Cost allocation after partial remand by Federal Supreme Court

b-7056-2010Bundesverwaltungsgericht / 2. Abteilung09.11.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

Following the Federal Supreme Court's partial remand, the Federal Administrative Court decided only the allocation of costs and party compensation in the earlier VSV proceedings. It held that the prior cost allocation did not need to be revised because the Supreme Court had granted relief only to a very minor extent; the recalculation differed by only CHF 9. The appellant was charged CHF 3,000 in costs for case B-2335/2006, with its CHF 2,000 advance credited and the CHF 1,000 balance payable after finality. No party compensation was awarded, and no costs or compensation were imposed for the present judgment.

Omnilex-Regeste

Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 64 VwVG; Art. 2 Abs. 1 Satz 1 und Art. 4 VGKE; cost reallocation after partial remand. Where the Federal Supreme Court upholds a complaint only to a minimal extent and the correction in the merits is negligible in relation to the dispute value, the Administrative Court may leave the earlier allocation of procedural costs unchanged. Party compensation is likewise excluded when the appellant obtains only very limited success. For the new cost decision itself, costs may be waived under Art. 6 lit. b VGKE.

Gesamter Gesetzestext

BVGer B-7056/2010

Entscheiddatum: 09.11.2010Publikationsdatum: 26.11.2010

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung II

B-7056/2010

{T 1/2}

Urteil vom 9. November 2010

Besetzung

Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Jean-Luc Baechler, Richter Francesco Brentani,

Gerichtsschreiberin Marion Spori Fedail.

Parteien

Verband Schweizerischer Vermögensverwalter VSV, Bahnhofstrasse 35, 8001 Zürich,

Beschwerdeführer,

gegen

Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA,

Einsteinstrasse 2, 3003 Bern,

Vorinstanz.

Gegenstand

Kostenentscheid (in Folgegebung des Urteils des Bundesgerichts 2C_725/2007 bzw. 2C_739/2007 vom 2. Oktober 2008)

Nach Einblick in,

den Entscheid der Kontrollstelle GwG (ab dem 1. Januar 2009: Eidgenössische Finanzmarktaufsicht, FINMA) vom 7. September 2006, in welchem die vom Verband Schweizerischer Vermögensverwalter (VSV, Beschwerdeführer) für das Jahr 2006 geschuldete Aufsichtsabgabe auf Fr. (...) festgesetzt wurde;

die Beschwerde des VSV gegen diesen Entscheid;

das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-2335/2006 vom 7. November 2007, in welchem diese Beschwerde abgewiesen und die Höhe der dem Beschwerdeführer für das Jahr 2006 auferlegten Aufsichtsabgabe auf Fr. (...) bestimmt wurde;

die von der Eidgenössischen Finanzverwaltung wie auch vom VSV gegen den genannten Entscheid erhobene Beschwerde an das Bundesgericht;

das Urteil des Bundesgerichts 2C_725/2007 bzw. 2C_739/2007 vom 2. Oktober 2008, womit diese Beschwerden teilweise gutgeheissen, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. November 2007 teilweise aufgehoben und die Sache zur Neuberechnung im Sinne der Erwägungen an die Eidgenössische Finanzverwaltung zurückgewiesen wurden; in diesem Urteil wurde erwähnt, dass das Bundesverwaltungsgericht allenfalls über eine Neuverteilung seiner Verfahrenskosten befinden werde;

die Verfügung der Eidgenössischen Finanzverwaltung vom 25. November 2008, welche die FINMA auf Aufforderung des Bundesverwaltungsgerichts hin diesem am 18. August 2010 einreichte und in welcher die Aufsichtsabgabe in Übereinstimmung mit dem genannten Urteil des Bundesgerichts neu berechnet und der vom Beschwerdeführer für das Jahr 2006 geschuldete Betrag auf Fr. (...) festgesetzt wurde;

und in Erwägung,

dass es - nachdem das Bundesgericht den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-2335/2006 vom 7. November 2007 teilweise aufgehoben und die Finanzverwaltung am 25. November 2008 eine Neuberechnung der Aufsichtsabgabe vorgenommen hat - dem Bundesverwaltungsgericht obliegt, über die Verlegung der Verfahrens- und Parteikosten in seinem Verfahren zu befinden;

dass aus dem Urteil des Bundesgerichts hervorgeht, dass die Beschwerde des VSV nur in geringem Umfang gutgeheissen wurde, nämlich lediglich betreffend die Berechnung der streitigen Aufsichtsabgabe (E. 7);

dass das Bundesgericht dem Beschwerdeführer dementsprechend Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 4'500.- auferlegte;

dass die Differenz zwischen der durch das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 7. November 2007 festgesetzten Höhe der Aufsichtsabgabe und dem Betrag, welcher von der Eidgenössischen Finanzverwaltung am 25. November 2008 gemäss den Erwägungen des Urteils des Bundesgerichts berechnet wurde, nur Fr. 9.- beträgt;

dass diese Differenz in Anbetracht des Streitwerts der Sache als minim einzustufen ist;

dass das Bundesverwaltungsgericht unter diesen Umständen zum Schluss kommt, dass die im Urteil vom 7. November 2007 verlegten Verfahrenskosten nicht neu verteilt werden müssen;

dass die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.- demnach dem Beschwerdeführer auferlegt werden (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 2 Abs. 1 Satz 1 und Art. 4 VGKE), der von ihm am 30. Oktober 2006 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 2'000.- daran angerechnet wird und der Restbetrag von Fr. 1'000.- nach Rechtskraft dieses Urteils der Gerichtskasse zu überweisen ist;

dass es sich daher auch nicht rechtfertigt, dem Beschwerdeführer für das Verfahren B-2335/2006 eine Parteientschädigung auszurichten (Art. 64 VwVG und Art. 7 VGKE e contrario);

dass bei diesem Verfahrensausgang für das vorliegende Urteil keine Verfahrenskosten erhoben werden (Art. 6 Bst. b VGKE) und keine Parteientschädigung zugesprochen wird (Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario).

erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Dem Beschwerdeführer werden für das Verfahren B-2335/2006 Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.- auferlegt. An diesen Betrag wird der vom Beschwerdeführer am 30. Oktober 2006 geleistete Kostenvorschuss von Fr. 2'000.- angerechnet. Der Restbetrag von Fr. 1'000.- ist nach Rechtskraft dieses Urteils der Gerichtskasse zu überweisen. Die Zustellung des Einzahlungsscheins erfolgt mit separater Post.

Für das Verfahren B-2335/2006 wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Für das vorliegende Urteil werden keine Verfahrenskosten auferlegt und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Dieses Urteil geht an:

den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)

die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)

die Eidgenössische Finanzverwaltung EFV

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Frank Seethaler Marion Spori Fedail

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 18. November 2010

Schlagwörter

cost allocationparty compensationremandsupervisory levyadministrative procedurecost advance

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the procedural costs of case B-2335/2006 should be reallocated after the Federal Supreme Court's partial remand

Extrahierter Entscheid

No reallocation was warranted; the original cost allocation was left in place, with CHF 3,000 charged to the appellant.

Extrahierte Begründung

The Supreme Court had only upheld the complaint to a minimal extent concerning the calculation of the supervisory levy. The discrepancy after recalculation was only CHF 9, which was insignificant relative to the dispute value.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant is entitled to party compensation for case B-2335/2006

Extrahierter Entscheid

No party compensation was awarded.

Extrahierte Begründung

Given the outcome of the proceedings and the very limited success of the complaint, an award of party compensation was not justified.

Kernrechtsfrage

Whether costs should be charged for the present judgment

Extrahierter Entscheid

No procedural costs were imposed for the present judgment and no party compensation was awarded.

Extrahierte Begründung

In view of the outcome of the present cost decision, the court waived costs for this judgment.

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