Appeal against court costs declared inadmissible

104 2014 35Kantonsgericht21.11.2014Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant sought to contest costs imposed in an adult-protection placement case. The court held that the cost allocation from the August 11, 2014 decision had already been confirmed by a final appellate judgment and could not be attacked again. Any complaint against the amount of the expert-report costs was also out of time because it had to be challenged promptly after the August 26, 2014 billing. The appeal was therefore not entered into. The appellant was ordered to bear the appeal costs, fixed at CHF 150.

Omnilex-Regeste

Art. 110 ZPO; res judicata and timeliness of separate appeals against costs in adult-protection proceedings: a cost decision that has been fully confirmed by a final appellate judgment cannot be challenged anew. Where the amount of an expert-report cost is fixed by a subsequent billing decision, any challenge must be brought within the applicable deadline; otherwise the remedy is time-barred (consid. 1). Under Art. 106 Abs. 1 ZPO, procedural costs follow the result and may be fixed as a lump sum where the dispute value is low (consid. 2).

Gesamter Gesetzestext

104 2014 35

Urteil vom 21. November 2014 Moderationshof

Besetzung

Präsidentin: Dina Beti Richter: Hubert Bugnon, Michel Favre Gerichtsschreiberin: Carine Sottas

Parteien

A.________, Beschwerdeführer

Gegenstand

Höhe der Gerichtskosten (Art. 110, 103 ZPO; 15 JR) Beschwerde vom 7. Oktober 2014 gegen den Entscheid des Friedensgerichts des Sensebezirks vom 11. bzw. 26. August 2014

Sachverhalt

A. Mit Entscheid vom 11. August 2014 hat das Friedensgericht des Sensebezirks die Beschwerde von A.________ gegen eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung abgewiesen. Die Kosten der Errichtung eines ärztlichen Gutachtens vom 11. August 2014, sowie die dem Staat geschuldeten Kosten wurden A.________ angelastet.

Mit Urteil vom 25. August 2014 hat der Kindes- und Erwachsenenschutzhof des Kantonsgerichts die gegen den Entscheid vom 11. August 2014 eingereichte Beschwerde abgewiesen und den erwähnten Entscheid vollumfänglich bestätigt. Dieses Urteil ist in Rechtskraft erwachsen.

B. Mit Rechnungen vom 26. August 2014 hat das Friedensgericht des Sensebezirks A.________ aufgefordert, die Kosten des ärztlichen Gutachtens von Fr. 800.-, sowie die Gerichtskosten von Fr. 210.- zu bezahlen.

Mit Schreiben an das Friedensgericht des Sensebezirks vom 3. Oktober 2014, welches am 7. Oktober 2014 aufgegeben wurde, beanstandet A.________, dass ihm im Verfahren betreffend fürsorgerische Unterbringung Kosten auferlegt wurden. Das Friedensgericht übermittelte dieses Schreiben zuständigkeitshalber dem Kantonsgericht.

Es wurde kein Schriftenwechsel angeordnet.

Erwägungen

1. a) Kostenentscheide sind selbstständig nur mit Beschwerde anfechtbar (Art. 110 ZPO). Zuständig ist der Moderationshof (Art. 15 des Justizreglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]). Die Beschwerdefrist beträgt 10 Tage im Verfahren betreffend fürsorgerische Unterbringung (vgl. Art. 450 b Abs. 2 ZGB).

b) Der im vorliegenden Verfahren angefochtene Entscheid datiert vom 11. August 2014. Soweit die Kostenfrage betroffen ist, regelt er die Frage der Gerichtskosten endgültig, diejenige der Kosten zur Errichtung des Gutachtens allerdings nur im Grundsatz. Der Entscheid vom 11. August 2014 wurde vom Beschwerdeführer angefochten. Am 25. August 2014 wurde dieser Entscheid vom Kindes- und Erwachsenenschutzhof des Kantonsgerichts im Übrigen vollumfänglich bestätigt, einschliesslich der Kostenfolge. Dieses Urteil ist in Rechtskraft erwachsen. Der Entscheid vom 11. August 2014 kann somit nicht erneut Gegenstand eines Beschwerdeverfahrens sein (vgl. Art. 59 Abs. 2 Bst. e ZPO). Auf die vorliegende Beschwerde ist daher nicht einzutreten, soweit sie die Auferlegung und den Betrag der Gerichtskosten, sowie den Grundsatz der Auferlegung der Kosten des Gutachtens betrifft.

c) Soweit die Kosten zur Errichtung des Gutachtens vom 11. August 2014 betroffen sind, muss festgehalten werden, dass der Beschwerdeführer nur den Grundsatz der Auferlegung dieser Kosten, jedoch nicht deren Betrag beanstandet. Sollte jedoch seine Beschwerde auch den Betrag der Kosten des Gutachtens betreffen, ist darauf hinzuweisen, dass der Entscheid über darüber mit Rechnung vom 26. August 2014 gefällt wurde (vgl. Art. 14 Abs. 2 JR), welche vom Beschwerdeführer am darauffolgenden Tag, oder zumindest in den nächsten Tagen, in Empfang genommen werden konnte. Seine Beschwerde vom 7. Oktober 2014 ist somit verstätet, so dass darauf nicht einzutreten ist.

2. Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Als solche gilt dem Ausgang des Verfahrens entsprechend der Beschwerdeführer. Die Gerichtskosten sind namentlich in Berücksichtigung des geringen Streitwerts auf pauschal Fr. 150.- festzusetzen (Art. 43 JR).

Der Hof erkennt:

I. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

II. Die Prozesskosten des Beschwerdeverfahrens werden A.________ auferlegt.

Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden auf pauschal Fr. 150.- festgesetzt.

III. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Verfassungsbeschwerde beim Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 113–119 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 21. November 2014/dbe

Die Präsidentin

Die Gerichtsschreiberin

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Schlagwörter

court costsres judicatatimelinessexpert reportadult protectioninadmissibilityappeal costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the August 11, 2014 cost decision was admissible after a final appellate judgment confirmed it.

Extrahierter Entscheid

No. The cost allocation in the August 11 decision had already been fully confirmed by a final judgment, so it could not be challenged again.

Extrahierte Begründung

A matter decided with res judicata effect cannot be relitigated; the prior appellate judgment had confirmed the cost consequences in full.

Kernrechtsfrage

Whether the challenge to the expert-report costs was timely and properly directed at the amount or at the principle of allocation.

Extrahierter Entscheid

No. To the extent the appellant attacked the amount, the complaint was late because the billing decision dated August 26, 2014 had to be challenged within the applicable deadline; to the extent he attacked only the principle, that issue was already final.

Extrahierte Begründung

The court distinguished between the final allocation decision and the later billing decision for the amount, and found the October 7 filing untimely as to any challenge to the billed amount.

Kernrechtsfrage

How should the costs of the appeal proceedings be allocated?

Extrahierter Entscheid

They are to be borne by the appellant, and the court costs were set at CHF 150.

Extrahierte Begründung

The losing party bears the procedural costs; given the low value in dispute, a lump-sum court fee of CHF 150 was appropriate.

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