Non-payment of cost advance led to non-entry on BVG appeal

c-4486-2011Bundesverwaltungsgericht / 3. Abteilung08.10.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Administrative Court dealt with an appeal against the compulsory retroactive affiliation of a sole proprietorship to the BVG substitute fund. After the appellant failed to pay the requested cost advance within the prescribed period and did not seek reinstatement of the deadline, the court held that it could not enter into the appeal. It waived court costs and denied any party compensation.

Omnilex-Regeste

Art. 23 Abs. 1 lit. b VGG; non-payment of an ordered cost advance after explicit warning leads to non-entry on the appeal if no timely request for reinstatement is made. The advance is a procedural admissibility requirement whose non-compliance, once the deadline has expired unused, precludes substantive review. Costs may be waived under Art. 6 lit. b VGKE where circumstances make their allocation disproportionate; no party compensation is owed absent a statutory basis, cf. Art. 7 Abs. 3 VGKE.

Gesamter Gesetzestext

BVGer C-4486/2011

Entscheiddatum: 08.10.2012Publikationsdatum: 02.11.2012

BundesverwaltungsgerichtTribunal administratif fédéralTribunale amministrativo federaleTribunal administrativ federal Abteilung IIIC-4486/2011

Urteil vom 8. Oktober 2012 Besetzung Einzelrichter Daniel Stufetti,Gerichtsschreiberin Karin Wagner. Parteien X._______, Zustelladresse Z._______, Beschwerdeführer, gegen Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Zweigstelle Deutschschweiz, Erlenring 2, Postfach 664, 6343 Rotkreuz, Vorinstanz . Gegenstand Zwangsanschluss an die Auffangeinrichtung BVG; Verfügung vom 19. Juli 2011.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Stiftung Auffangeinrichtung BVG mit Verfügung vom 19. Juli 2011 die Einzelfirma X._______ als Arbeitgeberin der Stiftung Auffangeinrichtung BVG rückwirkend per 1. Februar 2008 anschloss, ihr die Kosten auferlegte und sie aufforderte, ihr innert 10 Tagen alle beschäftigten Arbeitnehmer, die Eintrittsdaten und die Lohnverhältnisse anzugeben,

dass X._______ (Beschwerdeführer) gegen diese Verfügung am 10. August 2011 Beschwerde bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG einreichte, welche an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleitet wurde (act. 1),

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern wie hier keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,

dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich des Zwangsanschlusses von Arbeitgebern an die Auffangeinrichtung vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (Art. 60 Abs. 2bis i.V.m. Art. 60 Abs. 2 Bst. a des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVG, SR 831.40] i. V. m. Art. 33 Bst. h VGG),

dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 7. August 2012 zur Leistung eines Kostenvorschusses bis zum 7. September 2012 aufgefordert wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (act. 2),

dass dem Beschwerdeführer diese Zwischenverfügung am 8. August 2012 zugestellt wurde (act. 3),

dass der Beschwerdeführer den Vorschuss innert der gesetzten Frist nicht geleistet und auch nicht um Wiederherstellung der versäumten Frist ersucht hat,

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass keine Parteientschädigung auszurichten ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

  1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

  2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

  3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

  4. Dieses Urteil geht an:

  •    den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
    
  •    die Vorinstanz (Ref-Nr. \_\_\_\_\_\_, Gerichtsurkunde)
    
  •    das Bundesamt für Sozialversicherungen
    
  •    die Oberaufsichtskommission BVG  
    

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Karin Wagner

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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Schlagwörter

social insurancecompulsory affiliationcost advancenon-entryprocedural costsparty compensation

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal had to be entertained despite non-payment of the ordered cost advance.

Extrahierter Entscheid

No. Because the advance was not paid within the set time limit and no request for reinstatement was filed, the court had to decline entry on the appeal.

Extrahierte Begründung

The appellant was warned that failure to pay the advance would lead to non-entry; the deadline expired unused, so the condition for proceeding was not met.

Kernrechtsfrage

Whether procedural costs should be charged to the appellant.

Extrahierter Entscheid

No procedural costs were levied.

Extrahierte Begründung

The court found reasons to waive costs under the cost regulation.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant was entitled to party compensation.

Extrahierter Entscheid

No party compensation was awarded.

Extrahierte Begründung

The court stated that no compensation was payable under the applicable rules.

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