Non-entry due to unpaid cost advance in disability pension appeal

c-6375-2010Bundesverwaltungsgericht / 3. Abteilung22.10.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

K.________ challenged an IVSTA decision revoking his disability pension as of 1 October 2010. The Federal Administrative Court ordered him to pay a cost advance and warned that the appeal would otherwise not be heard. The order was duly served, but the advance was not paid within the deadline. The court therefore declined to enter into the appeal in single-judge proceedings. It also waived court costs and denied party compensation.

Omnilex-Regeste

Art. 23 Abs. 1 lit. b VGG; failure to pay an ordered cost advance after proper warning leads to non-entry into the appeal in single-judge proceedings. Court costs may be waived where imposing them would be disproportionate in light of the case or the party's circumstances (Art. 6 lit. b VGKE). No party compensation is owed where the appeal is not entered into and no compensable success is achieved (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Gesamter Gesetzestext

BVGer C-6375/2010

Entscheiddatum: 22.10.2010Publikationsdatum: 04.11.2010

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung III

C-6375/2010/

{T 0/2}

Urteil vom 22. Oktober 2010

Besetzung

Einzelrichter Beat Weber

Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

Parteien

K._______,

vertreten durch Gojko Reljic, Rechtsberatung für Ausländer, Go-Re-Ma, Quaderstrasse 18/2, 7000 Chur,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,

avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,

Vorinstanz.

Gegenstand

Invalidenrente (Revision); Verfügung der IVSTA vom 5. August 2010.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA mit Verfügung vom 5. August 2010 den bisherigen Anspruch von K._______ auf eine Invalidenrente ab 1. Oktober 2010 aufhob,

dass K._______ diese Verfügung mit Beschwerde vom 7. September 2010 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,

dass sich die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts gemäss Art. 31 und Art. 33 Bst. d des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32), sofern wie hier keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist, sowie gemäss Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) ergibt,

dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 13. September 2010 zur Leistung eines Kostenvorschusses bis zum 13. Oktober 2010 aufgefordert wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde,

dass diese Zwischenverfügung dem Beschwerdeführer am 14. September 2010 eröffnet wurde (s. Rückschein, act. 3),

dass der Beschwerdeführer den Vorschuss innert der gesetzten Frist nicht geleistet hat,

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass keine Parteientschädigung auszurichten ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

Dieses Urteil geht an:

den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)

die Vorinstanz (Ref-Nr. _______4)

das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Stufetti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

Schlagwörter

disability pensioncost advancenon-entryappeal admissibilityparty compensationcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be heard despite non-payment of the ordered cost advance

Extrahierter Entscheid

No entry was made on the appeal because the appellant failed to pay the cost advance within the set time limit after clear warning.

Extrahierte Begründung

The advance payment was requested by interim order and, absent timely payment, the court had to refuse to enter into the appeal in single-judge proceedings under Art. 23(1)(b) VGG.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged to the appellant

Extrahierter Entscheid

No procedural costs were levied.

Extrahierte Begründung

The court held that costs may be waived in whole or in part where circumstances make allocation disproportionate.

Kernrechtsfrage

Whether party compensation was owed

Extrahierter Entscheid

No party compensation was awarded.

Extrahierte Begründung

No basis for compensating the appellant was found in the non-entry situation.

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