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OG 1991 33 ΓÇó No security for costs in debt-enforcement proceedings
OG 1991 33Übriges Gericht21.11.1991Dismissed
The defendant requested security for costs from the foreign plaintiff in a debt-enforcement proceeding. The court held that the applicable federal fee tariff applies to such proceedings, including issues of enforceability of foreign money judgments, but it only allows an advance for court fees, not for party or attorney costs. The tariff’s silence was treated as qualified silence, leaving no room for judicial gap filling. The request was therefore denied; alternatively, even under cantonal law, security for costs would not extend to this type of proceeding.
Art. 51 and 54 Abs. 2 Geb T; security for party costs in debt-enforcement proceedings: the tariff applicable to debt enforcement governs also proceedings concerning the enforceability of foreign money judgments. It provides for an advance only for court fees. The absence of a rule on party and attorney costs constitutes qualified silence, precluding judicial gap filling. Even on the assumption that cantonal procedural law were applicable, security for costs is limited to ordinary main proceedings and does not extend to debt-enforcement proceedings. The earlier contrary view is obsolete where federal law now regulates recognition and enforcement of foreign decisions.
In einem Rechtsöffnungsverfahren beantragte der Beklagte, die ausländische Klägerin sei zu verpflichten, für die Kosten des Prozesses Sicherheit zu leisten.
Aus den Erwägungen:
Als Grundsatz gilt, dass die Frage der Vollstreckbarkeit bei auf Geldzahlungen lautenden (auch ausländischen) Urteilen im Rechtsöffnungsverfahren zu entscheiden ist (Max. X Nr. 420). Der Gebührentarif zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs vom 7. Juli 1971/29. Juni 1983; SR 281.35 im folgenden: Geb T) findet Anwendung auf das Rechtsöffnungsverfahren (Art. 51 Geb T. Mithin beansprucht der Geb T auch Geltung im Zusammenhang mit Verfahren, bei welchen über die Vollstreckbarkeit ausländischer Urteile zu entscheiden ist (sofern diese auf Geldzahlung lauten). Es bleibt zu prüfen, ob der Geb T eine Kostenvorschusspflicht für Parteikosten kennt oder nicht.
Der Entscheid ist insofern nicht mehr zutreffend, als zwischenzeitlich das neue IPRG vom 18. Dezember 1987 in Kraft getreten ist. Im Unterschied zur vorherigen Rechtslage enthält dieses neue Gesetz Bestimmungen über Anerkennung und auch Vollstreckung ausländischer Entscheidungen. Damit bestimmt sich aber die Vollstreckung nach Bundesrecht. Dementsprechend ist der erwähnte Entscheid bei dieser geänderten Rechtslage überholt.
Nach bisheriger Rechtsprechung (Max. X Nr. 43) beschränkt sich die Kostensicherungspflicht auf Hauptprozesse, d.h. auf ordentliche Verfahren i. S. der Zivilprozessordnung. Im heutigen Zeitpunkt besteht jedenfalls keinerlei Veranlassung, diese Praxis in Frage zu stellen. Das Rechtsöffnungsverfahren stellt indes kein ordentliches Verfahren in diesem Sinne dar, weshalb das Kostensicherungsgesuch auch diesfalls abgewiesen werden müsste.