Non-entry for failure to pay cost advance in disability pension appeal

c-4776-2009Bundesverwaltungsgericht / 3. Abteilung30.09.2009Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Administrative Court dealt with an appeal against an IVSTA decision granting the appellant a quarter disability pension from 1 July 2008. After the appeal was forwarded to the competent court, the appellant was ordered to pay a cost advance by 21 September 2009 and warned that non-payment would lead to non-entry. The advance was not paid. The court therefore did not enter into the appeal. It waived court costs and did not award party compensation.

Omnilex-Regeste

Art. 23 Abs. 1 lit. b VGG; Art. 6 lit. b VGKE: Wird der vom Gericht verlangte Kostenvorschuss innert angesetzter Frist trotz ausdrücklicher Androhung der Nichtanhandnahme nicht geleistet, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Die Kostenauflage kann aus Billigkeitsgründen erlassen werden, wenn deren Erhebung im konkreten Fall als unverhältnismässig erscheint (consid. 1 ff.).

Gesamter Gesetzestext

BVGer C-4776/2009

Entscheiddatum: 30.09.2009Publikationsdatum: 23.10.2009

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung III

C-4776/2009/

{T 0/2}

Urteil vom 30. September 2009

Besetzung

Einzelrichter Beat Weber,

Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

Parteien

P._______,

Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,

avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,

Vorinstanz.

Gegenstand

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA vom 8. Juli 2009.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) mit Verfügung vom 8. Juli 2009 P._______ (nachfolgend Beschwerdeführer) eine Viertelsrente ab 1. Juli 2008 zusprach,

dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Eingabe vom 24. Juli 2009 (Datum Postaufgabe) bei der IVSTA anfocht,

dass die IVSTA die Eingabe am 30. Juli 2009 an das für die Behandlung der Beschwerde zuständige Bundesverwaltungsgericht überwies,

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,

dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich der Invalidenversicherung vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG),

dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 21. August 2009 zur Leistung eines Kostenvorschusses bis zum 21. September 2009 aufgefordert wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (act. 3),

dass ihm diese Verfügung gemäss Rückschein am 25. August 2009 eröffnet wurde (act. 4),

dass der Beschwerdeführer den Vorschuss innert der gesetzten Frist nicht geleistet hat (act. 5),

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

Dieses Urteil geht an:

den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)

die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)

das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Stufetti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

Schlagwörter

disability insurancecost advancenon-entryappeal admissibilitycourt costsparty compensation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal had to be dismissed for non-payment of the cost advance after warning.

Extrahierter Entscheid

Yes. Because the ordered advance was not paid within the set deadline, the court could not enter into the appeal.

Extrahierte Begründung

The appellant was warned by interim order that failure to pay the advance by 21 September 2009 would result in non-entry. As payment was not made, non-entry followed in single-judge procedure under Art. 23(1)(b) VGG.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged despite non-entry.

Extrahierter Entscheid

No court costs were imposed, as the court waived them.

Extrahierte Begründung

Under Art. 6(b) VGKE, costs may be waived when circumstances make their imposition disproportionate; the court found such waiver appropriate here.

Kernrechtsfrage

Whether party compensation was payable.

Extrahierter Entscheid

No party compensation was awarded.

Extrahierte Begründung

The appeal did not succeed and no compensation was ordered in the dispositive part.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.