Non-entry for failure to pay advance costs on time

c-5136-2007Bundesverwaltungsgericht / 3. Abteilung30.11.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a BVG contribution order of the Auffangeinrichtung BVG. After the Federal Administrative Court ordered an advance on costs, he failed to pay it within the deadline and did not provide any reasons capable of justifying restitution of the time limit under Art. 24 VwVG. The court therefore declined to enter into the appeal in single-judge proceedings. It set procedural costs at CHF 300, offset them against the late-paid advance of CHF 800, and ordered the remaining CHF 500 to be refunded. No party compensation was awarded to the respondent.

Omnilex-Regeste

Art. 24 VwVG, Art. 63 Abs. 4 VwVG, Art. 23 Abs. 1 lit. b VGG; non-payment of an advance on costs and restoration of time limits. A missed procedural deadline is restored only if the party, without fault, was prevented from acting in time, applies within 30 days after the obstacle ceases, states the reasons, and performs the omitted act. Mere subsequent payment of the advance, without substantiating excusable impediment, does not satisfy the requirements. Where the advance remains unjustified at expiry of the deadline, the appeal is not entered into; procedural costs are imposed on the appellant according to the outcome, and no party compensation is due to the respondent.

Gesamter Gesetzestext

BVGer C-5136/2007

Entscheiddatum: 30.11.2007Publikationsdatum: 14.12.2007

Tribunal administrativ federal

Abteilung III

C-5136/2007

{T 0/2}

Urteil vom 30. November 2007

Besetzung

Einzelrichter Eduard Achermann,

Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

Parteien

T._______,

Beschwerdeführer,

gegen

Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Zweigstelle Deutschschweiz, Binzstrasse 15, Postfach 2855, 8022 Zürich.

Gegenstand

Beiträge an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt:

dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG (Vorinstanz) mit Verfügung vom 18. Juni 2007 T._______ angewiesen hat, ihr den Betrag von Fr. 131'066.65 nebst Zins zu 5 % seit dem 23. März 2007 zuzüglich Fr. 150.- Mahn- und Inkassokosten sowie Betreibungskosten von Fr. 209.- zu bezahlen und ihm die Kosten der Verfügung von Total Fr. 525.- auferlegt hat,

dass T._______ (Beschwerdeführer) diese Verfügung mit Beschwerde vom 28. Juli 2007 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern wie hier keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden gelten,

dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich der Beiträge der ihr angeschlossenen Arbeitgeber vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (Art. 60 Abs. 2bis des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVG, SR 831.40] i.V.m. Art. 33 Bst. h VGG),

dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 6. August 2007 zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 800.- bis zum 16. August 2007 aufgefordert wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde,

dass der Beschwerdeführer den Vorschuss innert der gesetzten Frist nicht geleistet hat,

dass eine versäumte Frist gemäss Art. 24 VwVG nur wieder hergestellt werden kann, wenn der Gesuchsteller oder sein Vertreter unverschuldeterweise abgehalten worden sind, binnen Frist zu handeln und sofern dieser unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die versäumte Rechtshandlung nachholt,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 30. August 2007 den Beschwerdeführer darauf hingewiesen hat, dass die Frist zur Zahlung des Kostenvorschusses versäumt sei und ihm unter Hinweis auf Art. 24 VwVG bis zum 14. September 2007 Gelegenheit gegeben hat, das Fristversäumnis zu begründen und die Zahlung des Kostenvorschusses nachzuholen,

dass der Beschwerdeführer am 31. August 2007 den Kostenvorschuss von Fr. 800.- zwar einbezahlt, indes keine Gründe für das Fristversäumnis angegeben hat,

dass der Beschwerdeführer damit nicht dargetan hat, dass er unverschuldeterweise abgehalten worden ist, binnen Frist zu handeln,

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 5. Oktober 2007 erklärt hat, er wolle seine Beschwerde aufrecht erhalten,

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 63 Abs. 4 VwVG, Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Verfahrenskosten in Anwendung des des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) auf Fr. 300.- festgesetzt werden und dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind,

dass die Vorinstanz keinen Anspruch auf Parteientschädigung hat (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Die Verfahrenskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem von ihm verspätet geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.- verrechnet. Die Restanz von Fr. 500.- wird dem Beschwerdeführer zurückbezahlt.

Dieses Urteil geht an:

  • den Beschwerdeführer (Beilage: Rückerstattungsformular; Gerichtsurkunde)

  • die Vorinstanz (Ref-[...]; Gerichtsurkunde)

  • das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Eduard Achermann Daniel Stufetti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

Schlagwörter

non-entryadvance on costsdeadline restorationadministrative appealprocedural costssocial security contributions

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could proceed despite the appellant's failure to pay the court advance within the time limit.

Extrahierter Entscheid

No; the missed deadline was not excused and the appeal could not be entered into.

Extrahierte Begründung

Although the advance was eventually paid, the appellant gave no reasons showing that he had been prevented without fault from acting in time, so the conditions for restoration of the deadline were not met.

Kernrechtsfrage

How the procedural costs should be allocated after non-entry.

Extrahierter Entscheid

The appellant had to bear the costs, which were set at CHF 300 and set off against the late advance payment; the remaining CHF 500 had to be refunded.

Extrahierte Begründung

Because the proceedings ended with non-entry, the costs were imposed on the appellant under the applicable costs regulation.

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