Non-entry for defective appeal in BVG contribution case

c-5545-2007Bundesverwaltungsgericht / 3. Abteilung25.09.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Administrative Court did not enter into the appeal against a BVG contribution order because the filing was defective: it contained no requests, no reasons, and no original signature, and the later submission still failed to cure the signature defect after the court’s short cure period. The appellant was ordered to pay CHF 300 in court costs. No party compensation was granted to the respondent.

Omnilex-Regeste

Art. 52 VwVG; admissibility of an appeal lacking requests, reasons and original signature. An appeal must contain the relief sought, a substantiated reasoning, references to evidence and the appellant’s signature; if one of these elements is missing, the appellate authority must set a short cure period with a non-entry warning. A defect is cured only by a submission complying with the statutory formal requirements within the deadline. If the defect persists, the appeal is not entered into. In such non-entry proceedings, costs may be imposed on the appellant under Art. 63 Abs. 1 VwVG; the prior authority is not entitled to party compensation absent a statutory basis (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Gesamter Gesetzestext

BVGer C-5545/2007

Entscheiddatum: 25.09.2007Publikationsdatum: 05.10.2007

Tribunal administrativ federal

Abteilung III

C-5545/2007

{T 0/2}

Urteil vom 25. September 2007

Besetzung

Einzelrichter Eduard Achermann,

Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

Parteien

B._______,

Beschwerdeführer,

gegen

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Zweigstelle Deutschschweiz, Binzstrasse 15, Postfach 2855, 8022 Zürich,

Vorinstanz.

Gegenstand

Beiträge an die Auffangeinrichtung BVG.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt:

dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 19. Juli 2007 angeweisen hat, ihr den Betrag von Fr. 11'017.- nebst Zins zu 5 % seit dem 22. Mai 2007 zuzüglich Fr. 150.- Mahn- und Inkassokosten sowie Betreibungskosten von Fr. 100.- zu bezahlen und ihm die Kosten der Verfügung von Total Fr. 525.- auferlegt hat,

dass der Beschwerdeführer am 17. August 2007 beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde gegen diese Verfügung eingereicht hat,

dass die Beschwerdeschrift die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten hat (Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]),

dass die Beschwerde im vorliegenden Fall keine Rechtsbegehren, keine Begründung und keine Originalunterschrift enthielt,

dass die Beschwerdeinstanz dem Beschwerdeführer eine kurze Nachfrist zur Verbesserung einräumt, falls die Rechtsbegehren, Begründung oder Unterschrift fehlen und diese Nachfrist mit der Androhung verbindet, nach ungenutztem Fristablauf auf die Beschwerde nicht einzutreten (Art. 52 Abs. 2 und 3 VwVG),

dass das Bundesverwaltungsgericht den Beschwerdeführer mit Zischenverfügung vom 29. August 2007 aufforderte, bis zum 7. September 2007 Rechtsbegehren zu stellen, diese zu begründen und die Rechtsschrift im Original zu unterschreiben,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 5. September 2007 sinngemäss beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben mit der Begründung, er verfüge aufgrund der zahlreichen Betreibungen gegen ihn nicht über die finanziellen Mittel, um die Beitragsforderungen der Vorinstanz zu begleichen,

dass diese Eingabe durch den Beschwerdeführer wiederum nicht Original unterzeichnet war, weshalb sie den Anforderungen gemäss Art. 52 Abs. 1 VwVG nicht genügte,

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren und für den Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG) auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass die Verfahrenskosten in Anwendung des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf Fr. 300.- festgesetzt werden,

dass die Vorinstanz keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Die Verfahrenskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

Dieses Urteil geht an:

  • den Beschwerdeführer (Beilage: Einzahlungsschein; Gerichtsurkunde)

  • die Vorinstanz (Ref. Nr. ......., Zahlungsbefehl Nr. ....... ; Gerichtsurkunde)

  • das Bundesamt für Sozialversicherungen (Gerichtsurkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Eduard Achermann Daniel Stufetti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

Schlagwörter

admissibilitysignature requirementcure periodnon-entrysocial insurance contributionscourt costsparty compensation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal met the formal requirements of Art. 52 VwVG despite lacking requests, reasoning, and an original signature.

Extrahierter Entscheid

The appeal did not satisfy the mandatory formal requirements and remained defective even after the remedy deadline expired.

Extrahierte Begründung

Art. 52 VwVG requires requests, reasoning, evidence references, and signature. The first filing lacked essential elements; the subsequent submission was still not originally signed, so the defect was not cured under the warning order.

Kernrechtsfrage

Allocation of procedural costs after non-entry.

Extrahierter Entscheid

Court costs were imposed on the appellant.

Extrahierte Begründung

Because the appeal was not entered into in single-judge proceedings, the appellant was ordered to bear the costs under the applicable procedural rules.

Kernrechtsfrage

Whether the respondent is entitled to party compensation.

Extrahierter Entscheid

No party compensation was awarded to the respondent.

Extrahierte Begründung

The respondent, as the prior authority, had no entitlement to party compensation in this case.

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