Non-payment of cost advance leads to non-entry on appeal

c-3171-2006Bundesverwaltungsgericht / 3. Abteilung15.06.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The applicant challenged the refusal of disability insurance benefits by the IV office for insured persons abroad. The Federal Administrative Court took over the case from the former appeal commission, but the appellant failed to pay the ordered CHF 300 cost advance within the deadline. After she had been expressly warned that non-payment would lead to non-entry, the court held that it could not consider the appeal and issued a single-judge non-entry decision. Due to the limited procedural effort, no court costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 63 Abs. 4 VwVG; non-payment of the ordered cost advance within the fixed time limit prevents entry into the appeal if the party has been warned of the legal consequence. Where the advance is not paid, the court must issue a non-entry decision; an exception to cost recovery may be granted under the costs regulation when the procedural effort is minimal (consid. on admissibility and costs).

Gesamter Gesetzestext

BVGer C-3171/2006

Entscheiddatum: 15.06.2007Publikationsdatum: 09.07.2007

{T 0/2}

  1. Juni 2007

Geschäfts-Nr. C-3171/2006

frj/fas

Urteil vom 15. Juni 2007

Mitwirkung: Richter Frölicher; Gerichtsschreiberin Fankhauser

D._______, (Deutschland),

Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versicherte im Ausland, Postfach 3100, 1211 Genf 2,

Vorinstanz

betreffend

Invalidenrente (Verfügung vom 4.12.2006).

Das Bundesverwaltungsgericht hat den Akten entnommen und in Erwägung gezogen,

dass die Eidgenössische Invalidenversicherung (IV), IV-Stelle für Versicherte im Ausland, mit Verfügung vom 4. Dezember 2006 das Gesuch der Beschwerdeführerin um Leistungen der IV abwies,

dass die Beschwerdeführerin diese Verfügung mit Beschwerde vom 12. Dezember 2006 bei der Eidgenössischen Rekurskommission der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung für die im Ausland wohnenden Personen (im Folgenden: Rekurskommission) anfocht,

dass das Beschwerdeverfahren per 1. Januar 2007 vom Bundesverwaltungsgericht übernommen wurde (Art. 53 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]),

dass das Gericht gemäss Art. 31 VGG zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und 34 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten hat, und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist,

dass im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht das neue, am 1. Januar 2007 in Kraft getretene Verfahrensrecht anwendbar ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG),

dass die Beschwerdeführenden in Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht einen Kostenvorschuss in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten haben (Art. 63 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]),

dass die Beschwerdeführerin daher mit Verfügung vom 20. April 2007 aufgefordert worden ist, bis zum 28. Mai 2007 einen Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 300.-- zu leisten,

dass dieser Kostenvorschuss bis heute beim Bundesverwaltungsgericht nicht eingegangen ist,

dass die nicht fristgerechte Leistung des einverlangten Kostenvorschusses zur Folge hat, dass auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann (Art. 63 Abs. 4 Satz 2 VwVG),

dass die Beschwerdeführerin in der Verfügung vom 20. April 2007 ausdrücklich auf diese Rechtsfolge aufmerksam gemacht worden ist,

dass daher auf die Beschwerde im einzelrichterlichen Verfahren nicht einzutreten ist (vgl. Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass angesichts des geringen Aufwandes der Rekurskommission und des Bundesverwaltungsgerichts von der Erhebung von Verfahrenskosten abgesehen werden kann (Art. 6 Bst. a des Reglements vom 11. Dezember 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE], SR 173.320.2).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

  1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

  2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

  3. Dieses Urteil wird eröffnet:

  • der Beschwerdeführerin (eingeschrieben, mit Rückschein)

  • der Vorinstanz (Ref-Nr. ...; als Gerichtsurkunde)

  • dem Bundesamt für Sozialversicherung (als Gerichtsurkunde)

Der Instruktionsrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

Rechtsmittelbelehrung

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

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Schlagwörter

non-entrycost advancedisability insuranceadministrative appealcourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal could be entered into despite non-payment of the ordered cost advance.

Extrahierter Entscheid

No entry could be made because the appellant failed to pay the required cost advance in time after being warned of the consequence.

Extrahierte Begründung

Under Art. 63(4) VwVG, failure to pay the requested advance by the deadline results in non-entry. The appellant had been expressly informed of this consequence.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be levied.

Extrahierter Entscheid

No court costs were levied in light of the limited effort involved.

Extrahierte Begründung

The court exercised its discretion under the costs regulation and waived fees due to the low procedural effort.

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