Ein Zahnbruch ist nach den Regeln der Unfallversicherung kein Knochenbruch

ATA/485/1995Cour de justice / Verwaltungskammer26.09.1995SozialversicherungsrechtAbgewiesen

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

Der Beschwerdeführer focht die Verweigerung von Leistungen der Unfallversicherung wegen eines Zahnbruchs an. Das Gericht befand, dass kein Unfall vorlag, weil eine ungewöhnliche äussere Einwirkung nicht nachgewiesen war: Ein kleiner Knochen im Kalbsbraten konnte nicht ausgeschlossen werden. Zudem entschied es, dass ein Zahnbruch nach Art. 9 OLAA kein Knochenbruch ist. Die Beschwerde wurde abgewiesen und die Deckung verweigert.

Omnilex-Regeste

Art. 9 OLAA; Zahnbruch und Unfallbegriff; ein Zahnbruch stellt im Sinne der Verordnung keinen Knochenbruch dar. Für die Qualifikation eines Unfalls muss eine ungewöhnliche äussere Einwirkung nachgewiesen sein; kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich ein harter Fremdkörper in der Speise befand, ist das Erfordernis der Ungewöhnlichkeit nicht erfüllt. Der blosse Umstand, dass beim Kauen ein Zahnbruch auftritt, genügt nicht, um den Fall unter die aufgezählten Körperschädigungen zu subsumieren.

Gesamter Gesetzestext

Descripteurs

ASSURANCE SOCIALE; ACCIDENT; AA; AFFECTION DENTAIRE; NOTION; CAUSE EXTERIEURE EXTRAORDINAIRE; LESION CORPORELLE; ASSU

Normes

OLAA.9 al.1

Résumé

Casuistique de fractures de dents. Accident refusé pour la fracture de la dent de la recourante dès lorsqu'il n'est pas exclu de trouver un petit os dans un rôti de veau. La fracture d'une dent ne peut entrer dans la définition de la fracture d'un os au sens de l'art.9 al.2 OLAA.

Schlagwörter

social insuranceaccidenttooth fractureextraordinary external causebone fracturedental injury

The fracture was not shown to result from an extraordinary external cause; it was not an accident.

It was not excluded that a small bone could be present in a veal roast, so the external cause was not extraordinary.

No. A tooth fracture does not fall within the definition of a bone fracture for purposes of Art. 9 OLAA.

The court held that a tooth is not an osseous structure in the sense required by the regulation.

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