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PVG 2012 28 ΓÇó IVHB applies where municipal law refers to cantonal law
PVG 2012 28Übriges Gericht31.12.2012Modified
The court held that the IVHB was applicable from 1 October 2011 where municipal building law refers to cantonal law for matters it does not regulate. Applying the IVHB measurement rules for façade length and width, the projected façade line became longer, which increased the extra-length surcharge and led to a setback violation, at least with respect to parcel 1751. The excerpt shows the court rejecting the municipality’s non-application of the IVHB and finding the setback requirement not complied with.
Art. 66 BG; Art. 4 and Art. 7 Anhang 1 IVHB; applicability of the IVHB and measurement of façade length for setback purposes. The IVHB applies, after its entry into force on 1 October 2011, to all factual situations in which municipal building law refers to cantonal law, even before municipal adaptation under Art. 107 Abs. 1 KRG. Where the projected façade line must be determined under the IVHB, building length is the longer side and building width the shorter side of the smallest rectangle enclosing that line. If this corrected method increases the façade length and the corresponding extra-length surcharge, setback compliance must be assessed on that basis (consid. 1b-2).
12/28 Raumordnung und Umweltschutz PVG 2012
Baueinsprache. Anwendbarkeit IVHB.
Opposizione edilizia. Applicabilità del CIAE.
Erwägungen:
1. a) Anfechtungsobjekte im vorliegenden Verfahren sind
die Baubewilligung vom 6. Dezember 2011 und der Einsprache- entscheid vom 6. Dezember 2011. Streitig und zu prüfen sind, ob die Gemeinde die Baueinsprache zu Recht abgewiesen hat und ob die Baubewilligung zu Recht erteilt wurde.
b) Auf den vorliegenden Fall findet das KRG vom 4. De- zember 2005; am 1. November 2005 in Kraft getreten, die KRVO in der teilrevidierten Fassung vom 13. September 2011; am 1. Okto- ber 2011 in Kraft getreten, die IVHB vom 22. September 2005; am
1. Oktober 2011 in Kraft getreten, sowie das BG, welches am 18. Ja- nuar 2011 in Kraft getreten ist, Anwendung. Dieses sieht in seinem Art. 66 vor, dass für alle Sachverhalte, die nicht im BG geregelt sind, kantonales Recht gilt. Im BG ist die Bemessung der Fassa- denlänge nicht geregelt.
2. Die Beschwerdeführerin rügt, es seien die Grenzab- stände durch nicht berücksichtigte grössere Mehrlängen gegen- über den Parzellen 3319, 1751 und 3766 verletzt worden. Gemäss Art. 7 Abs. 1 des Anhangs 1 zur IVHB i. V. m. Art. 66 BG ist der
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Grenzabstand die Entfernung zwischen der projizierten Fassaden- linie und der Parzellengrenze. Die Gebäudelänge ist gemäss – dem aufgrund der Ausführungen unter Ziff. 1 b) der Erwägungen hier folglich anwendbaren – Art. 4 Abs. 1 des Anhangs 1 zur IVHB die längere Seite des flächenkleinsten Rechtecks, welches die proji- zierte Fassadenlinie umfasst. Die Gebäudebreite ist gemäss Art. 4 Abs. 2 des Anhangs 1 zur IVHB die kürzere Seite des flächen- kleinsten Rechtecks, welches die projizierte Fassadenlinie umfasst. Diese neu vom kantonalen Recht vorgesehene Berechnungsweise wurde im vorliegenden Fall von der Gemeinde und der Bauherr- schaft folglich zu Unrecht nicht berücksichtigt. Berücksichtigt man diese, verlängert sich die Fassadenlänge der Nordostfassade. Folglich verlängert sich auch der Mehrlängenzuschlag. Die Nord- ostfassade muss demnach in der Ecke 6 einen grösseren Grenz- abstand als 5,44 m einhalten. Dies ist aber durch die korrekte An- wendung der IVHB nicht der Fall. Daraus folgt, dass zumindest der Grenzabstand gegenüber der Parzelle 1751 verletzt ist.
R 12 11Urteil vom 21. August 2012
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