One party’s objection does not bind expert appointment

OG 1991 22Übriges Gericht02.05.1991Dismissed

Zusammenfassung

The defendant challenged the district court president’s appointment of expert X, arguing that X lacked sufficient technical expertise. The appellate court held that, absent statutory grounds for recusal or disqualification, a court is not required to uphold objections raised by only one party against an appointed expert. The expert’s qualifications are a matter of evidentiary assessment, and the judge remains free to select the expert. The defendant’s objection was therefore rejected.

Regest

A court-appointed expert may not be rejected merely because one party objects to the appointment; absent statutory recusal or disqualification grounds, the court is not bound to consider unilateral objections. Whether an expert possesses the requisite specialist knowledge is a question of evidentiary assessment and falls within the judge’s discretion in selecting the expert (cf. consid. in fine).

Gesamter Gesetzestext

Wie schon beim Amtsgerichtspräsidenten brachte die Beklagte im Beschwerdeverfahren erneut vor, der vom Amtsgerichtspräsidenten ernannte Experte X sei abzulehnen, da er nicht über genügend Fachkenntnisse verfüge. Die Kläger haben gegen die Ernennung von X keinen Einspruch erhoben.

Aus den Erwägungen:

Wenn auch den Parteien Gelegenheit gegeben wird, gegen die Ernennung bestimmter Personen als Sachverständige Einwendungen zu erheben, so ist das Gericht, sofern nicht gesetzliche Ausstands- oder Ablehnungsgründe vorliegen, nicht gehalten, die Einwendungen nur einer Partei zu berücksichtigen. Ob ein Sachverständiger über die erforderliche Sachkunde verfügt, ist lediglich eine Frage der Beweiswürdigung (vgl. Max. XII Nr. 17 mit Hinweisen) und der Richter ist in diesen Fall bei der Auswahl des Experten frei.

Schlagwörter

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