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PVG 2009 33 ΓÇó Award criteria must be assessed only as published
PVG 2009 33Übriges Gericht31.12.2009Not Examined
The court clarified that in public procurement the contracting authority must evaluate tenders exclusively on the published award criteria, subcriteria, and weightings. It may not omit criteria, alter their relative importance, or introduce unpublished factors at the award stage. The court further held that an unsustainable assessment of a single criterion is immaterial only if it does not alter the overall result of the evaluation. The case concerned a challenge to the scoring of the criterion "apprenticeship training."
Art. 21 Abs. 1–4 SubG; Art. 1 lit. j und Art. 12 lit. h SubV: Die Vergabebehörde ist bei der Zuschlagserteilung an die vorgängig bekannt gegebenen Zuschlags- und Subkriterien samt deren relativer Gewichtung gebunden; unzulässig sind das Ausblenden einzelner Kriterien, die Umstellung ihrer Bedeutung, abweichende Gewichtungen oder die Heranziehung nicht publizierter Gesichtspunkte. Der Grundsatz gilt für das Preiskriterium wie für sämtliche übrigen Zuschlagskriterien. Eine unhaltbare Bewertung eines einzelnen Kriteriums bleibt nur unbeachtlich, wenn sie das Gesamtergebnis der Wirtschaftlichkeitsprüfung nicht zu beeinflussen vermag (E. 2, 3a).
Submission 14
Appalti
Richtige Berücksichtigung der Zuschlagskriterien. Präzi- sierung der Rechtssprechung.
Allgemeine Grundsätze**(E. 2).**
**Die unhaltbareBewertung eineseinzelnen Zuschlagskri- teriumskann nurdann unbeachtlichbleiben, wennsich deswegen dasGesamtergebnis nichtändert (E.**3a).
Giusta presain considerazionedei criteri****di aggiudica- zione.Precisazione dellagiurisprudenza.
Principi generali**(cons. 2).**
L’insostenibile valutazionedi undeterminato criteriodi aggiudicazione puòrestare incensuratasolo secon que- stol’intero risultatonon cambia**(cons. 3a).**
Erwägungen:
1. Gemäss Art. 21 Abs. 1 SubG erhält das wirtschaftlich günstigste Angebot den Zuschlag. Als Kriterien zur Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebots können Qualität, Preis, Erfah- rung, Zweckmässigkeit, Termine, technischer Wert, Ästhetik Be- triebskosten, Nachhaltigkeit, Kundendienst, Kreativität, Infrastruk- tur und Lehrlingsausbildung berücksichtigt werden (Abs. 2). Der Zuschlag für weitgehend standardisierte Güter kann auch aus- schliesslich nach dem Kriterium des niedrigsten Preises erfolgen (Abs. 4). Die ersten beiden Kriterien – die Qualität und der Preis – bilden das allgemeine und Hauptkriterium für die Ermittlung des wirtschaftlich günstigsten Angebotes, wird doch damit nichts an- deres als das Preis-/Leistungsverhältnis umschrieben, während es sich bei den weiteren, nicht abschliessend aufgezählten Punkten um spezielle Bewertungskriterien handelt. Gemäss Art. 21 Abs. 3 SubG sowie Art. 1 lit. j und Art. 12 lit. h SubV haben die Ausschrei- bung bzw. die Offertunterlagen u. a. die Zuschlagskriterien mit ihrer Gewichtung bzw. in der Reihenfolge ihrer Bedeutung zu ent- halten. Der Anbieter muss nicht damit rechnen, dass im Devis nicht genannte Kriterien für die Vergabebehörde entscheidrelevant sein könnten, ansonsten sie ja in den Submissionsunterlagen hät- ten erwähnt werden müssen.
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1. a) Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Bewer- tung beim Kriterium «Lehrlingsausbildung» sei willkürlich erfolgt, weil die Beschwerdegegnerin 2 dort 5.25 von 8 möglichen Punkten erhalten habe, obwohl sie keine Lehrlinge ausbilde. Dem hält die Vorinstanz entgegen, es genüge nicht zu rügen, dass das eine oder andere Zuschlagskriterium falsch interpretiert oder angewendet worden sei, um den Vorwurf der Willkür zu begründen. Massge- bend müsse vielmehr sein, dass das Ergebnis der Wirtschaftlich- keitsprüfung in seiner Gesamtheit dem Sinn von Art. 21 SubG nicht widerspreche bzw. keinen Ermessensmissbrauch wie auch keine Ermessensüberschreitung darstelle. Vorliegend vermöge der angefochtene Entscheid gerade in seiner Gesamtheit zu über- zeugen, habe doch das preisgünstigste Angebot den Zuschlag er- halten. Diese Ansicht widerspricht der oben wiedergegebenen Praxis des Verwaltungsgerichtes. Präzisierend ist dazu Folgendes festzuhalten. Die erfolgte Festsetzung der massgeblichen Zuschlags- und Unterkriterien (samt Gewichtung) für die Beurteilung des wirt- schaftlich günstigsten Angebotes ist bei der Zuschlagserteilung für die Vergabestelle und die Anbieter verbindlich und schränkt in diesem Sinne das der Vergabestelle zustehende Ermessen bei der Bestimmung des auszuwählenden Angebotes ein. So ist es z. B. unzulässig, bei der Fällung des Zuschlagsentscheids einen Ge- sichtspunkt in die Beurteilung der Angebote einfliessen zu lassen, der sich nicht aus den vorgängig publizierten Kriterien (Zuschlags- und eventuelle Unterkriterien) ergibt. Die Vergabebehörde hat die Angebote ausschliesslich nach den von ihr bekannt gegebenen Kriterien zu beurteilen. Unzulässig ist es somit, einzelne Kriterien beim Zuschlagsentscheid ausser Acht zu lassen, die Bedeutungs- reihenfolge der Kriterien umzustellen, andere Gewichtungen vor- zunehmen oder zusätzliche, nicht publizierte Kriterien heranzuzie- hen (vgl. Galli, Moser, Lang, Clerc, Praxis des öffentlichen Beschaf- fungsrechtes, 2. A., N 531 mit zahlreichen Hinweisen). Eine Ver- gabebehörde handelt rechtswidrig, wenn sie den Zuschlagsent- scheid nicht (ausschliesslich) aufgrund der bekannt gegebenen Zuschlags- bzw. Subkriterien und des ebenso vorgängig bekannt gegebenen (relativen) Gewichts eines jeden Kriteriums fällt (vgl. Galli, Moser, Lang, Clerc, a.a.O, N 531 mit Hinweis auf BRK 6/00). Der Grundsatz, dass die Bewertungsmethode so zu wählen ist, dass die bekannt gegebene Gewichtung zum Tragen kommt, gilt nicht nur für das Preiskriterium, sondern auch für die Bewertung der übrigen Zuschlagskriterien (vgl. Galli, Moser, Lang, Clerc,
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a. a.O, N 578 mit Hinweis auf VB.2006.00205). Daraus folgt, dass eine unhaltbare Bewertung eines einzelnen Kriteriums nur dann unbeachtlich bleiben kann, wenn sich deswegen das Gesamter- gebnis nicht ändert.
U 09 38Urteil vom 7. Juli 2009
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