Procurement appeal struck out after withdrawal

b-6008-2007Bundesverwaltungsgericht / 2. Abteilung16.11.2007Withdrawn

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Administrative Court struck off a procurement appeal concerning a framework contract for mobile warning systems after the appellant withdrew the case following an out-of-court settlement with the awarding authority. The court held the matter moot, ordered no court costs, refunded the CHF 10,000 advance, and denied party compensation because no request was made. The decision is final under the Federal Supreme Court Act.

Omnilex-Regeste

Art. 23 Abs. 1 lit. a VGG; withdrawal of the appeal renders the proceedings moot and requires discontinuance in summary procedure. Where the parties settle amicably, no procedural costs are charged under Art. 33b Abs. 5 VwVG. A party compensation is not awarded absent a corresponding request, in particular where the non-represented authority does not seek reimbursement.

Gesamter Gesetzestext

BVGer B-6008/2007

Entscheiddatum: 16.11.2007Publikationsdatum: 27.11.2007

Tribunal administrativ federal

Abteilung II

B-6008/2007

{T 0/2}

Abschreibungsentscheid vom

  1. November 2007

Besetzung

Einzelrichter David Aschmann,

Gerichtsschreiber Philipp J. Dannacher.

Parteien

U._______,

Beschwerdeführerin,

gegen

V._______,

Vergabestelle,

Gegenstand

Beschaffungswesen (Mobile Warnanlagen).

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt:

dass U._______ (Beschwerdeführerin) gegen den Teilzuschlag der V._______ betreffend den Rahmenvertrag mobile Warnanlagen mit Eingabe vom 10. September 2007 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhoben hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 11. September 2007 angeordnet hat, bis zum Entscheid über die aufschiebende Wirkung hätten sämtliche Vollzugsvorkehrungen zu unterbleiben,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 13. September 2007 unter anderem einen Kostenvorschuss einverlangt hat, und eine Frist zur Stellungnahme zu den prozessualen Anträgen gesetzt hat,

dass die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss innert Frist bezahlt hat,

dass W._______ (Teilzuschlagsempfängerin) mit Schreiben vom 27. September 2007 auf die Teilnahme am Verfahren verzichtet hat,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Verfügung vom 3. Oktober 2007 unter anderem das Verbot von Vollzugsvorkehrungen gegenüber der Beschwerdeführerin aufgehoben und gegenüber W.______ aufrechterhalten hat,

dass zwischen den Parteien an einer Instruktionsverhandlung vom 15. November 2007 Vergleichsgespräche begonnen haben, und die Beschwerdeführerin gegenüber dem Bundesverwaltungsgericht am 15. November 2007 schriftlich erklärt hat, dass sie sich mit der Vergabestelle aussergerichtlich einigen konnte und ihre Beschwerde deshalb zurückziehe,

dass die Vergabestelle das Zustandekommen dieses Vergleichs telefonisch bestätigt hat,

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als durch Rückzug gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]),

dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind, da sich die Parteien gütlich geeinigt haben (Art. 33b Abs. 5 VwVG),

dass die nicht anwaltlich vertretene Vergabestelle keine Parteientschädigung beantragt hat, sodass eine Parteientschädigung nicht zuzusprechen ist,

dass dieser Entscheid gemäss Art. 83 Bst. f des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) letztinstanzlich ist.

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht:

Das Beschwerdeverfahren Nr. 6008/2007 wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als gegenstandslos abgeschrieben.

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 10'000.- wird der Beschwerdeführerin aus der Gerichtskasse zurückerstattet.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Dieser Entscheid geht an:

  • die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilage: Akten)

  • die Vergabestelle (Einschreiben; Beilage: Akten)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

David Aschmann Philipp J. Dannacher

Versand: 20. November 2007

Schlagwörter

public procurementappeal withdrawalmootnesssettlementcourt costsparty compensationcost advance

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the procurement appeal had to be struck off after the appellant withdrew it following settlement

Extrahierter Entscheid

The appeal was struck out as moot because the appellant withdrew it after the parties reached an out-of-court settlement.

Extrahierte Begründung

Once the appellant formally withdrew the appeal and the awarding authority confirmed the settlement, the proceedings became moot and had to be discontinued.

Kernrechtsfrage

Whether court costs had to be charged

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged, because the parties settled amicably.

Extrahierte Begründung

Under the applicable procedural rule, an amicable settlement justified waiving court costs.

Kernrechtsfrage

Whether a party compensation had to be awarded

Extrahierter Entscheid

No party compensation was awarded, because the awarding authority was not represented by a lawyer and did not request compensation.

Extrahierte Begründung

In the absence of a request for compensation, there was no basis to grant one.

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