Taggeld und medizinische Beurteilung; Rückweisung zu neuem Entscheid

ATA/328/1995Cour de justice / Verwaltungskammer20.06.1995SozialversicherungsrechtTeilweise gutgeheissen

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

Das Verwaltungsgericht übernahm die Beurteilung der behandelnden Ärztin oder des behandelnden Arztes zur Arbeitsunfähigkeit der versicherten Person, weil die anderen beigezogenen Ärztinnen und Ärzte nicht auf Augenheilkunde spezialisiert waren. Es erachtete die Arbeitsunfähigkeit bis zum 10. Februar 1995 als erwiesen. Für den Zeitraum danach befand das Gericht die Akten als unzureichend und wies die Sache zur neuen Entscheidung an die caisse zurück.

Omnilex-Regeste

LAMA Art. 12bis Abs. 1; Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei Taggeldstreitigkeiten; Beweiswert medizinischer Stellungnahmen. Das Gericht kann sich auf die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt stützen, wenn die entgegenstehenden medizinischen Beurteilungen nicht von Fachärztinnen oder Fachärzten des einschlägigen Gebiets stammen. Ermöglichen die Akten keine zuverlässige Feststellung der Arbeitsfähigkeit über einen bestimmten Zeitpunkt hinaus, ist die Sache in diesem Umfang zur erneuten Beurteilung und zum neuen Entscheid an den Versicherer zurückzuweisen; das Gericht darf bei ungeklärten medizinischen Fragen nicht an die Stelle der medizinischen Beurteilung treten (E. nicht angegeben).

Gesamter Gesetzestext

Descripteurs

ASSURANCE SOCIALE; AM; INDEMNITE JOURNALIERE; DOSSIER MEDICAL; DECISION DE RENVOI

Normes

LAMA.12 bis al.1

Résumé

Le TA a suivi l'avis médical du médecin traitant de l'assuré dès lors que les autres médecins consultés n'étaient pas des spécialistes en ophtalmologie. Incapacité de travail admise jusqu'au 10 février 1995. Dossier renvoyé à la caisse pour nouvelle décision dès cette date, le TA n'étant plus en mesure de trancher de la capacité de travail de l'assuré, vu la base du dossier en sa possession.

Schlagwörter

social insurancedaily indemnitymedical evidencework incapacityremandspecialist opinion

Work incapacity was accepted until 1995-02-10, based on the treating physician's view and the lack of ophthalmology expertise among the other consulted doctors.

The court gave decisive weight to the treating physician's assessment because the contrary medical opinions were not issued by ophthalmology specialists.

Yes. The court could no longer determine the insured person's work capacity on the file available and therefore sent the case back for a new decision from that date onward.

The evidentiary basis before the court was insufficient to rule definitively on work capacity beyond 1995-02-10.

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