physical division of the parcel and does not amount to an acquisition triggering the lock-up period. The co-ownership relationship continues, only the internal use rights are structured differently. The refusal was therefore set aside.

Omnilex-Regeste

Art. 2 BBPG; Art. 712a Abs. 1 ZGB; creation of condominium ownership and lock-up period: The contractual creation of condominium ownership on an existing co-ownership share does not constitute a real division of the land and does not, as such, trigger a new lock-up period. Condominium ownership is a special form of co-ownership with exclusive use rights over designated parts of a building; the underlying co-ownership of the parcel remains intact. A physical partition of the parcel is required for a real division; mere establishment of condominium ownership is insufficient (consid. ...).

Gesamter Gesetzestext

A kaufte am 30. September 1985 das Grundstück Nr. X. Am 13. März 1987 verkaufte er 4/5 Miteigentumsanteile. Mit öffentlicher Urkunde vom 2. Februar 1988 begründeten die Miteigentümer Stockwerkeigentum.

Gestützt auf Art. 2 des Bundesbeschluss über eine Pfandbelastungsgrenze für nichtlandwirtschaftliche Grundstücke vom 6. Oktober 1989 (BBPG) verweigerte das Grundbuchamt Luzern Land die Eintragung einer Grundpfandverschreibung haftend auf dem Miteigentumsanteil von A. ins Grundbuch. Zur Begründung wurde ausgeführt, das betreffende Grundstück sei durch Realteilung am 2. Februar 1988 erworben worden. Die Realteilung sei in Art. 2 Abs. 2 BBPG nicht als Ausnahmetatbestand genannt und müsse daher als fristauslösender Eigentumserwerb beurteilt werden. Gegen die Abweisungsverfügung erhob die Pfandgläubigerin Beschwerde, die von der Justizkommission gutgeheissen wurde.

Aus den Erwägungen:

Die vertragliche Begründung von Miteigentum steht in der Regel im Zusammenhang mit einer Veräusserung. In einem solchen Fall beginnt mit dem Erwerb des Miteigentums eine neue Sperrfrist zu laufen (Schöbi Felix, Erläuterungen zur Sperrfrist, Bern und Stuttgart 1990, S. 65), die zu beachten wäre, wenn beispielsweise über das ganze Grundstück verfügt würde. Mit öffentlicher Urkunde vom 2. Februar 1988 begründeten die fünf Miteigentümer Stockwerkeigentum. Diese Begründung von Stockwerkeigentum war ein Rechtsgeschäft, das keinen Erwerb im Sinne von Art. 3 Abs. 3 BBSG darstellt. Es führt somit auch zu keiner Fristauslösung. Nach Art. 712a Abs. 1 ZGB ist Stockwerkeigentum der Miteigentumsanteil an einem Grundstück, der dem Miteigentümer das Sonderrecht gibt, bestimmte Teile eines Gebäudes ausschliesslich zu benutzen und innen auszubauen. Da im vorliegenden Fall somit nach wie vor das Miteigentumsverhältnis bestehen bleibt und keine körperliche Teilung des Grundstückes vorgenommen wird, kann von einer Realteilung nicht gesprochen werden.

Schlagwörter

land registercondominium ownershipco-ownershipreal divisionlock-up periodmortgageproperty law

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the creation of condominium ownership on 2 February 1988 counted as a real division or acquisition that triggered the BBPG lock-up period.

Extrahierter Entscheid

No. The creation of condominium ownership was a legal transaction under which the co-ownership relationship continued; no physical partition of the land occurred, so it was not a real division and did not trigger a new lock-up period.

Extrahierte Begründung

Condominium ownership is a co-ownership share with special rights under Art. 712a(1) ZGB. Because the underlying co-ownership remains and the parcel is not physically divided, the transaction is not an acquisition in the relevant sense and cannot be treated as a fristauslösender event.

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