Invalidenrente gestützt auf die angepasste Arbeitsfähigkeit und Grenzen von Lohnstrukturerhebungen

ATA/162/1995Cour de justice / Verwaltungskammer28.03.1995SozialversicherungsrechtAbgeändert

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

Der Fall betraf einen gegen Unfälle versicherten Bauarbeiter, der einen Nichtberufsunfall erlitten hatte. Das Gericht anerkannte, dass er aus körperlicher Sicht für angepasste Tätigkeiten voll arbeitsfähig war, hielt jedoch fest, dass die psychiatrischen Beschwerden, die auf eine Tendenz zur Sinistrose zurückzuführen waren, nicht in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfall standen. Es bestätigte einen Invaliditätsgrad von 30%. Zudem entschied das Gericht, dass sich der Versicherer bei der Invaliditätsberechnung nicht auf die Lohnerhebung des OFIAMT vom Oktober 1992 stützen durfte, da diese durchschnittliche Löhne abbildete und die individuellen funktionellen Einschränkungen der versicherten Person nicht berücksichtigte.

Omnilex-Regeste

Art. 24 LAA; Invaliditätsbemessung nach einem Unfall und Verwendung statistischer Lohndaten. Die Invalidität einer versicherten Person ist unter Berücksichtigung der konkreten verbleibenden Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit und der individuellen funktionellen Einschränkungen zu bestimmen. Psychische Beschwerden sind nicht entschädigungspflichtig, wenn der adäquate Kausalzusammenhang mit dem Unfall fehlt, selbst wenn sie als Tendenz zur Sinistrose beschrieben werden. Statistische Lohnerhebungen können lediglich als Hilfsmittel dienen; sie dürfen nicht als massgebende Grundlage für die Invaliditätsberechnung herangezogen werden, wenn sie den besonderen Einschränkungen und der Erwerbsfähigkeit der versicherten Person nicht Rechnung tragen.

Gesamter Gesetzestext

Descripteurs

ACCIDENT; AA; RENTE D'INVALIDITE; TENDANCE A LA REVENDICATION; ASSURANCE SOCIALE; ENQUETE ECONOMIQUE; SECRETARIAT D'ETAT A L'ECONOMIE

Normes

LAA.24

Résumé

Accident non professionnel d'un manoeuvre dans une entreprise du bâtiment. Capacité de travail totale dans une activité adaptée à son état de santé physique admise. Troubles psychiques dus à une sinistrose pas en relation adéquate avec l'accident. Evaluation du taux d'invalidité selon précédents du TA en la matière, fixée à 30 %. Pour calculer le degré d'invalidité de son assuré, l'assurance ne peut se fonder sur l'enquête de l'OFIAMT concernant les salaires et traitements versés en octobre 1992, car il s'agit de salaires moyens ne tenant pas compte des limites particulières des capacités d'un assuré accidenté.

Schlagwörter

accident insuranceinvalidity pensionpsychological sequelaeadequate causationwork capacitywage statisticseconomic survey

The insured retained full work capacity in suitable adapted employment, but the accident led to a 30% invalidity degree.

The physical health limitations did not prevent full capacity in adapted work; the psychological complaints were due to a compensation-oriented tendency and were not adequately causally linked to the accident.

No. The wage survey could not be used as the decisive basis for the insured's invalidity calculation because it reflected average wages and did not account for the insured's specific capacity limitations.

For an accident-injured insured, the assessment must take account of individual restrictions; a general survey of wages and salaries is insufficient if it ignores those particular limits.

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